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Alec PoV

"Und x ist zwei?"
Verzweifelt schlug ich die Hand vor die Stirn, während meine Schwester kicherte.
„X ist zweiunddreißig", teilte ich meinem blonden Bruder mit.
Wir saßen in der Bibliothek unserer Schule und lernten auf die Mathearbeit, es war gerade Mittagspause.
„Ach ich geb auf!"
Er schlug sein Buch zu und lehnte sich zurück.

"Ehrlich, wenn deine Noten nicht besser werden, fliegst du aus dem Football Team Jace!"
Er sah Izzy genervt an, während er sich durch die Haare fuhr.
Die blonden, langen Haare, die in seinen zweifarbigen Augen hingen, seine blasse Haut streiften....
Genervt von meinen Gefühlen und Hormonen schüttelte ich den Kopf.

Ich musste aufhören, für ihn zu schwärmen.
Ich wusste bereits, dass ich schwul war und fand mich einfach damit ab, aber dieser Crush auf ihn war nervig.
Noch dazu das rothaarige Mädchen, das ständig an seinen Lippen klebte, seine Freundin Clary Fray.

Ich lehnte mich in meinem Stuhl zurück und sah mich um, ließ den Blick über die anderen Schüler gleiten und blieb an einer Gruppe Mädchen hängen.
Sie saßen etwa drei Tische weiter und sahen mich an, als sie meinen Blick trafen, sahen sie kichernd weg.
Ein Grinsen bildete sich auf meinen Lippen.

Als Quarterback des Football Teams 'The Angels' war man schon beliebt und ich sah nicht gerade schlecht aus.
Groß, dunkle Haare und stechend blaue Augen, die Mädchen auf seufzen ließen.
Nur das ich keine Interesse an ihnen hatte.
Ich beobachtete, wie eine Blonde mir zu zwinkerte und da spürte ich schon Jace' Ellenbogen in meinen Rippen.

„Au", ich rieb über die Stelle.
„Sie starren!"
„Ich weiß. Kein Interesse!", wiederholte ich. "Schon klar. Heiß ist sie trotzdem, die Maggie." "Sie heißt Maxine. Und du bist vergeben."
Er nickte und mein Grinsen wuchs.
Mit verengten Augen starrte er mich an. "Was?"
„Sie würde nichts von dir wollen."
Er hob eine Braue.
„Ach ja?"
Ich nickte zustimmend.
„Bist nicht ihr Typ."

Mit einem "hmpf" schob er den Stuhl zurück und machte sich auf den Weg zu der Tisch Gruppe.
Er lehnte sich zu der Blondine und ich sah seine charmante Art aufblitzen, das Lächeln, das flirten.
Sie unterhielten sich ein paar Minuten, dann kramte sie überraschend ein Kulli raus und schrieb etwas auf einen kleinen Zettel.
Mein Bruder setzte sich zurück neben mich, neugierig sah ich ihn an.

„Du sollst sie anrufen", murmelte er und schob mir den Zettel hin, da prustete ich zeitgleich mit meiner schwarzhaarigen Schwester los.
Ich hielte mir lachend den Bauch, während seine Wangen einen roten Schimmer bekamen. "Mach dir nichts draus man. Du bist doch eh vergeben!"
"Du hälst dich wirklich für unwiderstehlich, oder Alec?"
Ich zuckte die Schultern.
„Nicht unbedingt."
„Das ist so gut wie ein ja. Vielleicht sollten wir das testen..."
Verwirrt sah ich ihn an.

„Ich wette, du bekommst es nicht hin, dass sich jemand in vierzehn Tagen in dich verliebt."
Ich hob eine Braue und machte Anstalt aufzustehen und zu dem Tisch der Mädchen zu gehen, als er mich am Arm hielt.
„Kein Mädchen. Ein Junge und zwar richtig verliebt. Keine Affäre."
Schluckend ließ ich mich zurück auf den Stuhl fallen.
Ich hatte schon hin und wieder was mit Jungs gehabt, auf meiner alten Schule, wo es noch süße Typen gab und auch eine ernstere Beziehung gehabt, aber hier hatte ich noch nie einen gesehen, der mich ansprach.

Okay, zugegeben vielleicht einer, aber das konnte ich mir abschminken.
„Und jetzt was, suchst du mir einen aus? Was willst du deinem Ego beweisen?"
„Wir können etwas Spaß vertragen, bald ist das große Spiel."
„Ich hab keine Ahnung, was du bezwecken willst", gab ich mit gerunzelter Stirn zu, während ich meine Bücher zusammen packte und in den schwarzen Rucksack stopfte, die Pause war bald rum und wir hatten noch eine Stunde Mathe und Football Training.

„Okay, wir brauchen natürlich einen Wetteinsatz!"
Ich verdrehte die Augen, als der blonde Junge, mit dem ich ein Haus teilte, mir nach lief, daneben meine Schwester.
Wir liefen durch die Gänge zu unserem Klassenraum, mussten uns dabei nicht mal durch die Massen quetschen, denn ich war Captain der Football Mannschaft und Jace einer der beliebtesten und heißesten Typen der Schule, auch meine Schwester war ein Männerschwarm.

Aber glaubt mir, es war mehr Fluch als Segen, denn ich mochte Aufmerksamkeit eigentlich nicht.
Das ist vermutlich der Grund, warum meine Noten neben der erfolgreichen Karriere so gut waren, ich liebte die Ruhe in der Bibliothek. Vielleicht lag es auch an dem zugegeben süßen Jungen, der dort arbeitete: Magnus Bane.
Er ging nicht zur Schule, ich glaubte, seine Eltern hatten nicht die Möglichkeit, deshalb räumte er Tag für Tag die Bücher von Regal zu Regal.

Wir hatten noch nicht viele Sätze getauscht, doch wenn wir es taten, wurden seine Wangen rot und sein Blick senkte sich, er war ein schüchterner Typ, der sich aber durch seine Kleidung ausdrückte.
Jeans, die ziemlich eng saßen, mit Löchern, in Strähnen gefärbte Haar, allem in allem ziemlich attraktiv.
Ich schüttelte den Kopf.
Ich konnte es mir nicht leisten, zwei Wochen vor dem großen Spiel gegen die Vamps solche Gedanken zu hegen, geschweige denn eine solche Wette, außerdem war ich dann doch zu schüchtern ihn anzusprechen.

„Ich könnte es im Schülermagazine bringen", bot Iz an.
„Liest das überhaupt noch jemand?", lachte ich und Jace stimmte mit ein.
„Idioten", zischte sie und stolzierte davon, zu ihren Freundinnen Maia und Clary, auch Simon stand dabei.
„Ganz ehrlich Jace, wir sollten uns voll und ganz auf das Spiel konzentrieren, du weißt, dass dort Leute von verschiedenen Unis kommen, um uns auszuchecken. Du willst doch studieren oder?"

Wir betraten den Raum hinter einer Horde Schüler und ließen uns ans Pult in der hinteren Reihe nieder.
„Weiß ich nicht, nicht jeder ist so Zukunfts bewusst wie mein Bruder!"
Ich presste die Lippen zusammen, um nicht mit meiner Meinung rauszuplatzen.
Der Plan meines Vaters war eindeutig; Studieren an einer großen Uni, Footballstar und später Familie.
Er wusste, dass ich schwul war, schob es aber auf die Phasen Schiene.

Dass ich Football nicht mein Leben lang machen möchte, wusste er nicht.
Nur weil ich gut war, hieß es nicht, dass es mein großer Traum war.
Trotzdem wollte ich ihn stolz machen, meine Geschwister stolz machen.

Okay ihr Engel, hier kommt die neue Fanfic. Ich hoffe echt, sie gefällt euch.

Love bet- MalecWo Geschichten leben. Entdecke jetzt