Entführung

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In den nächsten drei Tagen machten Severus und ich enorme Fortschritte. Wir hatten es geschafft, das Vampirgift in 137 Bestandteile zu zerlegen, die wir nun einzeln in kleinen Fläschchen, Phiolen et cetera aufbewahrten. Diese einzelnen Zutaten mussten wir jetzt noch analysieren, aber wir waren trotzdem ziemlich stolz auf uns, auch wenn wir noch lange nicht am Ziel waren. Wir hatten sogar einmal eine Nachtschicht eingelegt, weil es so gut gelaufen war und dabei hatten wir auch endlich das Klassenzimmer entjungfert. Glaube ich zumindest.
Bei einigen Sachen hatten wir auch schon heraus gefunden, worum es sich handelte: Da war zum Beispiel Mondwasser, Phosphor, der Saft einer Knoblauchzehe und Algenextrakt. Aber da gab es wirklich vieles, wovon wir keinen Schimmer hatten. Eine Substanz sah ziemlich nach Blut aus, aber wir wussten noch nicht, ob es menschlich oder doch von etwas anderem war. Trotzdem war der erste Schritt schon einmal getan.
Und, was soll ich sagen... es war sogar ein Weltwunder passiert. Severus hatte es doch glatt zugelassen, dass ich ihm half. Zumindest ein bisschen. Ich hatte ihm immer die Fläschchen reichen dürfen. Immerhin ein Anfang. Ach und ich durfte den ganzen Vorgang und die Inhaltsstoffe dokumentieren. Klar, Severus' Sauklaue hätte man ohnehin nicht lesen können und so wurde mir nicht ganz so langweilig. Wir hatten den kompletten Vorgang mehrmals wiederholen müssen, bis wir uns endlich sicher sein konnten, dass wir alle Bestandteile zusammen hatten. Es war nur noch ein Tropfen Gift übrig und den wollten wir aufheben, bis ich das nächste Mal Arkon gegenüber trat. Ich hatte zwar noch keine Ahnung, wie ich es ihm verabreichen sollte, aber da würde ich schon noch eine Möglichkeit finden. Severus hatte nämlich mittlerweile eingesehen, dass es dringend nötig war, noch mehr über Werwölfe heraus zu finden und wer war da besser geeignet als ich? Die Hundeflüsterin, wie er mich insgeheim nannte.
Doch irgendwann brauchten wir dringend auch mal eine Pause, immerhin hatten wir Stunden im Kerker verbracht. So gönnten wir uns einen freien Nachmittag und gingen mit Filou spazieren. Von ihm durfte ich mir natürlich eine mordsmäßige Standpauke anhören, weil ich ihn in den letzten Tagen so vernachlässigt hatte, doch nachdem ich ihm erklärt hatte, warum ich mit Sev so lange verschwunden gewesen war (Wobei, das passte ja nicht ganz, aber egal!), verstand sogar er und hielt die Klappe. Weltwunder Nummer 9 würde ich sagen. Ein Filou, der die Schnauze hält, das kam wirklich nur sehr, sehr selten vor...
Nachdem wir über zwei Stunden an der frischen Luft gewesen waren, verzog sich Filou allerdings ins Dorf um „diese absolut hinreißende Bella zu vernaschen" und so zogen auch Severus und ich uns ins Schloss zurück. Wir gingen zuerst in die Große Halle um etwas zu essen und dann nach oben in den Da-und-Fort-Raum um uns ein klein wenig Ruhe und Zweisamkeit zu gönnen. Wir kuschelten uns vor ein Lagerfeuer in den Sand und schauten einfach nur in die knisternden Flammen. Das tat gut und beruhigte irgendwie.
„Du hast in den letzten Tagen wirklich extreme Fortschritte gemacht, Mimi", riss mich mein Liebster nach einer Weile aus meinen Gedanken. „Ich hätte nie gedacht, dass Du so gut in Zaubertränke werden könntest."
Dazu muss ich kurz erklären, dass wir die Wartezeiten - es hatte teilweise ziemlich lange gedauert, bis die einzelnen Zutaten zum Vorschein gekommen waren - dazu genutzt hatten, um meine Braukünste zu verbessern. Severus hatte mich ein paar Tränke aus seinem Buch brauen lassen und mit seinen Anleitungen war das wirklich kein Problem. Es war viel leichter, als das blöde Geschwafel in meinem Buch, auch wenn ich mir manchmal sehr schwer tat, sein Gekrakel zu entziffern. Womit wir wieder beim Schönschreibkurs waren. Ich hatte es sogar geschafft, einen perfekten Ansatz für Veritaserum hin zu bekommen, das jetzt in einem völlig abgeschlossenen Raum zum Ruhen stand. Und das war immerhin UTZ-Niveau. Also, ich will ja nicht angeben, aber ich war schon ein kleines bisschen stolz auf mich. Vielleicht auch ein bisschen mehr. Okay, okay, ihr habt mich erwischt. Ich platzte vor Stolz.
„Na ja, ich habe auch einen ziemlich guten Nachhilfelehrer", meinte ich geschmeichelt. „Und zwar in allen Bereichen, wenn ich das einmal so anmerken darf. Vor allem in einem bestimmten Fachgebiet, der Biologie."
„Kenne ich den etwa", wollte Severus wissen.
„Könnte sein."
„Raus mit der Sprache, Mimi!"
„Er sitzt direkt vor mir."
„Ach, wirklich? Na, wenn das so ist!"
Plötzlich rollte er sich auf mich, sodass er mit seinem vollen Gewicht auf mir lag. Ich schrie laut auf und fing dann gleich an zu kichern. Severus in Spiellaune? Hmmm, das gefiel mir. Er hielt meine Handgelenke umklammert und funkelte mich an.
„So, Miss Duchesse", meinte er und lächelte. „Sie finden also, dass ich ein ausgezeichneter Lehrer bin?"
„Den besten, den man sich wünschen kann, Sir", antwortete ich ihm und versuchte aber verzweifelt, mich aus seinem Griff zu entwinden, da ich bereits ahnte, worauf das hinaus lief.
„Hmmm, ich finde, dass es mal dringend wieder Zeit für eine Nachhilfestunde wird."
„Aber die haben wir doch heute schon hinter uns gebracht."
„Ich meine nicht in Zaubertränke."
„Sondern?"
„In Sexualkunde, Miss Duchesse."
„Oh, ich glaube, darin bin ich bereits bestens ausgebildet, Mister Snape."
„Bist Du Dir da auch ganz sicher?"
Er strich mit seiner Zunge über meinen Hals. Gott, war das unfair. Er wusste genau, dass ich zu keinem klaren Gedanken mehr fähig war, wenn er das tat. Am Hals war ich einfach so überempfindlich.
„Ich... ich... glaube schon", brachte ich stotternd hervor.
„Meiner Meinung nach könntest Du noch ziemlich viel lernen, Mimi!"
Es gab einen kleinen Stich der Enttäuschung in mein Herz, aber ich wusste, dass Severus das nicht böse meinte. Im Gegenteil, er wollte mir noch so viel zeigen und mir somit gutes tun.
„Und... das... wäre?"
Noch immer küsste er meinen Hals. Ich wurde beinahe wahnsinnig dabei. Mein Puls begann zu rasen und ich musste schon so sehr keuchen, dass es fast schon unanständig klang.
„Französisch", flüsterte Severus.
„Wenn darin jemand Experte ist, dann ja wohl ich, oder?"
Ich meine, immerhin war ich zur Hälfte Französin und ich war mein ganzes bisheriges Leben lang in Frankreich aufgewachsen. Also wenn dort jemand ein Profi war, dann... Es sei denn... MOOOOOMENT! Meinte Severus etwa... Ach Du Scheiße! Bitte nicht... Das war doch so.... PEINLICH!
Doch bevor ich es mich versehen konnte, wanderten seine Lippen bereits nach unten. Er ließ meine Handgelenke los und streifte meinen rot-karierten Rock nach oben. Und ehe ich auch nur einen Ton von mir geben konnte, hatte Severus meinen Slip zerrissen und seine Zunge wanderte über meinen Spalt.
„AAAH... Scheiße", stöhnte ich auf.
Das fühlte sich ziemlich gut, aber trotzdem auch neu und ungewohnt an. Doch irgendwie war es auch... na ja, nicht unangenehm, aber doch ein komisches Gefühl. Ich meine, Severus küsste und leckte mich DA unten. Geht es denn noch peinlicher? Automatisch spannte ich mich an und versuchte, von ihm abzurücken. Doch sofort umfasste mein Liebster meine Hüften und hielt mich davon ab.
„Oh nein, Du bleibst schön hier", flüsterte er zwischen meinen Beinen und pustete leicht auf mein Geschlecht. Sofort stellten sich mir sämtliche Härchen auf meinem Körper auf.
„Severus, bitte", flehte ich und hatte das Gefühl, beinahe den Verstand zu verlieren, als er erneut die Lippen auf meine Scham legte. „Nicht... das ist... Fuck!"
Wieso musste sich das nur so gut und gleichzeitig auch falsch anfühlen?
„Ist es Dir unangenehm", wollte er wissen.
„Nein... ja... ich...", brachte ich stöhnend hervor.
„Entspann Dich, Kleines."
„Aber..."
Ich wollte ihm sagen, dass ich doch nicht frisch geduscht war. Ich meine, sicher hatte ich heute schon geduscht, aber das war einfach schon ein paar Stunden her.
„Genieße es einfach und hab keine Angst. Ich liebe es, wie Du schmeckst (Oh Gott!). Es gibt nichts besseres für mich. Lass Dich einfach fallen, Kleines!"
„Ich kann aber nicht..."
„Oh doch. Du kannst und Du wirst."
Da fing er an, meine empfindliche Perle mit seiner Zunge zu umkreisen und ich schaltete ab. Ich konnte nur noch fühlen und spüren. Alles in mir schien sich auf diesen einen Punkt zu konzentrieren. Sämtliche Empfindungen fanden dort ihr Zentrum. Ich konnte es nicht lange halten. Wie auch? Ich war doch vorher schon so scharf gewesen. Alles in mir zog sich zusammen und ich ließ mich fallen. Ich explodierte in einem Wahnsinnsorgasmus, konnte gar nicht mehr aufhören zu stöhnen und krallte mich in die Decke, auf der ich lag.
Noch während ich in den letzten Zuckungen lag, hörte ich das Ratschen eines Reißverschlusses und schon war mein Liebster in mir und das obwohl wir beide noch vollkommen angezogen waren. Hmmm, auch mal was anderes.
„Du fühlst Dich so unbeschreiblich gut an, Kleines", sagte Severus und fing an, sich langsam in mir zu bewegen.
Ich liebte es, eins mit meinem Schatz zu sein. Für mich gab es kein schöneres Gefühl auf der Welt. Ich fühlte mich dann noch mehr mit ihm verbunden, als ich es ohnehin schon war. Ich hatte nie gedacht, dass Liebe etwas so tiefes sein konnte. Ich hatte geglaubt, es sei nur ein unbeschreiblich tolles Gefühl, aber das, was ich für Severus empfand, war so viel mehr. Ich konnte und wollte nie wieder ohne ihn sein.
Ich krallte mich an ihn, zog ihn noch tiefer in mich und suchte seine Lippen. Ich wollte ihm so nahe sein wie irgend möglich. Ich spürte, wie sich tief in meinem Unterleib erneut die Erregung aufbaute, die mich völlig auflösen ließ und schon nach zwei weiteren Minuten kam ich erneut.
„Severus", stöhnte ich auf. „Ich liebe Dich."
Der Orgasmus war so heftig, dass mir die Tränen in die Augen schossen. Ich wusste nicht, warum, aber ich konnte sie nicht aufhalten. Severus pumpte noch ein paar Mal tief in mich, dann fand auch er die Erlösung.
„Mimi", keuchte er und sackte auf mir zusammen.
Er brauchte etwas, um sich zu erholen, doch dann richtete er sich auf, schaute mich an und streichelte mir über die Wange.
„Mimi", rief mein Liebster erschrocken aus. „Wieso weinst Du denn, Kleines? Habe ich Dir weh getan?"
„Nein", schluchzte ich. „Ich... ich... habe keine Ahnung, was los ist. Ich... bin einfach nur so glücklich mit Dir und möchte Dich niemals verlieren. Ich liebe Dich so sehr."
„Ich Dich auch, meine Süße. Und ich verspreche Dir, dass Du mich niemals verlieren wirst. Ich könnte mich gar nicht von Dir trennen. Dazu bist Du mir viel zu wertvoll."
„Wirklich?"
„Natürlich, meine Kleine. Ich schwöre es."
Dann hauchte er mir einen sanften Kuss auf den Mund, glitt aus mir heraus und kuschelte sich an meine Seite. Ein paar Minuten später waren wir beide eingeschlafen.

Come fly with me loving batGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt