Für Cassie, Scars und Katja ;-)
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„Trippeditrapp, klippediklapp!"
Die glitzernden, goldenen Hufe des Einhorns machten silberhelle Geräusche auf seiner Bahn durch den blauen Himmel und die fluffigen weichen Wattewolken und versprühten dabei regenbogenfarbene Funken...
„Huch!"
Jako fuhr aus dem Schlaf. Er war schweißgebadet und seine Stirn war heiß. Hinter seinen Schläfen pochte es und sein Hals fühlte sich trocken an.
Felix, sein Mann, regte sich leise neben ihm.
„Jako?" nuschelte er. „Wasn los? Schlaf weiter!"
Jako schloss die Augen und versuchte, wieder einzuschlafen.
Er fühlte sich nicht besonders gut. Sein Kopf schmerzte und sein Hals auch.
Er würde nicht schlafen können.
Na gut, er könnte es ja zumindest versuchen mit dem Schlaf.
Einfach schlafen.
Schlaf...
„Trippeditrapp, klippediklapp!"
Das Einhorn schüttelte seine rosafarbene, seidene Mähne. Sternenstaub wirbelte daraus hervor.
Winzige Galaxien aus Glitter entstanden, expandierten, ließen Sonnen und Planeten entstehen, ließen Leben erwachsen und wieder aussterben und verglühten in einem unendlich kleinen Lichtblitz, kaum wahrnehmbar.
Das Einhorn schnaubte. Es...
„Herrjeh!"
Wieder fuhr Jako auf. Er hustete.
„Jako?" Jetzt war Felix doch richtig wach. Nun bekam er mit, dass sein Mann offenbar krank war. Fieber hatte.
„Du meine Güte, Jako! Du bist ja glutheiß! Und klitschnass!"
Felix sprang aus dem Bett. Er holte einen warmen Waschlappen aus dem Bad, half Jako beim Ausziehen und wusch ihn sanft.
Dann holte er einen frischen Pyjama aus dem Schrank, und während Jako sich umkleidete, fiebergeschüttelt und daher tapsig wie ein Welpe, bezog er rasch das Bett neu.
Jako kuschelte sich in die frische Bettwäsche und sah Felix dankbar an.
Er wollte Danke sagen, doch aus seinem Mund kam nur ein Krächzen.
„Oh Je," sagte Felix, „Dein Hals ist ganz rau, oder?"
Jako konnte nur nicken.
Felix war besorgt.
„Wir gehen morgen zum Arzt," sagte er.
„Und jetzt mach ich dir Tee."
Jako nickte schwach.
„Ja bitte," krächzte er, „mit Einhornsirup."
Felix guckte zweifelnd, doch dann grinste er. Ach so, Ahornsirup. Okay.
Und während Felix das Heißgetränk zubereitete, driftete Jako wieder ab ins Land der Fieberträume.
„Trippeditrapp, klippediklapp!"
Das Einhorn warf den schönen, gebogenen Hals zurück und wieherte.
Nein, es sang. Mit warmer, angenehmer Stimme... nein, das war nicht das Einhorn, das war Felix.
Oder?
Es begann, fröhlich über eine sonnige Blumenwiese zu laufen.
Es lachte... nein... es schnaubte, und aus den Nüstern quoll ihm regenbogenbunte Zuckerwatte.
„Jako?"
Vorsichtig schüttelte Felix an seiner Schulter und weckte ihn.
„Hier dein Tee."
„Mit Einhornsirup?" fragte Jako
Felix grinste. Wenn Jako krank war, war er einfach zu süß. Nun, das war er auch sonst, klar, aber dann besonders.
„Klar," sagte Felix.
„mit Einhornsirup."
Jako trank den Tee, und der tat ihm gut. Die warme Flüssigkeit war angenehm im wunden Hals und der heiße Dampf half den Nüstern, die ganz voll Zuckerwatte... nein, der Nase, die einfach zu saß.
Außerdem schmeckte es gut und besonders gut schmeckte die große Prise Liebe, die darin aufgelöst war.
Nachdem der Tee alle war, stellte Felix vorsichtig die Tasse auf dem Nachtkästchen ab.
„Komm," sagte er, „mein Feenprinz, lass uns schlafen."
„Mmmhhh," brummte der arme kranke Einhornbändiger und kaum hatte er sich in die Kissen gestreckt, schlief er auch schon. Schniefend und hustend, aber er schlief.
Felix deckte ihn liebevoll zu.
Felix selber schlief nicht besonders gut in dieser Nacht.
Immer wieder schreckte er hoch und sah und fühlte nach Jako.
Als dann der Morgen kam, war er übernächtigt und brauchte dringend einen Kaffee. Also stand er auf und mit einem vergewissernden Blick, das Jako okay war, ging er in Richtung Küche. Jako schlief so tief und fest, dass er ihn nicht wecken wollte.
Er schmiss die Kaffeemaschine an und ließ sie einen doppelten Espresso zaubern. Volle Dröhnung, manchmal muss das einfach sein. Und gerade war manchmal.
Die Flasche mit dem Ahornsirup stand auf dem Tisch.
Felix sah sie an mit seinem schlafdeprivierten Hirn an und ihm kam ein Gedanke.
Er begann, breit zu grinsen.
Kurze Zeit später war der Kaffee ausgetrunken, und er machte sich ans Werk.
Mit Hilfe von Bildern, die er im Internet fand und ausdruckte, sowie verschiedenen Farben machte er aus der Flasche ein Kunstwerk:
Sie erstrahlte in Regenbogenfarben, ein Einhorn prangte darauf. Sie glitzerte und über das Etikett zog sich der Schriftzug:
Einhornsirup.
Jako würde Augen machen!
Erst einmal jedoch schlief Jako noch.
Das Einhorn war zu viel gerannt. Es schwitzte, der Hals tat ihm weh und es hatte Durst...
„Trippeditrapp, klippediklapp!"
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Berliner Sammlung
FanficEine kleine Sammlung von Drabbles, Oneshots und ähnlichem über die Berliner Youtuber. Alles, was mir dazu so in den Kopf kommt.
