Ein Räuspern. Dann: ,,Mein Name ist Adrienne Diderot. Ich bin die Tochter von Jean-Michel Diderot.''
,,Diderot....'' Er nickte. Natürlich konnte er mit dem Namen etwas anfangen. Jean-Michel Diderot war der Besitzer einer großen Reederei, die sich auf Kreuzfahrt- und Partyschiffe spezialisiert hatte. Seit sein Stiefbruder Oliver sich vor kurzem entschlossen hatte, dass er mit Dupont International ebenfalls in diesem Geschäftszweig einsteigen wollte, waren einige Aktionen angelaufen, um die ungeliebte Konkurrenz zu schwächen. Fragend hob Lucien eine Braue: ,,Und was wollen Sie nun von mir?''
Ihre Augen blitzten. ,,Ich will, dass Sie den Versuch endlich aufgeben, die Firma meiner Familie in die Knie zu zwingen. Glauben Sie etwa, ich weiß nicht, wer dafür verantwortlich ist, dass sich die Jungfernfahrt der Silver Dawn immer weiter verzögert? Sie wissen genau, was meinen Vater jeder Tag kostet, den das Schiff im Hafen liegt, nicht wahr? Sie wissen es - und nutzen dieses Wissen für Ihre Zwecke. Und wenn wir am Ende vor dem Bankrott stehen, kommen Sie vermutlich mit einem lächerlichen Übernahmeangebot daher. Genauso gehen doch Haifische wie Sie vor, oder?''
Er lächelte. Alles was sie gesagt hatte, traf zu.Und es zeigte ihm, dass sie nicht nur blitzgescheit war, sondern auch komplizierte Zusammenhänge erkenne konnte. Und das machte sie genau zu der Person, die er brauchte. Aber ......nein, das war natürlich unmöglich.
,,Haben Sie gar nichts dazu zu sagen? , hakte sie nach. Er zuckte lediglich mit den Schultern. Irritierenderweise wusste er im Augenblick tatsächlich nicht, was er sagen sollte. ,,Hören Sie'', fuhr sie fort. ,,Es mag sein, dass Sie denken, mir würde es nur ums Geld gehen. Aber so ist das nicht. Auch mein Vater hat Angestellte. Sicher nicht so viele wie Sie, aber es sind Menschen, die Familien zu ernöhren haben. Menschen, die hart arbeiten, um über die Runden zu kommen und viel für das Unternehmen meines Vaters getan haben. Es kann doch unmöglich in Ihrem Interesse sein, die Existenz dieser Menschen zu zerstören.'' ,,Und woher wollen Sie das so genau wissen? Ich kenne diese Menschen schließlich nicht. Was also sollte mich deren Schicksal kümmern?''
,,Was? Ich....'' Sie starrte ihn ungläubig an. ,,Das kann dicht nicht Ihr Ernst sein! Sie sind Unternehmer, und Ihre Aufgabe ist es....'' ,,Geld zu verdienen. Um die Existenzen meiner Angestellten zu sichern.'' Er stockte kurz. Was tat er hier eigentlich? Er sollte diese Frau auf der Stelle fortschicken und sich nicht auf dieses Spiel einlassen. Doch aus irgendeinem Grund konnte er nicht anders. ,,Sehen Sie, wenn ein Unternehmen wie meines so denken wüde, wie Sie es gern hätten, gäbe es dieses Unternhemen nicht mehr lange. Es würde sich schlicht und ergreifend selbst zerstören.''
Sie schüttelte den Kopf. ,,Mir ist natürlich vollkommen klar, dass jedes Unternehmen wirtschaftlich denken muss. Das muss jeder Selbstständige, ob Ein-Mann-Betrieb oder Millardenkonzern. Aber deshalb braucht niemand über Leichen zu gehen. Zumal genau das ebenso ein Grund für das Aus eines Betriebs sein könnte.''
,,Über Leichen zu gehen?''
,,Aber natürlich! Haben Sie sich denn noch nie vor Augen geführt, wie negativ sich schlechte Publicity auf eine Firma auswirken kann?''
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Schicksalstage in Monaco *Abgeschlossen*
RomanceAdrienne fühlt sich unwiederstehlich zu ihrem attraktiven Boss Lucien Dupont hingezogen. Aber sie darf sich keine tieferen Gefühle für ihn erlauben! Denn der skrupellose Geschäftsmann aus Monaco hat scheinbar nichts Geringeres im Sinn, als ihre Fami...