Der Geburtstag meiner großen Liebe

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Severus brachte mich nach dem wirklich absolut fantastischen Sex im Whirlpool zurück in den Gryffindorturm. Es war schon ziemlich spät und wir hätten eigentlich schon lange im Bett sein müssen, aber wenn Severus und ich miteinander schliefen, vergaßen wir einfach die Zeit um uns herum. 
Wir verabschiedeten uns mit einem leidenschaftlichen Kuss, dann ließ mich mein Schatz alleine. Mir ging es mittlerweile wieder besser. Merke: Sex ist das perfekte Heilmittel gegen einen Rausch. 
Ich weckte die fette Dame in ihrem Portrait, indem ich ihr fünfmal das Passwort "Alraunenwurzel" entgegen brüllte, dann schwang sie endlich zur Seit und ließ mich ein. Der Gemeinschaftsraum war Gott sei Dank leer, was schon einmal bedeutete, dass ich Sirius jetzt nicht gegenüber treten musste. Das hätte ich definitiv nicht ertragen, weil er mir sicherlich wieder irgendwelche Vorhalte wegen Severus gemacht hätte. Nein, vielen Dank, die brauchte ich jetzt mit absoluter Sicherheit nicht, denn ich wollte nur noch in mein Bett. Wie lange hatte ich nicht mehr darin geschlafen? Seit dem 24. Dezember. Danach hatte ich jede Nacht mit Severus verbracht, wenn wir die eine Nacht, an die ich nicht denken wollte, ausließen. 
Ich schlich leise nach oben in meinen Schlafraum um auch ja niemanden der anderen Schüler zu wecken. Gott, daran musste ich mich erst einmal wieder gewöhnen. Die Ruhe war so herrlich gewesen, aber irgendwann war auch die schönste Zeit zu Ende. Doch eigentlich hätte ich gar keine Rücksicht nehmen müssen, denn kaum hatte ich die Tür geöffnet, ertönte ein lauter Schrei, den man sicher im ganzen Haus Gryffindor hörte. 
„MIMI!!!“
Aaaah, wieso gebe ich mir eigentlich so eine Mühe, leise die Treppe nach oben zu schleichen und unbemerkt in mein Schlafzimmer zu kommen, wenn dann meine Freundin losbrüllt, als müsste man sie noch in Timbuktu hören? Die ganze Ruhe für den Arsch. 
Lilly sprang von ihrem Bett auf und kam zu mir gerannt. Stürmisch fiel sie mir um den Hals, so als hätte sie mich schon seit Jahrhunderten nicht mehr gesehen. So viel also dazu, dass sie vielleicht sauer auf mich sein könnte. Das sah ganz und gar nicht danach aus. Gott sei Dank, dann hatte ich ja schon mal ein Problem weniger. 
„Ich bin ja so froh, dass Du noch kommst“, sagte sie und zog mich auf mein Bett. Meine Hand ließ sie dabei aber nicht los. „Ich dachte schon, Du verbringst die Nacht vielleicht mit Severus.“
„So ein Quatsch, morgen ist doch wieder Unterricht, Lilly“, gab ich zurück und lächelte sie an. „Da gehe ich lieber nicht das Risiko ein, erwischt zu werden. Nicht jetzt, wo ich die letzten beiden Wochen so gut überstanden habe. Wenn kein Mensch im Schloss ist, dann passen die Lehrer weniger auf. Die Erfahrung habe ich eindeutig gemacht. Aber jetzt erzähl schon, wie waren Deine Ferien?“
„Ach, meine Ferien sind doch nicht weiter wichtig. Ich war nur zu Hause bei meinen Eltern und wir haben recht viele Verwandtenbesuche gemacht. Meine Schwester ist übrigens zuhause ausgezogen. Sie wohnt jetzt irgendwo in Surrey mit ihrem ach so tollen Macker Vernon zusammen. Was sie an ihm findet, weiß ich allerdings nicht. Ich habe ihn einmal kennen gelernt und das reicht mir auch schon. So ein Chauvi, kann ich Dir sagen. Und schleimerisch ist der, echt krass. Der muss wirklich aufpassen, dass er nicht auf seiner Schleimspur ausrutscht und sich den Hals bricht. Die beiden haben es aber nicht mal für nötig gehalten, an Weihnachten vorbei zu kommen. Kannst Du Dir das vorstellen? Weihnachten ist doch eigentlich das Fest der Liebe und der Familie. Und sie kommen einfach nicht. Die sind ja so was von bescheuert. Mir brauchen die nicht mehr kommen, das sage ich Dir. Für mich ist meine Schwester jetzt auch unwiderruflich gestorben. Du hättest mal Mums Gesicht den ganzen Tag sehen sollen. Sie war ja so traurig.“
Doch obwohl meine Freundin so schimpfte und beharrlich wirkte, sah ich ganz eindeutig ihren Schmerz. Es tat ihr weh, dass sie keinen Kontakt mehr zu ihrer einzigen Schwester Petunia hatte, denn sie hatte sie ja immer noch geliebt, auch wenn der Umgang zwischen den beiden doch sehr eisig gewesen war, wie ich im Sommer selbst mitbekommen hatte. Doch jetzt, mit dem Auszug ihrer Schwester, würde es gar keinen Kontakt mehr zwischen den beiden geben und das wusste Lilly nur zu gut. Und es tat ihr weh, richtig weh, das sah ich ihr einfach an. Ich nahm sie in den Arm und drückte sie an meine Brust. 
„Das tut mir ja so leid, meine Süße“, sagte ich und streichelte ihr über den Kopf. „Möchtest Du darüber reden?“
„Nein, danke, es geht schon“, gab sie zurück. „Es tut nur weh. Und das alles nur, weil ich eine Hexe bin und sie eben nicht. Dabei kann ich doch gar nichts dafür.“
„Ich verstehe das, aber Petunia eben nicht. Sie ist eifersüchtig und neidisch und das sind zwei Gefühle, die sehr viel kaputt machen können. Ich habe das schon oft gesehen, vor allem, wenn jemand so stur ist, wie Deine Schwester.“
„Ja, da hast Du wahrscheinlich recht.“
„Na ja, vielleicht wird es ja wieder.“
„Das glaube ich nicht. Aber könnten wir bitte über was anderes sprechen? Ich habe in den Ferien schon genug geheult deswegen. Was ich jetzt brauche, ist Aufheiterung und zwar dringend.“
„Okay, wenn Du möchtest. Was hast Du von James zu Weihnachten bekommen?“
Das war das erstbeste, was mir einfiel. Bot sich ja auch irgendwie an. Weihnachten bedeutete immerhin Geschenke und das war doch etwas schönes. Oder etwa nicht? 
„Das hier“, meinte Lilly und hob lächelnd ihren rechten Arm. 
Daran schimmerte ein zierliches silbernes Armkettchen. Eines musste man James echt lassen: Geschmack hatte er und es passte perfekt zu Lilly. 
„Wow, das ist aber schön“, rief ich aus und begutachtete es ein wenig näher. 
„Nicht wahr“, meinte Lilly und strich fast zärtlich darüber. „Mir gefällt es auch sehr. Und was hast Du von Severus bekommen? Er hat Dir doch was geschenkt, oder?“
„Natürlich, auch wenn ich zuerst gedacht habe, er hätte mich vergessen. Er hat mir diese Kette hier geschenkt.“
Ich griff in meinen Pullover und zog die Kette mit dem Herzanhänger heraus. Die Worte „Für immer“ sprangen mir ins Auge, doch eines war seltsam. Als Severus mir die Kette geschenkt hatte, waren die Steine darauf rot gewesen und ich hatte sie für Rubine gehalten, doch nun funkelten sie in einem herrlichen Königsblau. Was sollte denn das sein?
„Wow, die ist ja der Wahnsinn“, sagte Lilly erstaunt. „Die muss ziemlich teuer gewesen sein.“
„Das weiß ich nicht, aber er hat auch eine. Auf seinem Anhänger steht allerdings 'Dein' und hat einen grünen Stein. Wobei das gerade etwas komisch ist. Meine Steine waren eigentlich rot und jetzt sind sie blau. Ich weiß nicht, was das zu bedeuten hat.“
„Das sind mit Sicherheit magische Farbwechselsteine. Sie zeigen an, wie Du Dich im Moment fühlst. Die sind ziemlich selten, wenn ich das mal so sagen darf. Rot steht für Liebe, aber auch für Wut und Zorn. Blau für Sehnsucht, Gelb für Eifersucht, Schwarz für Trauer oder sogar den Tod.“
„Ich habe gar nicht gewusst, dass es so etwas auch in der magischen Welt gibt. Ich habe so etwas mal in einem Muggel-Geschäft gesehen, aber ich dachte, dass sei nur irgendein Schnickschnack.“
„Ist es auch. Bei den Muggeln zumindest. Da reagieren die Steine nur auf die Temperatur des Körpers, aber diese magischen Steine sind viel genauer. Sie zeigen Deine wirkliche Stimmung an.“
„Wow, das ist cool.“
„Seh ich auch so. Severus muss Dich wirklich lieben, wenn er Dir so etwas schenkt. Ich habe nie so etwas schönes von ihm bekommen. Immer nur Kleinigkeiten, aber er konnte sich ja auch nie viel leisten.“
„Na ja, das hier konnte er sich auch nur leisten, weil er mit seinen bescheuerten Freunden gewettet und dabei gewonnen hat.“
„Um was hat er denn gewettet?“
„Kannst Du Dir das nicht denken?“
„Um Dich?“
„Ja, genauer gesagt, mit wem ich zuerst ins Bett steige.“
„IIIH, das ist ja widerlich. Bist Du nicht sauer deswegen?“
„War ich, ja, aber Severus hat mir die Sache erklärt. Er hat nur dabei mit gemacht, um seine Freunde von mir fern zu halten. Und wenigstens hat er den Gewinn für etwas sinnvolles ausgegeben.“
„Sehe ich auch so. Aber jetzt erzähl schon, wie waren Deine Ferien mit Severus?“
Ich seufzte. Ich hatte damit gerechnet, dass sie mich löchern würde, aber ich hatte gehofft, dass es noch nicht so schnell passieren würde. Aber da musste ich jetzt durch. Außerdem hatte ich mich ja auf ein Frauengespräch gefreut und da musste eben auch dieses Thema genauestens erläutert werden. 
„Was genau willst Du denn wissen?“
Lilly grinste schelmisch. 
„Alles!“
Ich lächelte sie an und begann zu erzählen. 

Come fly with me loving batGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt