Hey! :)
Danke für eure Votes & Kommentare! <3
___________________________________
Part 49 – Voice inside your head
(dt. Stimme in deinem Kopf)
Just a voice inside your head
Whispering all the hope is dead
All the time you had to prove
That no one really loves you
I found you in a reflection
You didn't want me to see
I will give you all I have
Just look up, break down and believe
This is a glass parade
A fragile state
And I am not trying to break
And the stars are shining
The moon is right
And I would kill to be with you tonight
Wish you told me all the truth
So afraid to face an absolute
All the fights you had to lose
All the fear was put upon you
I found you when you were broken
Too many cracks of deceit
I will give you all I have
Just look up, break down and believe
This is the feeling, falling
So much i want to say
Show me the same emotion
Show me what's at stake
How much can you take
When you realize your fate?
Hold me now as the car lights fade
And we are dancing in the glass parade
It's just a voice inside your head
(Cary Brothers – The Glass Parade)
Als ich zurück in Zayns Auto sitze und wir zu mir nach Hause fahren, kann ich seinen Satz einfach nicht vergessen.
Wieso nochmal verlieren? Ich habe mich in dem Sinne ja nie für Harry entschieden oder etwas in der Richtung…
Ich sehe aus dem Fenster und erhasche plötzlich einen Blick auf etwas. Normalerweise zieht alles schnell an einem vorbei aufgrund der Fahrgeschwindigkeit. Doch dieses Mal ist es anders. Mein Blick fokussiert sich nur darauf und auf die folgende Erinnerung, die durch meinen Kopf schießt.
Ein paar Blumen am Rand des Gehwegs, nichts besonderes.
Weiße und rote Rosen, wobei die roten dominieren.
Es ist, als ob ich meine Augen schließe, denn die Bilder erscheinen direkt vor mir.
Ein reißender Fluss, Rosen an den Ufern. Ich stehe daneben, weine lautlose Tränen.
Blutige Tränen, die die weißen Rosen rot färben, in den Fluss tropfen.
Sie verlieren sich darin, so wie ich.
Ich schnappe aus meinem halben Tagtraum und weiß es wieder: das ist mein Traum von letzter Nacht gewesen. Und das letzte, schockierende, unmenschliche Detail darin fällt mir auch wieder ein. Das Detail, das mich zum stillen Schreien gebracht hat.
Im Fluss hat der Körper meines Großvaters getrieben. Mit geschlossenen Augen, einer ungefärbten weißen Rose in seinen gefalteten Händen.
Zayn sieht mich besorgt von der Seite aus an.
Ist seit dem Riesenrad auch in seinen eigenen Gedanken gewesen.
Was auch immer er mit sich herumträgt, es scheint ihn immer noch zu beschäftigen, zu verfolgen. Vielleicht können wir beide eines Tages diese Fesseln abstreifen, frei davon leben.
Aber sowas lässt niemals los.
Meine Mutter ist zuhause, als ich ankomme.
Ihr Blick lässt mich einfrieren. „Wo kommst du her?“, meint sie erleichtert.
„War nur ein bisschen draußen“, lüge ich so halb. Ich verschweige ihr den Großteil. Aber was soll ich auch anderes tun?
„Haben sie die Ergebnisse?“, frage ich.
Meine Mutter nickt. In ihren Augen bilden sich Tränen, drohen herunterzufallen und sie presst ihre Hand auf ihren Mund.
„Komm, wir müssen reden, Lauren“, ihre Stimme zittert.
Wie in einem Tunnel ohne jegliches Geräusch leitet sie mich hinter sich her in mein Zimmer, drückt mich sanft auf mein Bett.
Ich sage nichts, bin in diesem Modus, in dem ich jeden Moment explodieren könnte.
Ich fühle absolut nichts.
„Sie haben so viele Tests gemacht. Dein Großvater scheint schon viel länger Schmerzen gehabt zu haben. Viel stärkere, als alle angenommen haben. Ein Wunder, wie er das durchgestanden hat“, meine Mutter bemüht sich um Stärke.
Ich fixiere meine Hände in meinem Schoß.
Ich weiß nicht, was ich denken soll. Da ist nichts, einfach nichts.
„Lauren…“, die Stimme meiner Mutter bricht ab, sie schluchzt kurz auf. „Er hat Krebs. In so vielen Organen, der Tumor hat überall gestreut.“
„Kann er denn keine Therapie machen? Bestrahlung? Irgendetwas?“, ich klinge hohl, leer.
„Es...“, meine Mutter atmet tief durch, „Es ist zu spät. Es ist im Endstadium. Die ganzen Organe sind irreparabel zerstört. Es sind die ganzen wichtigen, Bauch, Leber…“
Zischend lasse ich meinen Atem aus meiner Lunge.
Drohe zu ersticken, denn meine Kehle schnürt sich mir wortwörtlich zu. Und dann fange ich an unkontrolliert zu atmen, immer schneller und es tut weh. So verdammt weh. Jeder Atemzug pocht in meinem Herzen wieder, jeder Atemzug klingt unnatürlich laut in meinem Brustkorb wieder. Ich habe alles gehört und doch möchte ich es nicht akzeptieren. Ich kann es nicht.
„Er wurde auf die Intensivstation verlegt“, meiner Mutter laufen die Tränen übers Gesicht.
„Kannst du mich bitte alleine lassen?“, ich schiebe sie weg, drücke sie von mir mit meinen Worten. Aber ich kann nicht anders.
„Bist du dir sicher?“, meine Mutter streicht mir über den Rücken.
„Bitte“, flüstere ich.
Sie geht, schließt die Tür.
Es ist unaufhaltsam. Auf sowas bin ich nicht vorbereitet. Ist man nie.
Die Tränen strömen heiß und brennend über meine Wangen, immer weiter und weiter.
Ich schluchze, spüre den Kloß in meiner Kehle, kann nicht stoppen.
Mein ganzer Körper arbeitet gegen mich, zittert, unkontrolliert, bäumt sich auf.
Für diesen Schmerz gibt es keine Worte. Mein Herz tut wortwörtlich weh. Ich hätte nie gedacht, dass das möglich ist.
Ich versinke darin.
Es wird nicht alles gut.
So, ich hoffe, ihr fasst das nicht irgendwie falsch auf, weil ich Hauptsache irgendetwas Schlimmes reinbringen möchte oder so - nein! Ich weiß wovon ich schreibe, ich versuche es irgendwie rüberzubringen. Die nächsten drei Parts werden also alle etwas düsterer & trauriger - aber so hab ich meine Geschichten von Anfang an geplant. Tut mir leid, falls das jemanden stört. Ich hoffe, ich verliere euch trotzdem nicht als Leser! :/
DU LIEST GERADE
Toxic Love (Harry Styles/Zayn Malik FF; AU)
Fiksi Penggemar~ Der Wald ist dunkel, voller Gefahren. Du solltest nachts nicht mehr dort herumirren. Aber ich bin froh, dass du es tust. Froh, dich gefunden zu haben. Deine blasse Haut leuchtet fast gespenstisch aus der Schwärze hervor. Du hast Angst, aber du ges...
