Magnus PoV
Seine Küsse auf meiner Hand beruhigten mich etwas und so konnte ich mich sammeln.
Es tat immernoch weh, daran zu denken, aber ich wollte ihm das anvertrauen, was mich schließlich ausmachte.
Also begann ich zu erzählenEs war Freitag und wir wollten für ein langes Wochenende an einen See in der Nähe fahren, schließlich war es Sommer!
Ich saß hinten, auf der Rückbank und lehnte mich lächelnd etwas vor, um zwischen meinen Eltern durch die Scheibe zu sehen.
Mein Vater fuhr, die eine Hand hatte er mit meiner Mutter verschränkt, während sie das Radio einstellte.
Gerade fing mein Lieblingslied an, was sie erkannte und so drehte sie das Volumen auf und wir begannen laut mit zu singen.
Wir schienen wie eine perfekte Vorstadt Familie zu sein und trotz Mängeln, die jede andere hat, war es sehr harmonisch.
Keine Misshandlungen, keine Gewalt, offene Gespräche, Freude und Gelächter prägten meinen Alltag.
Der Refrain ertönte und ich schloss glücklich die Augen, als es...passierte.
Ich wusste nicht mehr genau wie, doch wir prallten gegen eine Mauer, mit voller Geschwindigkeit.
Ich duckte mich, stützte mich ab und ein Schmerz durchzog meine Wirbelsäule, doch ich wusste, ich würde es überleben.
Einige Minuten verharrte ich, bis ich aufsah, die Scheibe war zersplittert.
Sofort beugte ich mich zu meinen Eltern, deren Gesichter Blut beschmiert war.
Ich fühlte ihren Puls, er war so unglaublich schwach.
Ich begann zu weinen, konnte sie einfach nicht verlieren. 'Ma! Dad!'
Hilflos rüttelte ich an ihnen, hörte viele Stimmen und aus der Ferne Sirenen, doch es drang nur durch Watte zu mir, während ich weinte.Wieder rannen mir Tränen hinab, ich hatte es noch bildlich vor Augen.
„Sie starben, noch bevor Hilfe kam, direkt vor meinen Augen. Ich wurde zu einer Pflegemutter gegeben, doch verlor all die Erbstück, das Haus, meine Freunde.
Das Mobbing begann und irgendwann hielt ich es nicht mehr aus.
Die Mutter konnte das Geld für die Schule nicht mehr bezahlen und so zog ich schließlich bei Ragnor ein.
Den Job in der Bücherei fand ich erst etwa Mitte des letzten Schuljahres, davor arbeitete ich in der Pizzeria in der Bricklanestreet an der Hauptstraße."„Magnus es....tut mir ja so leid", flüsterte er und die Trauer in seiner Stimme ließ mich beschützt fühlen.
Bevor ich etwas sagen konnte, zog er mich an sich, schlang die Arme für eine lange und feste Umarmung um meinen Körper und ich legte meine um seine Taille und den Kopf in seine Halsbeuge.
Sein Geruch umhüllte mich und machte es so viel besser, der Schmerz ließ langsam nach. "Ich bin bei dir", flüsterte er und ich drückte mich näher an ihn.Einige Minuten später, ich wusste nicht wie spät es war, ließen wir uns allmählich los, doch anstatt aufzustehen, legte er sich wieder auf den Rücken und zog mich an seinen Körper, legte die Decke leicht über uns.
Ich wusste nicht, wie ich die Stille brechen sollte, doch sie war eigentlich ganz angenehm, aber da kam er meinem Gedanken schon nach. "Erzähl mir von deiner Mutter", flüsterte er und strich durch mein etwas fettiges Haar.„Sie war bildschön und hatte einen messerscharfen Verstand. Sie war klug und gebildet, ihr Humor und Sarkasmus erfrischend. Sie wurde mit zwanzig schwanger und machte ihr Studium noch fertig, bevor sie mutterzeit nahm.
Abends, wenn mein Vater auf der Nachtschicht arbeitete, las sie mir immer aus dem Buch vor, das sie sich neu gekauft hatte.
Sie las viel und so jeden Abend ein neues, es war verwirrend, aber so lustig. Sie suchte immer eine Stelle heraus, die das Ende andeutete, doch nie ganz verriet.
Wenn ich fragte, wie es ausging, sagte sie immer 'jedes Ende hat eine Vorahnung. Aber das heißt nicht, dass sich nicht noch alles ändern kann Sweet pea'."Beim Gedanke daran schlich ein schwaches lächeln über meine trockenen Lippen.
„Klingt wie eine ganz besondere Frau", flüsterte Alec.
Meine Augen fielen bei der Atmosphäre zu, weinen machte mich immer müde, weshalb ich nur ein "das war sie" antwortete, bevor ich weg döste.Alec PoV
Ich hörte seine Atemzüge regelmäßiger und langsamer werden und schon bald schlief er, war dabei mit dem Kopf auf meinen Bauch gerutscht.
Ohne ihn zu wecken, stellte ich den Tv etwas lauter und einen anderen Film an, ich hatte nicht vor, ihn zu wecken, er brauchte Ruhe, die Nähe und Wärme.
Und ich liebte es sehr, ihm diese zu geben, jedes mal fühlte es sich an, als würde jeder Nerv in meinem Körper gekitzelt werden, auf diese schöne Art, sodass ich automatisch lächeln musste.Trotzdem, was er mir erzählt hatte, hatte mich erschüttert und nachdenklich gemacht.
In der Schule gingen Gerüchte rum, warum er nicht weiter zur Schule ging, Sachen wie Drogenabhängigkeit oder Obdachlosigkeit wurden gesagt, doch ich hatte nichts von dem Glauben geschenkt.
Er war so unschuldig, schüchtern und hatte so viel durch gemacht, dass ich ihn nur noch vor allem schlechten und bösen dieser Welt beschützten wollte, jeden verschlagen, der versuchte, ihm zu schaden.Ich wollte ihn nicht so sehen, ich wollte ihn zum lächeln bringen, weshalb ich beschloss, ihm ein Geschenk zu besorgen.
Aber was könnte ich ihm geben, um seine Laune zu verbessern?
Plötzlich schossen mir seine Worte durch den Kopf und ich hatte die perfekte Idee.
Schnell schnappte ich mein Handy auf dem Nachttisch, das neben seinem lag und ging auf Amazon.
Mit sofortigem Versand würde es in wenigen Tagen da sein, also bestellte ich die beiden Dinge, was überraschend günstig war ä, doch selbst wenn nicht, wäre es es wert gewesen. Mein erstes Geschenk an meinen Boyfriend!Nach kurzem Überlegen stellte ich die Kamera an und hob den Arm, um zu fotografieren, wie süß er sich an mich kuschelte.
Einmal mit einem Lächeln und einmal ohne mein Gesicht, welches ich als Bildschirm Hintergrund einstellte.
Vielleicht war es kitschig, aber ich wollte ihn sehen, sobald mein Handy an war und das bot sich an.Die Uhr verriet mir, dass wir noch zwei Stunden hatten, bevor wir uns richten mussten und so ließ ich ihn weiter schlafen während ich 'Dirty Dancing' sah.
Because I had the time of my life.•
Ja. Der letzte Satz musste!🙋🙏💗
Wer will das Geschenk erraten???•
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Love bet- Malec
FanfictionAlternatives Universum „Ich wette, dass du es nicht schaffst, dass Magnus Bane sich in 14 Tagen in dich verliebt!" Aber was ist, wenn Alexander Lightwood, der beliebte Quaterback, sich tatsächlich in den süßen Jungen aus der Bibliothek, Magnus Bane...