Merry Christmas

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Den Heiligabend verbrachte ich zusammen mit meinem Liebsten und Filou. Wir gingen ein wenig draußen spazieren, da heute endlich einmal ein besseres Wetter war wie in den Tagen zuvor. Es war zwar ziemlich kalt, aber immerhin schien die Sonne. Zu meiner großen Freude stellte ich fest, dass Severus und Filou sich jetzt anscheinend wirklich besser verstanden, denn sie tobten wie wild gemeinsam durch den Schnee. Halleluja, kann ich dazu nur sagen. Es war ziemlich lustig und wir hatten jede Menge Spaß. Filou hatte einen riesigen Stock gefunden und rannte mit ihm im Maul immer vorne weg. Severus rannte hinterher und versuchte ihn zu packen.
„Na komm schon, Bat Boy, hol ihn Dir doch", rief mein Hund immer wieder und klang dabei, als wäre er Sevs Herrchen. „Los, fang mich. Das machst Du fein, mein Lieber, ganz toll. Komm, Sevi, komm! Gutes Menschilein."
Währenddessen rief mein Liebster immer: „Na komm schon, Filou, mein Großer. Gib mir den Stock. Braver Hund!"
Für mich war das ziemlich witzig, denn ich konnte sie ja beide hören und ich machte mir beinahe in die Hose vor lauter Lachen. Wer dominiert jetzt hier wen, fragte ich mich unwillkürlich.
Nach über zwei Stunden gingen wir zurück ins Schloss, das jetzt total leer war und wie ausgestorben wirkte. Klar, es waren neben mir und Severus vielleicht gerade mal 10 andere Schüler in der Schule. Hinzu kamen Professor Dumbledore, Professor McGonagall, Professor Taylor und Professor Slughorn. Der Rest war ausgeflogen und in den Ferien. In Gryffindor war ich sogar die Einzige, die zurück geblieben war, alle anderen waren bei ihren Familien. Ich hatte mich gar nicht mehr von Lilly verabschieden können, eine Tatsache, die mir sehr weh tat. Nachdem ich gestern auf dem Ball aufgetaucht war, war sie verschwunden und als ich heute Morgen zurück in den Schlafsaal kam, war sie schon weg. Ich fand das wirklich schade, aber ich konnte es nicht ändern. Ich nahm mir vor, ihr einen Brief zu schreiben, wenn ich mal ein paar Minuten Zeit hatte. Außerdem musste ich ihr ja noch mein Weihnachtsgeschenk schicken. Ein T-Shirt, das meine Mum für sie angefertigt hatte. Lilly hatte mich immer für die Klamotten beneidet, die meine Mum machte. Ich weiß, ich war dieses Jahr vielleicht etwas einfallslos, aber seien wir doch einmal ehrlich: Es war schon praktisch, eine Mutter zu haben, die Schneiderin war. So konnte ich mir einen Haufen Kohle sparen, die ich sicher mal für was anderes gebrauchen konnte.
Severus und ich gingen nach dem Spaziergang mit Filou nach oben in den Raum der Wünsche und kuschelten uns auf ein Sofa vor dem Kamin, in dem ein gemütliches Feuer prasselte. Wir tranken eine ganze Kanne Glühwein, die uns zwar ein bisschen betüttelt aber auch herrlich warm machte. Dann schliefen wir eine Runde und wachten erst auf, als es schon bald Zeit war, zum Abendessen zu gehen. Heute gab es für die wenigen Zurückgebliebenen ein kleines Fest. Nichts großartiges, aber doch ein kleines Beisammensein. Heute hatte sogar Filou die Erlaubnis bekommen, mit uns in der Großen Halle zu essen. Normalerweise musste er das oben im Gryffindorturm tun, aber da heute Heiligabend war...
Ich verabschiedete mich schnell von meinem Liebsten um mich in meinem Schlafzimmer umzuziehen. Heute entschied ich mich vor ein rotes Strickkleid, das passte immerhin super zu Weihnachten. Aber ich achtete darauf, dass nichts weißes daran war, sonst hielt man mich am Ende noch für die Frau vom Weihnachtsmann und dem war ja nicht so. Ich war die Freundin einer Fledermaus, das war doch viel cooler.
Ich legte meinem Hund ein rotes Halsband um - wobei auch eine rote Nase witzig gewesen wäre, dann hätte er ausgesehen wie Rudolf das Rentier - und machte mich dann mit ihm auf den Weg nach unten.
Severus wartete bereits vor der Tür zur Großen Halle auf uns. Er trug eine schwarze Hose und ein weißes Hemd. Er strahlte mir entgegen.
„Wie kommt es, dass Du jeden Tag so umwerfend aussiehst", wollte er wissen und zog mich in eine leidenschaftliche Umarmung.
„Das liegt nur daran, dass ich viel Wert auf mein Äußeres lege", erwiderte ich und lächelte ihn an. „Aber trotzdem danke für das Kompliment."
„Das kann nicht nur daran liegen, Mimi. Du bist einfach die schönste Frau auf Gottes Erdboden."
„Du Schleimer!"
„Nein, ich schleime nicht. Ich sage die Wahrheit."
„Na, dann warte mal ab, bis Du mich in meinem Freizeitlook siehst. Da denkst Du sicher nicht mehr so von mir."
„Ich kann es kaum noch erwarten."
„Hey, ihr zwei Turteltauben", unterbrach uns Filou. „Könnt ihr nicht endlich mal mit diesem blöden Gebrabbel aufhören? Ich habe einen riesigen Kohldampf!"
„Filou, reiß Dich zusammen", zischte ich ihn an.
„Was will er denn", fragte Severus. Klar, er konnte ja nicht hören, was mein Hund zu mir sagte. Oh Mann, irgendwie ging es mir ein bisschen auf die Nerven, ständig den Übersetzer zu spielen.
„Er hat Hunger", antwortete ich deshalb in der abgeschwächten Form.
„Was auch sonst? Hat Dein Hund eigentlich auch was anderes im Kopf?"
„Allerdings", fuhr Filou wieder dazwischen. „Diese Hündin gestern, also ich muss schon sagen..."
„FILOU!" Keine Details über das Sexleben meines Hundes bitte!
„Was denn, ich wollte Dir doch nur erzählen, wie ich..."
Ah! Kopfkino, Kopfkino! Ich will das gar nicht hören. Lalalalalala!
„Mimi, meine Liebe, ist alles in Ordnung", wollte Severus erschrocken wissen. Klar, ich hatte mir ja auch gegen den Kopf geschlagen um diese blöden Bilder wieder los zu werden.
„Überhaupt nichts ist in Ordnung", meinte ich deshalb und schaute meinen weißen Schäferhund wütend an. „Filou will mir gerade von seiner neuesten Liebschaft erzählen. Also, Du weißt schon, wie er und diese Hündin.... Bah!"
Es schüttelte mich. Also, nicht dass ihr jetzt meint, ich bin frigide oder so, aber ich wollte nicht wirklich alles wissen, was mein Hund so tat. Nein, danke, ich verzichte.
„Ach, komm schon, Kleines, das ist doch ganz normal", versuchte Severus mich lächelnd zu beruhigen. „Wir tun es doch auch. Das ist die Natur. Außerdem, wer weiß, ob Filou überhaupt noch hoch kommt, so pummelig wie er in letzter Zeit geworden ist!"
„BITTEEEE", ertönte da ein Schrei von rechts. „Ich bin überhaupt nicht pummelig und wenn dann nur, weil ER mir ständig was zum Futtern gibt. Aber ich bin definitiv nicht dick. Das sollte er sich mal gleich merken. Wenn mir eine läufige Hündin über den Weg läuft, dann rammle ich sie bis ihr..."
„Schluss jetzt", rief ich dazwischen. Das wollte ich definitiv nicht hören. „Hört auf, euch gegenseitig zu ärgern, okay? Sonst gehe ich dazwischen und das wollt ihr nicht erleben. Also lasst uns jetzt endlich rein gehen. Nicht dass mein armes Hundi noch vom Fleisch fällt."
Ohne eine Antwort abzuwarten, ging ich den beiden voraus in die Große Halle.

Come fly with me loving batGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt