Part 28 - Poisoned

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 Hallo! :)

Danke für über 3000 Reads! <3

Viel Spaß mit dem neuen Part! :D

Ist leider eher so ein Füllerkapitel. :D

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Part 28 – Poisoned

(dt. vergiftet)

Am nächsten Morgen, Sonntag, gehe ich die letzte Woche im Kopf kurz durch.

So viel ist passiert – mir erscheint es fast wie Monate.

Vor genau einer Woche, also letzten Sonntag, hat Harry mich noch sozusagen mit seiner Pistole bedroht.

Seine Absichten sind so durchsichtig wie eine Steinmauer: gar nicht.

Einerseits ist er so verdammt angsteinflößend - zu Recht.

Er macht ja anscheinend lauter illegale Sachen, seine Gang und er haben es sogar in die örtliche Zeitung geschafft!

Andererseits muss ich an die Situation in meinem Bett denken: Als er mich beruhigt und getröstet hat, als ich geweint habe. Obwohl es wegen ihm war, dass ich das überhaupt getan habe, ist es irgendwie ein gutes Gefühl gewesen.

Menschen werden vom Dunklen angezogen, wie Falter vom Licht.

Vielleicht ist das tatsächlich so.

Und dann ist da Zayn: die meiste Zeit über rücksichtsvoller, netter als Harry.

Aber bei keinem der beiden weiß ich, woran ich wirklich bin.

Sie sind nicht gut, ich weiß ja nicht einmal, welche Verbrechen sie schon alle begangen haben.

Da fällt es mir wie Schuppen von den Augen: Sie sind nicht da.

Ich kann machen, was ich will.

Kein Harry, der mich beobachtet und kontrolliert.

Ich bin frei.

Ich könnte zur Polizei gehen, wie ich es mir bereits vorgenommen habe. Es nochmal probieren, dieses Mal nicht aufgehalten werden.

Aber möchte ich das überhaupt noch?

Ein Teil wehrt sich dagegen.

Er wispert, vielleicht liegt ihnen ja wirklich etwas an dir.

Oder ich bin nur ein kleines Spiel zwischen ihnen, ein weiteres Mädchen, das sie nur ins Bett bekommen wollen. Weil ich nicht gleich ja sage, wird es spannender für sie.

So sehr ich es auch abstellen möchte, kann ich es nicht.

Die Chance besteht, sie ist real. Sie ist sogar logischer, als alles andere.

Natürlich möchte ich es mir nicht ganz eingestehen, aber ich darf nicht einfach darauf reinfallen.

So schwer es auch sein mag.

Ich seufze. Je mehr ich darüber nachdenke, desto verwirrender wird alles.

Ich bin so verdammt ratlos und es wird so oder so nicht besser.

Vielleicht sollte ich meine Woche einfach genießen und mich mit ihnen befassen, wenn sie wieder da sind.

Mein Blick schweift zu meinem Schreibtisch: Auf ihm thront der kleine Zettel, den mir Zayn gestern gegeben hat. Mit einer Handynummer darauf, wahrscheinlich seiner.

Ich stehe auf, falte das Blatt erneut auseinander.

Die Zahlen stehen geschwungen dort, mit schwarzem Kugelschreiber geschrieben.

Automatisch steigt ein Bild in meinem Kopf auf: Zayn, über einen Tisch gebeugt, mit konzentriertem Blick, die Nummer aufschreibend.

Ich schüttele den Kopf. Jetzt werde ich aber lächerlich.

Nicht über die beiden nachdenken. Wenigstens heute mal.

Trotzdem ertappe ich mich, wie ich mir wünsche, dass sie einfach nicht mehr zurückkommen. Nicht weil ihnen was zustößt, nein, so denke ich auch wieder nicht, sondern einfach weil sie dort bleiben. Wo auch immer sie sind. Weil dann alles einfacher wäre, ich mein normales, vielleicht etwas langweiliges Leben zurück hätte.

Aber sie haben es ja längst eingenommen, geradezu vergiftet.

„Lauren?“, meine Mutter ruft durch die geschlossene Tür.

Ich tappe hin und öffne sie.

„Ja?“, frage ich zurück.

Den ganzen Vormittag sitze ich jetzt schon an Hausaufgaben und lerne.

„Wir fahren zu deinen Großeltern, möchtest du nicht mitkommen?“, meine Mutter lächelt mich auffordernd an. Sie lässt es wie eine Frage klingen, aber eigentlich heißt es: Lauren, zieh dich an, wir fahren los.

Kurz überlege ich abzulehnen. Aber das Schulzeug ist sowieso so langweilig und ich kann es immer noch später machen.

Ablenkung ist doch eigentlich genau das, was ich brauche. Vielleicht kann ich ja bei meiner Oma und meinem Opa etwas abschalten…

„Ja, warum nicht?“, meine ich liebenswürdig und meine Mutter schenkt mir einen „geht-doch-Blick“.

Ich schnappe mir noch schnell einen Schal, schlinge ihn um meinen Hals, um auf Nummer Sicher zu gehen.

Die Szene mit Zayn im Bus, vor einer Woche, kommt mir unabsichtlich in den Sinn. Er hat gemeint, dass ihn Harrys Markierung nicht abhalten wird. Anscheinend ja wirklich nicht.

Bereut er, dass er mich geküsst hat? Hat er sich deswegen so „süß“ verhalten gestern? Weil er schuldbewusst gewesen ist? Aber wir reden hier von Zayn. Zayn, der mich geradezu gegen sein Auto gepresst hat.

Am liebsten würde ich mir gegen den Kopf schlagen, weil sich meine Gedanken schon wieder um Harry und Zayn ranken.

„Lauren!“, meine Oma schließt mich in ihre Arme, danach folgt mein Opa.

Mir fällt auf, dass ich die beiden einige Wochen lang nicht gesehen habe, obwohl sie ja in der gleichen Stadt wohnen, nur zwanzig Minuten mit dem Auto entfernt.

Ich beteilige mich nicht so wirklich an dem Gespräch, höre aber dennoch zu.

Aktuelle Themen, die mich alle nicht besonders interessieren.

„Wie geht’s dir eigentlich?“, fragt mich meine Oma und schiebt mir noch ein Stück selbstgemachten Kuchen rüber.

„Danke, aber ich hab genug“, lache ich. Ich habe schon zwei Stück gehabt und bin bereits papp satt.

„Mir geht’s gut“, antworte ich auf ihre Frage.

„Das ist schön“, meine Oma lächelt.

Mein Vater und mein Opa haben gerade tatsächlich ein angeregtes Gespräch über Autos. Oh man.

Der Rest des Tages verläuft ereignislos. Am Abend kommen wir zurück nach Hause, ich für meinen Teil total erschöpft.

Vielleicht ist es die Aufregung der letzten Tage, die noch in den letzten Zügen über mich kommt.

Ich weiß nicht, wie lange es heute gedauert hat, bis ich in den Schlaf geglitten bin.

Ich weiß nur, dass ich die ganze Zeit über gebetet habe, dass ich nicht von Harry und Zayn träume, wie bereits zweimal geschehen.

Da ich sonst auch kein gläubiger Mensch bin, ist mein Gebet wohl nicht erhört worden.

Außerdem sind Träume erbarmungslos und niemals schonend, ganz im Gegenteil.

Sie rücken alles in ihr ganz eigenes, verzerrendes Licht.

Immer mit diesem Funken Wahrheit darin.

Toxic Love (Harry Styles/Zayn Malik FF; AU)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt