Ich will auch!

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Ich kann nicht sagen, wie lange ich so da gelegen hatte. Ich gab mich einfach so meinen Qualen hin, dass mir all das genommen wurde, auf das ich mich so sehr gefreut hatte. Und das nur wegen einer dummen, blöden, egoistischen Kuh! Die wenn ich erwische, dann mache ich sie kalt, das schwöre ich.
Da leckte mir auf einmal etwas nasses über die Hand. Ich erschrak beinahe zu Tode und sprang in eine sitzende Position, aber es war nur Filou, der mich anscheinend abgeschleckt hatte. Schnell wischte ich mir die Tränen von den Wangen, denn er sollte einfach nicht sehen, dass ich noch mehr geweint hatte. Das würde mir vielleicht nur wieder Ärger einbringen und den konnte ich jetzt einfach nicht ertragen.
„Und", fragte ich schniefend. Ich klang so, als hätte ich eine dicke Erkältung. „War er da?"
„Oh ja, das war er", gab Filou zurück.
„Wieso, was ist denn passiert?"
„Sei froh, dass Du nicht hingegangen bist, denn kaum hatte ich den Raum betreten, da hat er auch schon angefangen zu toben, obwohl er mich noch gar nicht gesehen hat.
'Sag mal, hast Du denn gar keine Uhr', hat er gebrüllt. 'Ich habe mir tierische Sorgen gemacht. (Das war ja so was von klar gewesen!) Was Dir alles hätte passieren können. (Typisch Severus halt!) Wo, zur Hölle, warst Du, Marie?'
Dann hat er sich umgedreht und ganz schön böse drein geschaut. Da habe sogar ich eine Gänsehaut bekommen und das will schon war heißen. Für das Gesicht, das er dann gemacht hat, als er mich gesehen hat, hätte ich wirklich alles gegeben. So blöd, das kann ich gar nicht beschreiben. So richtig verdattert. Zum Brüllen, wirklich. Aber dann war er wieder ganz schnell oben auf und hat sich vor Sorgen beinahe überschlagen.
'Filou, was ist passiert', wollte er von mir wissen. 'Ist irgendetwas mit Mimi?'
Er hat mir richtig leid getan. Ich bin dann zu ihm hin und er hat mir den Brief abgenommen. Ich habe sogar noch ein Leckerli bekommen. Langsam wird er mir echt sympatisch."
Das war ja so logisch. Kaum gab man Filou etwas zu Fressen, da fraß er einem auch schon aus der Hand. Wobei es bei Severus doch ziemlich lange gedauert hatte.
„Und dann, Filou", fragte ich ihn. „Hat er noch irgendetwas gesagt oder hat er Dir vielleicht eine Nachricht mit gegeben?"
„Nein, er hat mich einfach so stehen lassen und ist weg gelaufen, aber ich bin ihm hinterher gerannt. Tja, und hier bin ich."
„Und was ist mit Severus? Wo ist er hin?"
Ich konnte mir nicht vorstellen, das er das alles einfach so hin nahm. Dazu war ich ihm viel zu wichtig. Glaubte ich zumindest.
„Das musst Du schon selber herausfinden."
„Was soll denn das jetzt heißen?"
„Ich habe ihm versprochen, nichts zu sagen."
„Und das machst Du? Ich kann's gar nicht glauben. Seid ihr jetzt neuestens das Dreamteam oder was? Du bist nun schon seit vier Jahren bei mir. Vergiss das nicht!"
„Aber, Mimi, er hat mich doch bestochen! Er hat mir eine ganze Tüte von diesen leckeren Speckstreifen gegeben, die ich so liebe. Wie hätte ich da Nein sagen sollen?"
„Sonst bist Du doch da auch mehr als nur gut drin. Und vergiss nicht, wer Dir ständig Dein Futter gibt!"
„Du meinst Hagrid? Was hat der denn jetzt damit zu tun?"
„Ich meinte mich! Sag mal, tust Du nur so blöd oder bist Du es? Und wieso füttert Dich Hagrid? Ich gebe Dir doch in der Früh und am Abend eine riesige Dose und auch noch Trockenfutter."
„Oh, verdammt, das sollte ich ja eigentlich nicht verraten."
„Deswegen bist Du auch so fett geworden!"
„Ich bin überhaupt nicht fett!"
„Na, aber Du hast mindestens drei Kilo zugenommen seit wir hier sind. Ist ja auch egal jetzt. Wenn das Argument mit dem Futter eben nicht zieht, dann denk an Deine Eier. Darüber bin ich immer noch die Herrin."
„Das hättest Du wohl gern."
„Was eine Kastration angeht bin ich das, ob Du willst oder nicht. Also, wo ist Severus jetzt?"
„Nein, ich sage keinen Ton, sonst gibt er mir nie wieder etwas."
„Schnipp schnapp, Filou!"
„Also schön, Du hast gewonnen, aber nur dieses eine Mal. Und wehe, Du sagst es ihm, dass Du es von mir hast. Dann kann ich nämlich meine Leckerchen vergessen. Er ist vor dem Gryffindorturm. Oder besser gesagt, er versteckt sich an der Ecke. Er hat mich angefleht, Dich nach unten zu lotsen, indem ich Dir sage, dass ich noch einmal nach draußen musst."
„Das hätte ich mir ja gleich denken können. Der Kerl gibt wohl nie auf."
„Er will Dich doch nur trösten, Mimi!"
„Ja, ja, ich weiß. Also gehen wir dann? Ich kann das ohnehin nicht aufschieben, weil Dir Sev mit Sicherheit aufgetragen hat, mich nach unten zu schleifen, wenn ich mich weigere, richtig?"
„Absolut korrekt."
„Also, kommst Du dann?"
„Bin schon unterwegs. Aber ich sage Dir gleich, dass ich mich verpissen werde, sobald er bei Dir ist."
„Ist okay. Das ganze geht Dich nämlich überhaupt nichts an."

Come fly with me loving batGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt