Wisst ihr wie Krieg ist? Ich sag es euch. Es ist weder ruhmreich, noch heldenhaft. Es ist ein sinnloses Abschlachten. Es wird mit allem gekämpft, mit Magie, Schwertern, Messern, Zähnen und Krallen. Während die einen sich zerfleischen und die nächsten versuchen sich zu erstechen liefern sich andere Verfolgungsjagden durch das Kampfgetümmel um sich anschließend gegenseitig in die Luft zu sprengen und meist einen Teil des Schlosses gleich mit. Überall wird gekämpft, im Schloss, davor, ein paar hat es sogar inzwischen in den Wald verschlagen und andere haben sich in die Luft geschwungen und führen ihre Kämpfe dort weiter. Ich suche seit wir das Schloss gestürmt haben nach IHM. Elyos Lagun, Loyal Unseg, Mörder meiner Eltern und Möchtegernkönig. Immer wieder töte ich mithilfe meiner Vorstellung Wesen, die sich mir in den Weg stellen. Es sind nicht viele, die das wagen. Wir müssen ein schreckliches Bild abgeben: Ich mit schulterlangen, schwarzen Haaren aus denen die rot-schwarz leuchtenden, geschwungenen Hörner ragen, mit rot glühenden Augen, Krallen und peitschendem Schwanz, neben mir ein riesiger schwarzer Panther.
Endlich sehe ich ihn. Er steht auf der Treppe vor der Eingangstür und blickt auf die Kämpfenden. Ein Rabe auf der Schulter und flankiert von 4 Leibwachen lässt er sich nicht von Angreifern aus der Ruhe bringen und schaut über alle drüber, als sei es kein Krieg sondern nur minderwertiges Gesindel. Voller Wut sehe ich ihn an und ein Schauer durchläuft mich, jeder einzelne Muskel meines Körpers ist angespannt und wie auf ein Zeichen stürmen Scarok und ich los und haben innerhalb kürzester Zeit die Leibwachen ausgeschaltet während aus Scaroks Maul nur noch ein schwarzer Flügel hervorguckt, Unsegs Schutzgeist hat erneut versagt.
Überheblich lächelnd sieht Hunters Vater mich an, „Du musst der kleine Azshara sein! Tut mir wirklich Leid wegen deinem Daddy, er hat sich einfach in Sachen eingemischt, die ihn nichts angehen! Bist du dir sicher, dass du den gleichen Fehler machen willst?" „Habe ich das nicht längst." knurre ich zurück. „Da hast du Recht!" grinst er siegessicher und lässt einen Blitz auf mich los, geschickt weiche ich aus und kontere indem ich ein Stück vom Dach auf ihn fallen lasse. „Mehr hast du nicht drauf?" lacht er und lässt den Boden unter meinen Füßen aufplatzen. Schnell verwandle ich den unter ihm in Treibsand und gebe ihn gleichzeitig einen Tritt gegen dir Brust. Mir ist aufgefallen, dass er, im Gegensatz zu mir, seine Hand bewegen muss um einen Zauber zu wirken, also werde ich mich mal darum kümmern! Ich verwandle seine eine Hand in einen Eselsschwanz und sorge dafür, dass seine andere immer weiter in den Sand gezogen wird. Aus den Augenwinkeln sehe ich Scarok, der langsam Probleme bekommt. Die ganze Zeit hat er versucht andere Kämpfer von uns fernzuhalten, aber es werden zu viele. Ich schicke ihm eine Bodenwelle, die alle Angreifer einige Meter nach hinten wirft und dann taucht meine Schwester mit Hunter auf und eilt an Scaroks Seite, sie hat nicht gelogen, mit dem Schwert umgehen kann sie! Während ich abgelenkt war hat sich mein Widersacher befreit und ich kann mich nur knapp davor bewahren von fliegenden Messern aufgespießt zu werden, ich lasse sie umkehren und zu ihrem Erschaffer zurückfliegen, nur verwandle ich sie dabei in Kolibris, die ihn attackieren. „Hunter!" schreit er seinen Sohn an, „Hilf mir! Sei ein Prinz, wir werden herrschen!" „Nein Vater! Ich habe erkannt dass es keinen Unterschied macht, was für ein Wesen man ist! Ich werde an Diavars Seite stehen und ich werde mit Jelena zusammen sein und ich werde nicht zulassen, dass du dich noch einmal in mein Leben einmischt!" Der nächste Angriff gilt nun nicht nur mir, sondern auch Hunter. Und so geht es weiter, wir schießen Zauber für Zauber und Fluch für Fluch ab und bewegen und kämpfend durch das Schlachtfeld. Die Zerstörung ist verheerend, überall Tod und Verwüstung und wir sind zu wenige um all unsere Gegner zu bezwingen. Ich versuche das verdammt Feuer zu rufen, doch obwohl ich es in mir spüre, kann ich keinen Besitz von ihm ergreifen.
Und auf einmal ist es, als würden alle erstarren.Jedes anwesende Wesen blickt zum Himmel hinauf, wo sich ein gigantischer Spaltaus weißem Licht in all dem Schwarz auftut und sie stürzen auf uns zu. Engel.
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Teufel über Nacht
FantasíaEin Teufel, ein Vampir, eine Hexe und ein Mädchen gehen in eine Bar - klingt wie der Anfang von einem Witz, nicht wahr? Ist aber ganz und gar nicht lustig! An meinem zwölften Gefurtstag erfuhr ich, dass ich ein Teufel bin. Nun werde ich bald 18 und...