Ju steht in der Tür und schaut zu Melina und mir. Seine Augen sind rot und allgemein sieht er sehr fertig aus, als hätte er seit Tagen nicht geschlafen.
"Ich lass euch nur mal kurz alleine...", sagt Melina, drückt noch einmal meine Hand und wischt sich die Tränen weg.
In lächel ihr aufmunternd zu und nicke.
Melina geht an Ju vorbei aus dem Raum, ohne ihn zu beachten.
Haben sie Stress?
Wenn ja, wieso?
Er schließt die Tür hinter sich und bleibt erstmal dort stehen.
Ich setze mich im Bett leicht auf und stütze mich mit meinen Arm vorsichtig ab.
Denn dort hängt immer noch eine Infusion, die meinem Köper Flüssigkeit und die Nährstoffe gibt, die mein Körper braucht.
Erst jetzt stelle ich fest, dass mein Fuß verbunden ist und an meinem Arm einige große Blaue Flecken sind.
Und dazu dröhnt mein Kopf.
Ju steht immer noch an der Tür, wo er vor einer Minute auch schon stand.
Das Einzigste, was hier Geräusche macht, ist diese nervige Uhr an der Wand, die dauernt tickt.
Tick.
Tack.
Tick.
"Willst du jetzt her kommen, oder bist du immer noch sauer?", frage ich und schaue ihn an. Er hebt seinen Blick.
Tränen schimmern vor seinem Auge, genauso, wie es bei mir der Fall ist. Doch ich bin eigentlich gut darin es zu unterdrücken.
"Nein...wie könnte ich dir jetzt noch sauer sein?", fragt er und kommt auf mich zu.
Er setzte sich auf den Stuhl neben mein Bett und ergreift meine Hand.
Ich lehne mich nach vorne und schlinge meine Arme um seinen Hals.
Er erwidert die Umarmung und zieht mich zu ihn ran.
Ich fange an zu weinen.
Als wir und wieder lösen, nimmt er mein Gesicht in beide Hände. Ich lege meine auf seine und schließe die Augen.
"Das mit Andre war nicht so, wie du dachtest...", fange ich an, doch er lässt mich nicht zu Ende reden.
"Mach dir darum keine Sorgen...er hat mir alles erzählt. Außerdem war ich so ein Idiot! Wieso habe ich dir nicht geglaubt? Es war scheiße von mir.", sagt er sanft.
"Nein war es nicht. Ich hätte wahrscheinlich nicht anders reagiert...", sage ich.
"Doch hättest du."
"Ach Quatsch...", widerspreche ich und lege meine Lippen auf seine.
Mir fällt auf, wie lange wir uns nicht mehr geküsst haben. Wie lange ich dieses Gefühl vermisst habe. Wie lange...
Ich lege meine Hände an seinen Hals und er lehnt sich ein Stück nach vorne, damit ich mich wieder nach hinten lehnen kann.
Schließlich habe ich mehr als einen Tag durch geschlafen.
Er legt seine Hand an meine Wange , doch ein Schmerz durchzuckt meinen Kopf und ich stöhne vor Schmerz leicht auf.
"Oh tut mir leid... Ich hab nicht auf deine Wunde geachtet...", sagt er leise.
"Meine Wunde?", frage ich.
"Na die am Kopf. Ah stimmt...kannst du ja nicht wissen. Keine Sorge...ist aber genäht.", sagt er und zwingt sich zu einem Lächeln.
"Na schön zu wissen.", lache ich sanft und fasse mit meinem Finger an meine Stirn, wo der Schmerz herkam.
Dort kann ich nur eine Erhöhnung und eine Naht erfühlen.
Uff...
Ju nimmt meine Hand und setzt sich wieder auf den Stuhl, während ich mich nach hinten ins Kissen sinken lasse.
Plötzlich öffnet sich die Tür und eine Ärztin kommt in den Raum.
"Entschuldigung für die Störung, doch ich muss ihre Infusion wechseln.", sagt sie, während sie sich an meinem Arm zu schaffen macht.
Ich seufze und drücke Jus Hand.
Nachdem sie mit dem Fummeln an meinem Arm fertig ist, will die Ärztin das Krankenzimmer verlassen, doch sie stoppt kurz.
"Achso ja... Tut mir leid mir ihrem Baby.", sagt sie noch und verschwindet durch die Tür.
"Welches Baby?", fragt Ju.
Fuck.
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«Trust me» - Julien Bam FF
FanfictionTextausschnitt: Er ist anders. Anders als jeder, den ich je kennen gelernt habe. Ich wünsche mir alles wieder gut zu machen, was ich ihm damit angetan habe. Er nimmt seine andere Hand und streicht mir damit eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Der Wuns...
