* Pheobes Sicht *
Gut gelaunt, wie ich war ging ich zu dem nächsten Raum, in den wir die nächste Stunde hatten. Diese Person, ich wollte ihren Namen nicht mal aussprechen, war niemand Anderes als...
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Wer wollte mich heute hier eigentlich verarschen? Also echt! Wieso? Es war doch alles gut und jetzt das!?
Innerlich war ich mit dem Nerven am Ende, als ich sah wer auf mich zu kam. Jennifer.
Einfach ignorieren! Geh einfach an ihr vorbei.
Danke innere Stimme, aber das hatte ich jetzt echt nicht vor. Ja meine Ironie.
Doch anscheinend hatte das Biest etwas Anderes mit mir vor. Sie kam direkt auf mich zu und lächelte falsch. Am Liebsten würde ich es ihr aus dem Gesicht wischen, genauso wie ihre Schminke, wovon sie eindeutig zu viel von hatte.
Sie warf ihre schwarzes Haar mit einer ignoranten Eleganz nach hinten und sah mich an als wäre ich der Teufel höchst persönlich: ,,Lass die Finger von Luka! Hast du verstanden!?" Sie blieb mit ihrem Hofstaat vor mir stehen und stemmte ihre Hände in ihre Hüfte.
Also war der Kurswechsel doch nicht auf ihre ,,Intelligenz" zurück zu führen. Ersten hatte sie keine und zweitens ging es ihr nur um Luka. Ich verdrehte genervt die Augen. Vielleicht sollte ich, das alles hier mal aufnehmen und Luka zeigen, aber selbst da würde er mir wahrscheinlich nicht glauben. Seufzend ließ ich meine Schultern sinken und die fehlende Unterstützung zerbrach mir immer aufs Neue das Herz.
Ich liebe ihn, vertraue ihm und unterstützte ihn wo ich nur konnte, aber bei seiner Wahl bei seiner angeblichen besten Freundin, hörte die Hilfe auf. Sie war falsch, von ihren Haaransatz bis zu ihren Füßen. Wieso fiel denn jeder Junge auf sie rein? Vielleicht weil die Jungs auf sie abfuhren, denn für viele war sie der perfekte Typ Frau. Bambi braune Augen, schmale Figur, perfekte Nägel, Lidstrich, die Kurven an der richtigen Stelle und genügend Vorbau. Alles was Jungs in unseren Alter wollen.
,,Und warum sollte ich das tun?", antwortete ich genervt und blieb genau gegenüber von ihr stehen.
Wenn ich eins nicht leiden konnte, sind es Menschen, die Andere verletzen um sich überlegen zu fühlen. Ich bin eigentlich eine freundliche Persönlichkeit, aber auch nur zu denen, die auch nett zu mir sind. Außerdem sollte man auch einstecken können, wenn man austeilt liebes Jennylein.
Sie wusste nicht was sie darauf antworten sollte, man konnte die Räder wahrlich quietschen hören, die sich dort oben in Bewegung setzten. Es qualmte förmlich und Rauch stieg auf. Deswegen antwortete man wahrscheinlich auch das Erste was dort im Stübchen rauskam: ,,Weil...du weißt schon...du nicht gut genug für ihn bist!" Da hatte wohl jemand seinen Plan nicht zu Ende gedacht oder nicht mit meiner Antwort gerechnet.
Meine eine Augenbraue schoss in die Höhe und ich musste mir echt ein Lachen verkneifen. Ich musterte sie von oben bis unten.
Oh gott, ich bin nicht gut genug für ihn?! Ein Blick auf ihre Persönlichkeit und jeder wusste wer hier nicht gut genug war für Luka. In mir machte sich Langeweile breit, mehr hatte sie wohl nicht zu bieten.
Sie guckte mich, wie so eine verdatterte Ente an und ihr Hofstaat musste sich auch ein Lachen verkneifen. Doch dann blitzte Wut in Jennifers Augen auf und rief hysterisch: ,,Was gibt es denn zu lachen?" Mit fuchtelnden Armen blickte sie ihre Freundinnen an. Jetzt sah sie wortwörtlich aus wie eine flatternde Ente, die versuchte zu fliegen.
Ihre Erscheinung brachte mich jetzt wirklich zum Lachen und ich hielt mir den Bauch, weil ich schon Krämpfe hatte. Dabei schweiften meine Gedanke zu Leon, er würde hinter mir stehen, immer. Ich stellte ihn mir vor, wie er jetzt bei mir stand und sich auch über sie lustig machte. Schon allein bei ihrem jetzigen verzweifelten Versuch ihre Freundinnen auf mich zu hetzen. Als wären sie intelligenter in Sachen Hirn haben oder nicht.
Ja Leon ich verstanden uns jeglicher Hinsicht. Langsam breitete sich eine wohlfühlende Wärme bei mir aus, als ich daran denke.
Luka dagegen, machte sein eigenes Ding und da fehlte mir, die Unterstützung im Thema Jennifer. Klar, darf er eine beste Freundin haben, aber was die hier wieder abzog, und das war nicht das erste Mal in unseren Leben, war ohne Worte. Sowas konnte man keine Freundin nennen, da hat man ja ständig die Befürchtung gleich ein Messer in den Rücken zu bekommen.
Zum Glück klingelte es jetzt und ich dankte innerlich Gott dafür, denn anscheinend hatte er also doch noch erbarmen mit mir und erlöste mich von dieser Person.
Da fiel mir wieder ein, das ich mich ja mit Leon vor dem Raum treffen wollte, deshalb ging ich an Jennifer vorbei, setzte meinen vernichtenden Blick auf und antwortete: ,,Weißt du, meine Oma nennt so welche Leute wie dich ,,Senftöpfchen". Denn bei dir durfte auch schon jeder sein Würstchen eintauchen."
Ich zwinkerte ihr kurz zu und nahm entspannt wieder den Weg auf zum nächsten Unterricht. Ihr Hofstaat lachte hinter ihr auf und Jenny selber hatte es die Sprache verschlagen. Die Ruhe hielt jedoch nicht lange an.
Ihr Gesicht wurde rot und von ihr kamen nur noch stotternde Sätze heraus wie: ,,Ja...haha sehr witzig...redest wohl von diiiirrrr? Ehmm...Mädels helft mir doch mal. Was ihr glaubt...das..das auch?"
Ja, das wird es wohl sein liebe Jennifer, ging es mir durch den Kopf, als ich den Flur hinab lief. Doch dann schubste mich jemand von hinten und ich knallte mit den Kopf gegen die Spinde. Mein Kopf fühlte sich an als wäre ich gerade Achterbahn gefahren und es drehte sich wirklich alles. Andere Schüler, die ich nur vom Sehen kannte, halfen mir hoch. Als ich mich umdrehte sah ich Jennifer, die mich verzweifelt anschauend, alleine ohne ihren Hofstaat stehen. Leicht schlecht wurde mir und ich hielt mir den Kopf, um den pochenden Schmerz zu unterdrücken.
Ich rieb mir über die Stirn, da mir schwindelig war und versuchte mich auf das Gespräch mit Jennifer zu konzentrieren, was die anderen Schüler für mich übernahmen: ,,Was geht denn bei dir falsch?"
Eine Andere, ich glaube sie hieß Katy, sagte: ,,Du hast sie doch nicht mehr alle! Willst du sie umbringen!?"
Dann hörte ich eine mir vertraute männliche Stimme, die ziemlich wütend klang und die Jennifer dann drohte: ,,Lass sie in Ruhe, geh und gewinn mal Land, sogar deine Freundinnen haben dich allein gelassen! Und wehe du kommst Pheobe nochmal zu nahe, dann hab ich mich nicht mehr unter Kontrolle!" Mein Kopf schweifte jetzt zu der rauen, warmen Stimme, die ziemlich vertraut und energisch war. Da sich alles drehte versuchte ich sie zuzuordnen und da sah ich eine verschwommene männliche Silhouette auf mich zukommen. Langsam wurde sie klarer und ich erkannte ihn, Leon.
Mein Herz schlug mir bis zum Hals und ich freute mich sehr ihn zu sehen. Er legte eine Hand um meine Hüfte, den anderem Arm um meine Kniekehlen und hob mich in Brautstil nach oben. Mir ist gar nicht aufgefallen, wie männlich Leon geworden ist. Ich sah ihn zwar jeden Tag, aber jetzt schaute ich genauer hin und mir stockte der Atem. Leon ist sehr gutaussehend. Markanter Kiefer, Oberarme trainiert und sein T-shirt was er trug spannte sich leicht, wegen den vorhandenden Muskeln. Sein persönlicher Duft von seinem Aftershave breitete in mir wieder diese wohlwollende Wärme aus. Mein Kopf sank gegen seine Brust, denn er wurde mir zu schwer.
Schleichend wurde mir schwarz vor Augen und das Letzte was ich sah war Leons Blick der Liebevoll auf mir lag.
Und ich spürte etwas Anderes in mir aufkommen, aber ich wusste nicht genau was es war. Es ließ sich nicht genau definieren. Mir schien als wäre es Geborgenheit, die tief verborgen in mir schlummerte, denn fühlte mich mehr als Wohl in seinen Armen.
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Hey, erstmal will ich mich entschuldigen, weil ich euch ein langes Kapitel versprochen hatte doch ich hatte eine Schreibblockade und ich hab noch nicht mal einen satz richtig geschrieben, doch jetzt hoffe gefällt euch das Kapitel, obwohl es nicht so lange ist und dann heute abend gebe ich mir voll Mühe und schreibe 3 Seiten mindestens für euch!!!!!
Ja und danke an alle die immer kommentieren und voten*-*Ich hab euch lieb ihr Süßen!!!!♡
Bis Später
eure SummerRosen ♥
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Stay
Romance,,Hey,...", fing ich an, aber meine Stimme versagte. Nach einer Weile startete ich einen neuen Versuch: ,,Du hast dein Versprechen nicht eingehalten...du wolltest bei mir bleiben." Ich senkte meinen Blick. Dieses Jahr war schon schlimm genug... Ich...
