Hallo! :)
Nochmal ein eher langweiliger Part, aber ab Part 62 geht es definitiv wieder mit Zayn & Harry weiter! :)
Ich hab seit längerer Zeit jetzt schon bis Part 71 vorgeschrieben - im Moment hab ich so eine Art Schreibblockade - deswegen die Updates alle drei Tage. Ich hoffe, dass ich bald weiterschreiben kann. Aber ich schreib wirklich nur, wenn ich das Gefühl dafür habe, denn ich möchte nichts halbes machen.
Viel Spaß jetzt jedenfalls! :)
Part 61 – Sigh
(dt. seufzen)
Skye nimmt das Ganze so sehr mit, dass sie zusammen mit mir anfängt zu weinen.
Ginger ist ein bisschen überfordert, aber das bin ich auch – so wie Skye.
Und irgendwann macht eine von uns schon wieder den ersten Witz und wir müssen lachen.
Einfach so wird alles für ein paar Stunden besser. Betäubt den Schmerz, die Traurigkeit.
„Also, Skye…“, beginnt Ginger. „Du hast uns noch nicht erzählt, wie das jetzt mit Louis gelaufen ist?“
Skye ist gerade noch am Kichern, verstummt dann aber verschämt.
„Ähm“, unbehaglich rutscht sie hin und her.
„Ist er wirklich zufällig am gleichen Urlaubsort wie ihr gewesen?“, hake ich nach, genau wissend, dass meine Vermutung gleich zutreffen wird.
„Nicht unbedingt zufällig. Vielleicht wusste er ja, wo ich hinfahre. Vielleicht ist er ja auch dort hingefahren…“, Skye sieht uns abwartend an.
Ginger schüttelt grinsend den Kopf.
„Ihm scheint ja wirklich was an dir zu liegen“, sage ich, ermutige sie und werfe Ginger einen augenverdrehenden Blick zu, weil sie sich so amüsiert und nicht ernst bleibt.
„Du erzählst ja nie was von dir! Von Liam!“, wirft Skye Ginger vor und verschränkt ihre Arme. Sie könnte sauer sein, aber wir wissen alle drei, dass sie es nicht ist. Ihre Mundwinkel zucken, ihre Haltung ist locker.
„Da gibt es nichts zu erzählen“, antwortet Ginger ruhig.
Nachdenklich betrachte ich sie von der Seite. Ich kenne sie, schon länger, einige Jahre und dennoch habe ich manchmal das Gefühl, nicht alles von ihr zu wissen.
In seltenen Fällen denke ich das auch bei Skye. In den Momenten, in denen ihre Fröhlichkeit nur aufgesetzt ist und ich weiß, dass sie irgendetwas bedrückt, herunterzieht.
Wir tragen alle unser Päckchen mit uns herum, schätze ich.
Irgendwann spät nachts fallen wir alle vollkommen erschöpft ins Bett.
Erschöpft, aber glücklich. Zumindest ich für meinen Teil.
Manchmal müssen einem die schönen Dinge im Leben auch erst wieder vor Augen geführt werden, damit man realisiert, dass man sie besitzt. Und sie wertvoll sind, so wertvoll.
Wir haben unzählige Filme geguckt, unendlich lange geredet.
Ganz normale Dinge.
Um vier Uhr nachts schließe ich meine Augen, drifte in einen ruhigen Schlaf ab.
Noch habe ich lange nicht alles geschafft, nicht alles überwunden, aber ich sehe positiv.
Die Flamme der Hoffnung flackert stärker mit all dem Gegenwind, aber ist noch lange nicht ausgegangen.
Wir schlafen alle drei ewig, bis in den Mittag hinein. Aber das ist bei mir sowieso Alltag gewesen in den Ferien – und heute ist der letzte Tag, bevor morgen wieder Montag ist und alles weitergeht. Als wäre nichts gewesen.
Als Ginger kurz im Bad verschwindet, stupst mich Skye an.
„Du hast nichts von Harry oder Zayn erzählt“, neugierig blickt sie mich an.
Ich seufze.
Und habe das Gefühl, dass mit jedem Seufzen ein Stück Fröhlichkeit verloren geht.
„Ich weiß es einfach nicht“, erkläre ich.
„Was weißt du nicht?“, fragt Skye verwirrt.
„Was ich über sie denke, was ich fühle, es ist alles so… gegensätzlich“, versuche ich es ihr begreiflich zu machen.
Kurz scheint sie abwesend, selbst über etwas nachzudenken.
„Ich weiß, was du meinst“, antwortet sie, lächelt leicht.
„Aber ich habe das Gefühl, dass sie dir gut tun“, meint Skye.
Ich zucke mit den Schultern, verberge meine Verlegenheit.
Vielleicht hat sie Recht.
Aber sie tun mir nicht nur gut – das ist oft genug bewiesen worden.
Und da ist noch so viel, das ich nicht weiß.
Aber die hartnäckigste Frage, die ermüdendste, die schwierigste, ist: Harry oder Zayn?
Ich schüttele den Kopf. Ich kann es nicht entscheiden, selbst wenn ich wollen würde.
Und auch das lässt mich schlecht fühlen – ich halte sie hin. Ich fühle mich, als würde ich mit ihnen spielen.
So viele Dinge deuten zu Harry, so viele zu Zayn.
Allerdings: Will ich mich tatsächlich auf irgendetwas einlassen?
Solche Antworten kommen einem nicht durch Nachdenken, sie fliegen uns irgendwann zu und lassen uns wissen, was unser Innerstes tatsächlich möchte.
Darauf muss ich vertrauen.
Am Abend, nachdem ich schon längere Zeit zuhause angekommen bin, liege ich nur in meinem Bett, starre die Decke an. Das scheint eine meiner neuen Lieblingsbeschäftigungen zu werden. Es eignet sich gut zum Nachdenken, auch wenn ich das gerne mal abstellen würde.
Diese Ferien sind wie ein neues Leben gewesen. Und jetzt einfach wieder zur Schule zurückzukehren, fühlt sich absolut seltsam an.
Ich muss an die erste Nacht zurückdenken, in der Harry hier neben mir geschlafen hat.
Da bin ich noch vollkommen verängstigt gewesen – und jetzt habe ich ihn freiwillig geküsst.
Ich habe gedacht, dass er vielleicht einfach nur geliebt werden möchte.
So wie er Sienna geliebt hat.
Doch sie hat das nicht erwidert.
Vielleicht ist er deswegen so besitzergreifend.
Als ich weiter darüber nachdenke, komme ich zu einem Entschluss und ich bin mir recht sicher, dass es stimmt. Nicht, weil ich so viele Jahre hinter mir habe oder unendlich viel Lebenserfahrung habe.
Sondern weil mich diese letzten Wochen das gelehrt haben.
Letztendlich möchte doch jeder einfach nur geliebt werden. Einige finden diese Liebe nie, finden nicht genug. Denn es ist schwierig, nicht leicht sie zu halten, wenn man sie einmal besitzt.
Sie ist wie ein Feuer. Es braucht Sauerstoff und Brennstoff, um zu existieren. Und wenn der Regen fällt, geht sie aus, lässt nur ihre verbrannte Asche und dich frierend, alleine zurück.
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Toxic Love (Harry Styles/Zayn Malik FF; AU)
Fanfiction~ Der Wald ist dunkel, voller Gefahren. Du solltest nachts nicht mehr dort herumirren. Aber ich bin froh, dass du es tust. Froh, dich gefunden zu haben. Deine blasse Haut leuchtet fast gespenstisch aus der Schwärze hervor. Du hast Angst, aber du ges...
