Kapitel 25

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Rosies PoV:

Ich war immer noch hier oben. Es war schon ein Tag vergangen. Meine Arme und Beine schmerzten total. Ich pfiff ruhig vor mich hin. Ich hatte immer mehr Feindseligkeit auf meine Patentante. Sie war eine große Verräterin.

Plötzlich ging ein Licht an und zwei menschen kamen hinein. Wenn man vom Teufel spricht, ey. Es waren meine Patentante und Snape.

Ich hob mein Kinn sofort an und sah in zwei verräterische Gesichter. ,, Hallo Junge Dame! Würdest du uns jetzt verraten, wen sie in Gryffindor so interessant fanden?", fragte Snape höhnisch und meine Patentante lachte höhnisch. Ich beachtete sie nicht. ,, Klar! Ich habe mir die Gegend angeschaut!", log ich und setzte meine Okklumentik an. Snape versuchte in mir hineinzukommen.

Snapes PoV:

Ich versuchte in ihre Gedanken zu kommen. Aber es ging nicht, irgendwas blockte mich. Es war verschwommen, jetzt wurde es sichtbar. Es war ein Phönix. Sofort ging ich aus ihren Gedanken und meine Kinnlade fiel hinunter. Das vor mir war nicht die Slytherin, für die sie alle halten, vor mir stand Rosie Potter.

Rosies PoV:

Ich sah wie Snape erschrocken aufblickte. Was hatte der denn? ,, Severus? Alles gut? Hat sie dir was getan?", fragte Kathrin besorgt. Snape schüttelte verlegen den Kopf und ließ mich hinunter. ,, Sie haben die Wahrheit gesagt, ab ins Schlafgemach, ohne Umwege und alles, hast du mich verstanden?", fragte er sehr streng. Ich nickte schnell. Was ist dem denn über die Leber gelaufen? ,, Verstanden!", meinte ich und rannte davon.

Snapes PoV:

Es war eindeutig Rosie Potter. Kathrin sah mich fragend an. ,, Seit wann sorgst du dich so um eine Schülerin?", fragte sie etwas belustigend. Ich schmunzelte leicht. ,, Das war was anderes!", wehrte ich mich schnell und sah sie leicht stirnrunzelnd an. Ich sagte es ihr lieber nicht, sie würde sich nur Sorgen machen und ihr ständig hinterherdackeln, dass würde auffallen.

Rosies PoV:

Ich rannte die Dunklen Gänge entlang. Als ich an Fenstern vorbeikam, schaute ich hinaus. Es war dunkel und nebelig. Nichts, auch wirklich gar nichts, schien hier Hogwarts zu erinnern. Ich dachte erst gar nicht daran, in mein Schlafgemach zu gehen, ich musste versuchen Ginny zu sprechen. Sie machte sich bestimmt schon sehr große Sorgen. Mein Phönix konnte ich leider nicht einsetzen. Leise tappste ich den Weg zum Gryffindorturm. Hoffentlich kam mir niemand entgegen. Als ich um die Ecke bog, sah ich Kathrin und Snape die miteinander leise sprachen. Sie flüsterten. Ich versteckte mich schockierend hinter zwei Statuen. Warum mussten die auch immer, in meiner Nähe sein? ,, Aber Severus? Der Dunkle Lord, hat wieder eine Versammlung herbeigerufen, wir müssen dahin! Das heißt, niemand kann hier Wache halten!", trotzte Kathrin verblüfft. ,, Doch die Carrows bleiben hier!", meinte Snape entschieden. ,, Hälst du das wirklich für eine gute Idee?", fragte Kathrin besorgt. ,, Ja ganz sicher!", meinte Snape überzeugend und verschwand mit wehendem Umhang. Kathrin seufzte noch und verwandelte sich in das schwarze Etwas und flog davon. Ich grinste schon fast. Jetzt konnte ich ungestört, zum Gryffindorturm gelangen. Grinsend setzte ich meinen Weg fort. Als ich endlich ankam, schaute ich mich nochmals um, und sah keinen. Plötzlich aber, ging die Tür auf und McGonaggle kam heraus. Gerade das noch? Ich schaute sie wie ein Unschuldslamm an. ,, Was machen sie denn hier? Ihr Haus ist doch Slytherin?", stellte sie trocken fest und ihre Lippen wurden schmal. ,, Hat Snape etwas zu berichten?", fragte sie scharf und musterte mich. Ich sah sie verdutzt an. Sollte ich es ihr sagen? ,, Es ist so! Professor, ich muss mit Ginny sprechen, es ist wichtig!", versuchte ich ihr zu erklären, sie hielt aber ihre Hand vor mein gesicht. ,, Schluss! Du gehst jetzt sofort in dein Haus, sonst informiere ich Professor Snape!", meckerte sie und sah mich trocken an. Meine Augenbrauen zogen sich zusammen. ,, Sie verstehen das nicht! Ich bin....ich bin keine Slytherin!", platzte es mir leise heraus. McGonaggle lachte trocken. ,, Nein, überhaupt nicht!", höhnte sie. Ich sah sie ernst an. ,, Ich bin Rosie Potter! Ginny wollte mir ein Gryffindor trank geben, aber das ist schief gelaufen! ich muss jetzt schnell mit Ginny reden und niemand darf erfahren, dass ich das bin!", sagte ich schnell. Jetzt wurde McGonaggles Blick sehr ernst. ,, Ist das ihr Ernst! Klar dürfen sie! Verhalten sie sich aber am besten unauffällig!", sagte sie jetzt etwas netter. Glücklich trat ich hinein und sah schon wie Ginny am Sofa saß. Als sie mich entdeckte, sprang sie sofort auf und umarmte mich. ,, Oh Rosie! Ich hatte mir solche Sorgen gemacht!", jaulte sie und betrachtete mich. ,, Ginny, wir müssen herausfinden, wo Harry steckt, ich möchte gerne wissen ob er noch lebt!", erklärte ich ihr. ,, Oh, das haben wir alles schon versucht, wir finden kein Kontakt mit ihm!", zweifelte Ginny und sah mich entschuldigend an. Mir kam aber sofort eine Idee auf. ,, In Snapes Büro, hängt doch ein Bild von Phinellius Black, den können wir fragen, vielleicht, hat er ja Kontakt mit ihnen!", sagte ich schnell und verschwand sofort aus dem Haus. Ginny sah mir enttäuscht, und besorgt nach. Ich hatte aber wenig Zeit, wer weiß wie lange Snape, noch bei der Versammlung ist. Ich rannte zum Phönix, der mich einfach durchließ. Als ich oben ankam, sprach ich einige Zauber um die Tür aufzubekommen. Es klappte. Schnell schloss ich die Tür hinter mir, und ich schaute mich um. Ich erkannte Dumbledore, der schlief und ich sah, Phinnelius. ,,Mr Black!", rief ich laut. Ich wiederholte es und er wachte auf. ,, was ist denn?", meckerte er genervt. ,, Guten Tag, ich bin ein Mädchen aus Slytherin und würde gerne wissen, ob sie Kontakt mit Harry Potter haben?", fragte ich freundlich. Er sah mich feindselig und wütend an. ,, Was fällt ihnen ein? Ich habe gerade meinen Schönheitschlaf gemacht!", meckerte er. Ich verdrehte die Augen. ,, Haben sie oder nicht!", drängte ich ungeduldig nach. Er runzelte mit der Stirn. ,, Oh ja! Ich hatte mit ihm Kontakt und ihm geht es bestens, und jetzt hau ab, das ist der Büro eines Direktors und keiner Schnüfflerin!", schrie er schon fast. ,, Ist gut!", beruhigte ich ihn. Ich wollte gerade gehen, als mir aber etwas glänzendes auffiel. Es war silbern. Als ich es näher betrachtete, konnte ich es erkennen. Das Schwert von Gryffindor. Meine Augen leuchteten schon. Aber das konnte nicht sein! Das Schwert ist doch in Gringotts! Wie kommt das Schwert hierher? Und dann noch zu Snape? Dieb! Ich versuchte die Glastür aufzubekommen, aber es war zwecklos. In dem Moment, platzte die Tür auf und vor mir standen, die Carrows.  

Tochter von Lily Potter #Wattys2016Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt