Raus mit diesem ganzen Mist

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Ich blieb noch zwei weitere Tage im Krankenflügel und dabei musste ich noch jede Menge Anschiss ertragen.
Zuerst kam McGonagall und brüllte mich nieder. Sie meinte, wie enttäuscht sie doch von mir sei und dass sie wesentlich mehr Vernunft von mir erwartet hätte. Ha, der war gut. Ich und vernünftig? Im Leben nicht. Ich versuchte zwar, mich heraus zu reden, in dem ich meinte, ich sei meinen Pflichten als Vertrauensschülerin nachgegangen, aber das brachte alles nichts. McGonagll wollte das nicht hören.
„Sie hätten trotzdem schon im Gryffindorturm sein sollen", schrie sie mich an. „Und selbst wenn sie sich aufgrund ihrer Nachhilfestunde verspätet haben, - was ich Ihnen keinesfalls abnehme, Miss Duchesse - so frage ich mich doch, warum sie nicht einen der Lehrer informiert haben. Meine Räumlichkeiten befanden sich nur ein Stockwerk höher und ich hatte sowieso Dienst. Sie hätten mir auch ihren Patronus schicken können. Und reden Sie sich jetzt nicht heraus, Mädchen, ich weiß genau, dass sie das können. Professor Taylor hat mich diesbezüglich informiert." Mieser Verräter!
Und dann folgte die Strafe: 50 Punkte Abzug im Häuserwettkampf für Gryffindor und eine Woche Nachsitzen bei McGonagall, beginnend am Montag. Aua, das tat weh. So war ich noch nie bestraft worden. Das schlimmste, was ich je machen musste, war einmal Nachsitzen in Beauxbatons, nachdem ich einem Kerl, der mich angegrapscht hatte, eine gescheuert hatte. Ich hoffte nur, dass McGonagall meine Eltern nicht benachrichtigen würde. Mein Vater würde mich umbringen. Oder mir wirklich den Hintern so dermaßen versohlen, dass ich vier Wochen lang nicht mehr sitzen konnte.
Als nächstes kam Lilly. Sie kam noch am Donnerstag und wusch mir gewaltig den Kopf.
„Bist Du eigentlich komplett bescheuert, Marie Duchesse", brüllte sie mich an. „Wie bist Du nur auf diese bescheuerte Idee gekommen? Du kannst doch nicht einfach alleine vier Jungs hinterher laufen. Wer weiß, was sie mit Dir hätten anstellen können?! Du hättest wirklich draufgehen können!"
„Jaah, ich weiß", stöhnte ich mittlerweile genervt auf.
Mussten sie mir das denn alle unter die Nase reiben? Ich wusste selbst, dass ich Mist gebaut hatte. Böse, böse Mimi. Das gibt Haue auf die Finger. Als wie wenn die alle so brav wären. Im Leben nicht! Ich war immerhin nicht diejenige, die sich heimlich in der Nacht aus dem Schloss schlich. Remus mochte vielleicht die Erlaubnis haben, aber die anderen drei mit Sicherheit nicht. Und wer wusste schon so genau, was Lilly mit Severus getrieben hatte, als sie zusammen gewesen war. Au, allein der Gedanke daran tat weh! Sie hatte doch auch gemeint, dass sie mindestens eine Nacht in einem leeren Klassenzimmer verbracht hatten. Das war doch auch nicht erlaubt, oder? Und ich hatte McGonagall nicht angelogen, als ich ihr gesagt hatte, dass ich meinen Pflichten als Vertrauensschülerin nachgegangen war. Gut, das war nicht der ausschlaggebende Punkt gewesen. Aber so im Nachhinein betrachtet...
Ach komm schon, Mimi, wem machst Du was vor? Du warst neugierig wie eh und je und hattest dabei leider das Pech, dich erwischen zu lassen. Shit happens! Aber ich würde meine Strafe ertragen wie ein Mann, äh, wie eine Frau!
Lilly schimpfte noch stundenlang mit mir, bis schließlich Madam Pomfrey kam und sie hinaus schmiss. Dabei hätte ich meine Freundin doch so gern gefragt, was zwischen ihr und James lief. Oder ob sie Severus beim Essen gesehen hatte. Nein, diese Frage würde ich ihr definitiv nicht stellen. Ich musste einfach lernen, ohne Severus zu leben. Ich wollte mehr als nur eine normale Freundschaft, wie er sie im Sinn zu haben schien. Doch mir war das nicht genug. Und außerdem hatte er schon wieder Scheiße gebaut. Nein, WENN ich ihm wichtig war, dann musste er den ersten Schritt machen und nicht ich. Ansonsten wäre er für mich gestorben.
Und wenn wir schon bei ihm sind: er hielt es nicht mal für notwendig, bei mir vorbei zu schauen. Ich wartete stundenlang in meinem Krankenhausbett und betete, dass er auftauchen würde. Aber Pustekuchen! Der feine Mister Snape, oder besser, die biestige alte Fledermaus, hatte besseres zu tun, als mich zu besuchen. Vielleicht mit seinen ach so tollen Kumpels abhängen. Die waren ja so supertoll. Ha, von wegen „Ich kann mir ein Leben ohne Dich nicht mehr vorstellen!" Drauf geschissen, Alter. Schieb Dir das in Deinen blöden Hintern (Den ich trotzdem sehr sexy fand!)

Come fly with me loving batGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt