Magnus PoV
Etwas enttäuscht setzte ich ein Lächeln auf.
Ich hatte gehofft, ich könnte ihn ein wenig kennen lernen, er hatte es mir irgendwie angetan, aber natürlich sah er in mir nur den Verkäufer.
Aber ich konnte es gut überspielen.
„Es heißt: Pretty little boy", teilte er mir mit und ich schluckte.
Ich kannte das Buch, es handelte von zwei Jungs, die sich verliebten.
Hieß das, er war schwul?„O-Okay Moment", er nickte mit einem charmanten Lächeln und ich setzte mich in Bewegung.
Vor dem richtigen Regal blieb ich stehen und zog es heraus, drehte mich um, doch er stand direkt hinter mir, so nah, dass ich seinen Atem spüren konnte und vor Schreck das Buch fallen ließ.
„Oh, mist", ich beugte mich vor, um es aufzuheben, doch er hatte dieselbe Idee und so berührten sich unsere Hände.Wie von einer Tarantel gestochen zog ich meine zurück, das Gefühl, als seine Haut meine berührt hatte, war hypnotisierend, ein kleiner Stromschlag.
Wir standen wieder auf und er tat einen kleinen Schritt zurück.
„Danke", sein Lächeln ließ seine Augen funkeln und ich erwiderte einen Moment nichts, bis ich schnell nickte und mich abrupt abwandte, zurück zum Wagen lief, um weiter zu sortieren.Doch er folgte mir.
„Weißt du, ich habe mich gefragt, was du hier tust", fing er an zu reden, als ich weitere Bücher nahm.
„Wie?"
„Na, du bist sicher ganz klug. Wieso gehst du nicht zur Schule?"
„Ich hab schon einen Abschluss, College kann ich mir nicht leisten. Außerdem bin ich glücklich so, bis ich alt genug bin, eine Ausbildung zu machen."Ich wusste nicht, warum ich ihm das erzählte, geschweige denn, warum er fragte, aber ich wollte eben.
Er war süß und redet mit mir.
Manchmal brauchte es nicht viel mehr. "Verstehe."
„Und du? Du bist der Captain und verbringst ständig deine Zeit hier", ich zeigte auf seine typische, blaue Jacke mit dem 'Angels' Wappen und er lachelte schwach.
„Richtig ja. Naja, ich möchte eben auch gute Noten bekommen."
Ein kleiner Teil in mir hatte gehofft, ich war ein Grund.Trotzdem nickte ich lächelnd.
„Klar. Naja, dann solltest du vermutlich wieder dran gehen."
Er nickte etwas Gedanken verloren und ich drehte mich um, doch da hielt mich eine Hand an meinem Unterarm sanft auf.
„Warte", murmelte er und ich drehte mich ihm nervös wieder zu.
„Ich hatte mich gefragt, ob du mal etwas machen wollen würdest, mit mir."
„Als Freunde?", ich biss mir auf die Lippe, als er schief grinste und durch seine verwuschelten Haare fuhr.„Ehrlich gesagt, viel mehr wie ein Date", gab er zu und meine Augen weiteten sich ein Stück. Hatte ich ihn richtig verstanden?
Es kam mir vor, wie ein schlechter Traum, mein Herz pochte in meinen Ohren. E-Entschuldige....könntest du das wiederholen?" Nun grinste er breiter, lehnte sich gegen den Tisch neben mir.
„Willst du auf ein Date mit mir gehen?"
Ich schluckte.
Und wie ich wollte, bei Gott.Aber was wollte er von mir?
Der Captain und der Streber?
Diese Geschichten funktionierten nur in Filmen....
Mir auf die Unterlippe beißend schüttelte ich den Kopf.
„Ich glaube nicht, dass ich das kann."
Sein Lächeln fiel und er sah mich etwas erstaunt an.
„Warum nicht?", ich lachte und ging um das Regal herum.„Du bist es nicht gewohnt, absagen zu bekommen, entschuldige, aber das ich nichts für mich."
Durch eine Lücke sahen wir uns einen Augenblick an, seine blauen Augen baten mich, ja zu sagen, weshalb ich schnell weg sah.
Nicht schwach werden....
"Daran liegt es eigentlich nicht. Vielleicht kann ich dich überzeugen", murmelte er, als er mir folgte.Oh bitte nicht, ich konnte ihm schon jetzt kaum widerstehen.
„Glaub ich nicht", neckte ich trotzdem und er grinste.
„Sei dir nicht so sicher, ich kann seeehr überzeugend sein."
Ich schluckte.
Er zog sein Handy aus der Hosentasche und verzog das Gesicht.
„Okay ich muss jetzt los, Training. Aber sei versichert, ich komme zurück und du wirst ja sagen."Ich war verwundert über seine Interesse an mir und bekam prompt verräterische rosa Wangen, als er vor mir stand.
„Okay."
„Okay."
Schnell beugte er sich vor und platzierte einen Kuss auf meiner Wange, der mich noch roter werden ließ, bevor er sein Zeug packte und die Bibliothek verließ.
„Bye Magnus", rief er noch, wir waren immernoch alleine gewesen und so lächelte ich schüchtern vor mich hin.
„Bye Alexander", hauchte ich als ich ihm nach sah.Mit den Gedanken weit weg ließ ich mich seufzend auf die Theke fallen.
Ehrlich gesagt hatte ich bisher nur eine 'Annäherung', eine fake Freundin, in der letzten Klasse.
Camille.
Ein richtiges Biest, doch das war mir erst klar geworden, als ich Schluss gemacht hatte.Und Alec schien wirklich anders zu sein, er schien nicht aufgeben zu wollen.
Er war nett und ziemlich süß, ein Sportler, der sich um seine Noten kümmerte.
Ich wollte ihn so gerne kennen lernen, doch was, wenn er nur mit mir spielte?
Ich schüttelte den Kopf.
Er hätte nicht nur jede, sondern auch viele Jungs schneller haben können, da würde er wohl nicht mit mir Zeit vergeuden.Ich beschloss schließlich, mich einfach überraschen zu lassen, vielleicht tauchte er auch nicht mehr auf....
Und Hoffnung wollte ich keine haben.
Also widmete ich mich ein paar Rechnungen und arbeite fleißig an der Buchhaltung.Nach etwa zwei Stunden drehte ich die Musik lauter, da nun kaum einer mehr kommen würde und fing leicht an zu tanzen, während ich Bücher durchstöberte.
Ich mochte diese Ruhe und wenn ich ungestört in meiner Welt über Dämonen und Drachen, Magier und anderen Fantasie Geschöpfen schwelgen konnte.Nun wusste ich nicht mehr, wie schnell oder langsam die Zeit verging, denn es interessierte mich nicht mehr.
Als ich schließlich auf mein Lieblingsbuch traf, nahm ich es und setzte mich, gegen die Wand gelehnt auf den Boden.
City of Bones.
Wie oft ich dieses Buch schon gelesen hatte.... Verträumt seufzend blätterte ich durch zu meiner Lieblingsstelle, wo die zwei Hauptpersonen sich das erste mal küssten.
Ich konnte so gut wie jedes Wort auswendig und ein kleiner Film spielte in meinem Kopf. So bemerkte ich nicht, wie sich jemand über mich gebeugt hatte..
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Love bet- Malec
FanfictionAlternatives Universum „Ich wette, dass du es nicht schaffst, dass Magnus Bane sich in 14 Tagen in dich verliebt!" Aber was ist, wenn Alexander Lightwood, der beliebte Quaterback, sich tatsächlich in den süßen Jungen aus der Bibliothek, Magnus Bane...