Hallo! :)
Frohes neues Jahr an alle! :D
Danke für eure Votes & Kommentare, es freut mich immer noch total! :)
Viel Spaß mit Part 68. <3
Part 68 – Annihilation
(dt. Zerstörung)
Es ist unglaublich, wie viel man mit Worten aufbauen kann. Und wie viel Zerstörung man bringen kann. Du kannst töten mit Worten.
Ich verstehe es anfangs nicht. Weiß nicht, worauf er hinauswill. Bis es nach einigen Sekunden „klick“ macht. Zwar habe ich noch nicht alles aufgedeckt, aber es macht alles plötzlich noch viel mehr Sinn.
Ich starre Zayn entsetzt an, möchte es nicht hören, aber natürlich fängt er an zu erzählen.
„Sienna hat ihn nicht geliebt. Weißt du wieso? Weil sie mich geliebt hat. Weil sie mit mir zusammen war. Und an diesem verfluchten Tag“, ich sehe wie ihm eine Träne die Wange hinunter rinnt, „an diesem verfluchten Tag, ist sie mit ihm mitgefahren. Wegen seinem Geburtstag. Wir haben uns gestritten, weil ich nicht wollte, dass sie alleine mit ihm mitfährt. Ich habe Harry noch nie vertraut. Wer weiß, was er vorhatte?“ Zayn macht eine Pause, atmet tief durch.
„Wir haben uns gestritten, bis sie ins Auto eingestiegen ist. Die letzten Worte, die ich jemals von ihr gehört habe, waren genau die Gleichen, die du zu mir bei Skye gesagt hast.“
Es klingelt in meinen Ohren. Gedanken wirbeln durch meinen Kopf. Alles dreht sich und ist dennoch unfassbar ausbalanciert.
Du kannst nicht immer für mich entscheiden, Zayn. Immer wieder, immer lauter dröhnt es in meinem Kopf.
Ich weiß jetzt Bescheid. Verstehe, wieso Harry und Zayn sich so hassen.
Und ich kann ihm nicht weiter zuhören. Deshalb reiße ich die Tür auf und renne los.
Kann Zayn nicht länger ins Gesicht sehen.
Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll.
Ich glaube, er läuft mir hinterher, aber ich bin mir nicht sicher.
Ich presche durch die Flure, in der Hoffnung die Eingangstür zu finden.
Ich reiße eine Tür auf und sehe mich dem Wald entgegen. Es ist eine Hintertür gewesen.
Ohne weiter nachzudenken, schlage ich sie hinter mir zu und renne weiter.
In den dunklen Wald hinein. Zweige, die mir gegens Gesicht peitschen, sind mir egal.
Steine, über die ich stolpere, hindern mich nicht an meinem Lauf.
Du kannst rennen, schreien oder es sogar ignorieren, aber es weicht nicht von dir, haftet an dir, lässt dich nicht los. Hat sich eingenistet, nimm dich in Beschlag. Langsam, schleichend, aber irgendwann ganz.
Die Gewissheit hat mich eingenommen und ich entkomme ihr nicht.
Dennoch laufe ich weiter. Ich weiß nicht, was ich mir davon erhoffe.
Zayn ist mit Sienna zusammen gewesen, aber Harry hat sie geliebt.
Zayn und Sienna haben sich gestritten, sie ist mit Harry weggefahren.
Und dann ist sie gestorben.
Beide, Zayn und Harry, geben Harry die Schuld.
Er ist nicht schuld, aber weder Zayn, noch Harry sehen das.
Und ich weiß nicht, mit wem ich mehr Mitleid haben soll.
Die rote Rose an Siennas Grab blitzt vor meinem inneren Auge auf.
Vielleicht hat Zayn sie dort hingelegt.
Allmählich werde ich langsamer und ich stütze mich wenig später keuchend auf meinen Knien ab.
Ich hab keine Ahnung, wo ich mich gerade befinde.
Die Dunkelheit rückt von allen Seiten näher, drängt mich zu ersticken.
Ich habe gedacht, ich habe keine Angst mehr vor ihr.
Aber sie hat sich wieder erhoben, denn ich habe erkannt, dass es oft zu spät ist, bevor man sieht, was tatsächlich in ihr lauert.
Endlich verstehe ich die beiden. Endlich sehe ich dahinter. Aber trotzdem ist nichts klarer.
Ich gehe ein paar Schritte weiter, reibe über meine Arme.
Ich bin gerannt, aber die Kälte beißt sich trotzdem langsam, aber sicher in meine Haut.
Ich stocke. Wenn ich jetzt weitergehe, verirre ich mich unter Umständen nur noch mehr.
Wieso bin ich auch losgerannt?
Weil ich dort raus musste, Zayn nicht länger in sein schmerzverzerrtes Gesicht blicken konnte.
Ich möchte sogar sauer auf Harry sein, ihm die Schuld daran geben, dass er mir nicht von Zayns Beziehung zu Sienna gesagt hat. Andererseits hat er es einfach nur verschwiegen, nicht darüber gelogen.
Vielleicht ist es das Beste, wenn ich mich tatsächlich von ihnen abwende.
Es reißt die beiden so sehr auseinander. Die Geschichte wird ja geradezu wiederholt.
Auch wenn ich sehr hoffe, dass ich nicht bei einem Autounfall ums Leben komme.
Ich stoße zitternd meinen Atem aus.
Nicht nur wegen der Kälte, auch aus Angst.
Ich bin ganz allein im Wald, wahrscheinlich so tief drinnen, wie nur irgendwie möglich.
Vielleicht hätten Skye, Ginger und ich an diesem einen Abend fast ihr Lager entdeckt. Vielleicht sind sie uns deswegen entgegengekommen. Damit sie uns davon fernhalten.
Aber all das ist jetzt sowieso egal, wenn ich nicht langsam entscheide, was ich tun soll.
Und da höre ich die raschelnden Zweige.
Abrupt drehe ich mich um, rechne damit Zayn zu sehen.
Doch der Mann vor mir ist mir vollkommen unbekannt. Er scheint älter, vielleicht Ende zwanzig.
Und in seiner Hand, die vollkommen ruhig und sicher ist, ist die Pistole. Direkt auf mich gerichtet.
Habe ich Todesangst? Ich weiß es nicht.
Das Gefühl ist seltsam: ein bisschen wie seichtes Treiben im Wasser. Nur, dass ich erwarte, jederzeit hinunter gezogen zu werden.
Ich öffne den Mund. Vielleicht um zu schreien. Schließe ihn dann aber wieder.
Es würde mir nicht helfen.
Ich bete, dass der Mann zur Gang gehört, vielleicht irgendwie von mir gehört hat. Mich vielleicht sogar suchen sollte.
„Ich…“, fange ich an, aber der Mann herrscht mich an: „Klappe.“
„Hast du hier rumgeschnüffelt?“, fragt er, immer noch seine Waffe auf mich richtend. Schnell schüttele ich den Kopf.
„Ach ja? Und was machst du dann hier draußen?“, er kommt einen Schritt näher.
„Harry hat mich hergebracht“, beteuere ich, meine Hände ballen sich unkontrollierbar zu Fäusten, hängen angespannt an meinen Seiten herab.
Der Mann grinst humorlos.
Und schießt.
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Toxic Love (Harry Styles/Zayn Malik FF; AU)
Fanfiction~ Der Wald ist dunkel, voller Gefahren. Du solltest nachts nicht mehr dort herumirren. Aber ich bin froh, dass du es tust. Froh, dich gefunden zu haben. Deine blasse Haut leuchtet fast gespenstisch aus der Schwärze hervor. Du hast Angst, aber du ges...
