Ich hatte einen wunderschönen Traum.
Ich ging am Strand vor unserem Haus in Frankreich spazieren. Die Sonne schien und wärmte mich. Ich konnte die Hitze auf meiner sonnengebräunten Haut spüren. Ein leichtes Lüftchen wehte vom Meer herüber und verfing sich in meinen Haaren. Das Meer, mein heißgeliebtes Meer. Wie sehr ich es doch vermisst hatte und endlich war ich wieder hier. Ich liebte diesen salzigen Duft und das Gefühl des Sandes unter meinen Füßen. Die Wellen rauschten an den Strand. Ich liebte dieses Geräusch. Mein Wiegenlied, das mich so lange im Schlaf begleitet hatte.
Wie sehr mir das doch alles fehlte. Wieso nur hatten meine Eltern mich unbedingt dazu zwingen müssen, mit ihnen umzuziehen? Ich hatte hier alles und in England nichts. In England hatten mich bisher nur Schmerzen und Qualen erwartet. Doch jetzt, hier in meinem Traum, waren sie vergessen. Ich war nur Mimi. Die Mimi, die ich mochte und die ich eigentlich auch war.
Plötzlich ertönte hinter mir ein Bellen. Ich drehte mich um und sah meinen bildschönen weißen Schäferhund mit den blauen Augen auf mich zulaufen. Auch er genoss es, wieder hier zu sein. Das sah man ihm deutlich an. Er stürmte ausgelassen auf mich zu, so wie er es als Welpe immer getan hatte. Ich ging in die Hocke, breitete die Arme aus und wartete, dass Filou hinein sprang, wie er es sonst immer tat.
„Komm her, mein Großer", rief ich ihm entgegen.
Doch Filou ignorierte mich und rannte an mir vorbei. Hääää? Was war das denn jetzt? Das hatte er doch noch nie getan. Was war nur los mit ihm?
Ich stand auf, drehte mich um und sah ihm hinterher. Er war auf eine Person zugelaufen, die auch am Strand war. Es war ein junger Mann mit schwarzen Haaren und er trug eine weiße Leinenhose und ein weißes, luftiges Hemd. Ich bedeckte meine Augen mit der Hand, um besser sehen zu können, wer es war. Filou sprang immer wieder an ihm hoch und wedelte wie verrückt mit dem Schwanz. Da wandte sich der Mann mir zu. Wir waren in etwa fünfzig Meter voneinander entfernt und doch sah ich, dass er lächelte. Er breitete die Arme aus, als würde er mich erwarten.
„Mimi", rief er laut.
Ich erkannte die Stimme, doch ich war mir nicht hunderprozentig sicher, ob er es wirklich war.
„Ich bin hier, Mimi!"
„Sev... Severus?"
„Ja, meine Liebe. Ich bin es und ich bin hier. Nur für Dich!"
Das konnte nicht sein. Was wollte er denn hier? Und wieso war er so gekleidet? Normalerweise trug er doch nur überwiegend schwarz. Doch das helle stand ihm, gar keine Frage. Auch seine Haut war von der Sonne gebräunt und noch immer stand er da und wartete auf mich.
„Marie Lucie Duchesse", schrie er auf einmal noch lauter. „Ich bin hier für Dich, Liebe meines Lebens!"
Hatte er das gerade wirklich gesagt? Ich traute meinen Ohren kaum.
Dann fing er an zu laufen. Er kam auf mich zu gerannt. Ach, scheiß doch drauf, Mimi. Genieße einfach nur den Augenblick.
„Severus", rief nun auch ich und stürmte los.
Ich lief so schnell, wie mich meine Füße trugen, doch es ging mir noch nicht schnell genug. Ich steigerte das Tempo und auf etwa halber Strecke traf ich auf Severus. Ich fiel ihm um den Hals und drückte ihn fest an mich.
„Es geht Dir gut", flüsterte ich. „Dir ist nichts passiert. Und Du bist hier."
„Ich werde immer hier sein, Mimi. Nur für Dich. Ich kann Dich einfach nicht gehen lassen."
Dann umfasste er zärtlich mein Kinn und legte seine Lippen sanft auf meine. Zuerst nur ganz leicht, dann löste er sich von mir um mir tief in die Augen zu sehen.
„Es wird nie eine andere für mich geben, Mimi", hauchte er. „Du bist mein Ein und Alles."
„Oh, Severus!"
Eine Träne lief mir die Wange hinab. In diesem Moment war ich der glücklichste Mensch auf Erden. Ich war hier, am wohl schönsten Ort der Welt und ich war hier mit dem Mann, in den ich mich verliebt hatte. Konnte es denn etwas schöneres geben?
Doch weiter kam ich nicht, denn Severus wischte mir zuerst die Träne weg, legte dann erneut die Lippen auf meinen Mund und küsste mich noch einmal. Leidenschaftlicher diesmal. Er zwang meine Lippen mit seinen auseinander und stöhnte leicht in meinen Mund hinein. Dann ließ er sanft seine Zunge heraus gleiten und streichelte damit sanft über die meine. Es war wunderschön. Ich hatte nie gedacht, dass es sich so anfühlen würde. So zärtlich, so... gut. Ganz automatisch glitten meine Hände zu seinem Haar, fuhren hinein und zogen ihn noch näher an mich heran. Ich wollte ihn ganz nah an mir spüren, so nah, wie es überhaupt ging. Ich wollte seinen Körper an meinem spüren. Wollte quasi eins mit ihm sein.
Ich konnte nicht sagen, wie lange dieser Kuss dauerte. Ich spürte nur noch Severus' Hände auf meinem Körper. Sie streichelten mich überall, wo sie hin kamen. Zuerst an den Wangen, dann im Nacken. Schließlich fuhren sie nach unten, über meinen Rücken bis hin zu meinem Hintern. Dort ruhten sie eine ganze Weile. Da packte mein Liebster auf einmal zu und presste mich fest an seinen Unterleib. Ich konnte deutlich seine Erregung durch den zarten Stoff der Hose spüren. Ja, Severus Snape, meine liebe Fledermaus, begehrte mich, das hübsche, aber unscheinbare Mädchen aus Frankreich. Ich wollte mehr, jetzt, gleich, sofort. Noch nie hatte ich mich so erregt gefühlt. Ich spürte deutlich dieses Ziehen im Unterleib, von dem ich schon so oft gelesen hatte und ich fühlte auch, wie ich langsam aber sicher ziemlich feucht wurde. Oh ja, es fühlte sich ja so gut an. Ich hatte das nie für möglich gehalten, dass es so sein würde.
Nach einer halben Ewigkeit löste sich Severus kurz von mir. Ich wollte es nicht, hielt ihn aber auch nicht auf, da er mich immer noch fest umschlungen hatte. Mein Atem ging ziemlich heftig, doch es war mir überhaupt nicht peinlich.
„Ich liebe Dich, Mimi", flüsterte Severus, streichelte meine Wange und sah mir tief in die Augen. „Jetzt und für immer."
„Ich liebe Dich auch, Severus Snape", gab ich zurück.
Dann legten sich seine Lippen auch schon wieder sanft auf meine.
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Come fly with me loving bat
FanfictionMimi ist gerade 16 geworden, als sie mit ihren Eltern von der wunderschönen Cote d'Azur in das regnerische England zieht. Das bedeutet für sie nicht nur ein neues Zuhause, sondern auch eine neue Schule. Dort kommt sie soweit auch ganz gut klar, auße...
