Part 67 - Drawn pain

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Hallo! :)

Der letzte Part für dieses Jahr. Der nächste kommt voraussichtlich am 02.01./03.01.14. :)

Deshalb wünsch ich euch schon mal einen guten Rutsch! <3

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber für mich war 2013 nicht besonders gut. Deswegen, für jeden, dem es genauso geht, hoffe ich, dass 2014 besser wird. :)

Und jetzt viel Spaß. <3

Part 67 – Drawn pain

(dt. gezeichneter Schmerz)

Danach wird es wieder still im Zimmer.

Es ist wie die Ruhe vor dem Sturm, denn plötzlich wird die Tür aufgerissen.

Und ein mittlerweile wieder bekleideter Zayn steht dort.

„Harry war vorhin schon sehr erfreut dich zu sehen, Zayn“, sagt Niall herablassend.

Zayn verdreht die Augen. „Halt die Fresse, Horan.“

Dann suchen seine Augen meine. „Kommst du?“

Seine Stimme ist einladend, aber dennoch auffordernd.

Stirnrunzelnd stehe ich auf, werfe Niall noch einen Blick zu und murmele: „Bis dann.“

Er nickt mir zu, ignoriert uns dann beide weiter.

Zayn wartet, bis ich bei ihm bin, legt dann seine Hand auf meinen Rücken, führt mich hinaus und schließt die Tür.

Sofort durchströmt mich wieder diese Energie, rüttelt mich geradezu wach.

Es ist dunkel im Gang, denn er liegt zwischen lauter Zimmern, sodass sich hier keinerlei Fenster befinden.

„Hier lang“, Zayns Atem streift gegen mein Ohr, als er mich durch die Flure führt.

Seine Hand verlässt nie meinen Rücken, mal presst er sie drängender dagegen, mal leichter.

Irgendwann kommen wir bei einer weiteren Tür an, welche Zayn öffnet.

Ein Zimmer enthüllt.

Seins vielleicht. Es ist recht schlicht.

Der gleiche dunkle Boden, die gleichen braunen Wände.

Ein großes Bett steht an der einen Wand, ein Schrank und ein Tisch mit einem Stuhl an der anderen.

Das Zimmer gibt keinerlei Auskunft auf den Besitzer.

„Das hast du wohl nicht erwartet, was?“, schmunzelt Zayn, schiebt mich hinein und schließt die Tür hinter uns.

„Ehrlich gesagt, nicht“, gebe ich zu.

Wahrscheinlich ein bisschen mehr Chaos, ein paar mehr persönlichere Dinge.

Das einzige, was mir auffällt sind Dutzende an Blättern auf dem Tisch.

Ich trete näher, sehe fein geschwungene Linien und einen Bleistift auf einem der Papiere.

„Du zeichnest?“, frage ich erstaunt.

Zayn kommt ebenfalls näher und als ich mich umdrehe, nickt er.

Ich schaue aus dem Fenster und sehe, dass es inzwischen dunkel geworden ist. Wie spät ist es wohl inzwischen? Um halb Sechs hat mich Harry abgeholt – jetzt ist es vielleicht Sieben.

Mir fällt ein, dass meine Tasche noch in Harrys Auto liegt. Aber das macht wohl nichts. Ich hoffe zumindest, dass er mich dann zurück zu Ginger fährt und ich nicht alleine durch den Wald geistern muss.

Ich trete zurück und pralle gegen Zayn.

Es kommt ein bisschen überraschend und ich merke, wie ich automatisch wieder rot werde.

„Tschuldigung“, murmele ich, möchte einen Schritt zur Seite machen, doch Zayn hält mich fest.

„Wieso denkst du wohl, wollte ich alleine mit dir auf mein Zimmer?“, flüstert er mir verführerisch ins Ohr.

Seine Hände liegen auf meinen Hüften, bestimmend drückt er mich an sich.

Ich fühle mich wie erstarrt.

Es ist einfach nur pure Ahnungslosigkeit: Was soll ich tun? Ihn davon abhalten? Oder?

Die Stoppeln auf seiner Wange kitzeln meine Haut, als er leise gegen mein Ohr ausatmet.

Seine rechte Hand gleitet runter, streicht an der Außenseite meines Oberschenkels entlang. Als würde er mit einer Fackel darüber streichen, jede Stelle brennt nach.

„Zayn, was…“, ich werde unterbrochen durch einen Finger, den er gegen meinen Mund drückt.

„Du hast ja gar nicht meine Kette an“, stellt er fest, hält mich nun wieder mit beiden Händen an meiner Hüfte fest.

Darauf kann ich nichts erwidern, denn er hat ja Recht. Ich habe sie ehrlich gesagt einfach vergessen. Er hat sie mir geschenkt, bevor mein Großvater gestorben ist. Natürlich habe ich über andere Dinge nachgedacht.

„Aber macht auch nichts. Vielleicht probiere ich einfach mal Harrys Methode aus“, ich spüre wie seine Lippen über meinen Nacken streifen, hoch zu meinem Ohr und dann weiter runter zu meinem Schlüsselbein.

Mein Atem beschleunigt sich, mein Herz klopft überall nach. Und besonders in meinem Kopf.

Harrys Methode – noch während ich darüber nachdenke, entschlüpft mir schon ein Laut des kurzen Erschreckens, als er seine Lippen drängender gegen meinen Hals presst und anfängt das Blut an die Oberfläche zu saugen.

„Zayn“, jetzt wehre ich mich doch. Irgendetwas in mir drin ruft einfach nur „stopp“.

Aber sein Griff wird im Gegenteil noch fester und bevor ich es richtig realisiere, hat er mich aufs Bett gedrückt, kauert über mir.

Seine Augen, die jetzt wieder so viel dunkler erscheinen.

„Hör auf“, sage ich überraschend stark.

„Hast du denn gar kein Mitgefühl mit Harry?“, füge ich dann noch hinzu.

Zayn stoppt abrupt und sieht mich aus zusammengekniffenen Augen an.

„Was?“

„Du hast gesagt, du lässt mich freiwillig entscheiden. Und dann machst du sowas und… ich kann das einfach nicht“, ich rede darauf los.

„Was hat das mit Harry zutun?“, entgegnet Zayn ärgerlich.

„Verstehst du denn nicht, wieso er sich so verhält?“, frage ich, werde leiser, „Ich weiß nicht, ob du davon weißt, aber er hat das Mädchen, das er liebt, vor zwei Jahren verloren. Solche Menschen werden automatisch besitzergreifender.“

Ich bete, dass Harry mich nachher nicht dafür umbringt, dass ich von Sienna erzählt habe.

Zayn steht langsam auf, lässt mich nicht aus den Augen und ich richte mich verwirrt auf.

Er blinzelt kurz und als er dann die Augenlider aufschlägt, sehe ich all das wieder, was er vor drei Wochen schon einmal gezeigt hat. Auf Skyes Feier. Diesen Schmerzen, diesen gebrochenen Jungen, der sich von irgendetwas erholen muss, aber es nicht wirklich kann.

Seine Stimme ist anklagend, rau, leise. Und kraftlos, so kraftlos, dass ich das Gefühl, es schwebe ein Blatt zu Boden, als er beginnt zu sprechen.

„Denkst du wirklich, er ist der Einzige?“

Toxic Love (Harry Styles/Zayn Malik FF; AU)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt