Kapitel 38

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Nach einer halben Stunde kam Zane wieder raus, da die Ärzte noch einige Tests machen mussten. Nach fünf Minuten stürmten drei Ärzte ins Zimmer und nach nochmal drei Minuten später kam ein Arzt heraus gestürmt und fing an zu reden: ,, Ihr ganzer Körper hat angefangen zu zittern und als das Notfall Team eintraf, war es bereit zu spät. Es tut mir leid ihnen das mitteilen zu müssen, doch wir müssen sie in ein anderes Krankenhaus bringen, wir haben hier nicht die Möglichkeit sie angemessen zu behandeln."

,, Ich will sie sehen, ich war doch grade noch bei ihr und da war noch alles gut!", schrie Zane.

,, Sie können sie jetzt nicht sehen, wir müssen ihren Körper zum Transport fertig machen.", sagte dieser wiederrum ruhig, wirkte dennoch nervös. Ich sah ihn mir genauer an und was mir auffiel, mochte ich gar nicht. Hier war eindeutig was faul. Oder seit wann tragen Ärzte schwarze Geländeschuhe?

Alecs Pov

,, Hey Ivan... Ivan... EY, IVAN!!!", beim dritten mal sah er mich erst an, er sah nicht grad glücklich aus, wütend und traurig. Verständlich, aber er musste sich jetzt  konzentrieren, ich brauchte seine Hilfe, Chloe brauchte seine Hilfe.

,, Nein, Alec, nicht jetzt! Wieso bist du überhaupt noch hier?", sagte er wütend.

,, Wahrscheinlich, um das zu sehen, was ihr nicht sehen könnt. Oder seit wann dürfen Ärzte Geländeschuhe tragen? Ich würde sagen, hier ist was gewaltig faul. Sollten wir Zane bescheid geben?", er sah sich den "Arzt" vor uns genauer an und nickte.

,, Du hast recht, das ist kein Arzt. Fuck! Dass heißt Chloe geht es gut und sie wollen sie entführen. Wir müssen sie aufhalten, Junge.", wir rannten runter in den Innenhof und sahen wie drei Typen mit Totenkopfmasken, Chloe in einen Krankenwagen verluden. Wir hatten uns vorher geeinigt, dass wir Zane nichts sagen, da er wahrscheinlich das ganze Krankenhaus in die Luft gejagt hätte. In der nähe des Wagens standen einige Büsche, die uns etwas Schutz boten. Bisher hatten sie uns noch nicht gesehen und ich zog meine Waffe aus meinem Hosenbund. Ich deutete Ivan an, dass ich die zwei rechts nehmen würde und er den linken. Ich zählte mit meinen Fingern von drei runter, bei null sprangen wir hoch und eröffneten das Feuer.

Der erste fiel und der zweite und der dritte. 

Schnell rannten wir auf Chloe, die immer noch auf der Liege lag, zu und schoben sie wieder ins Krankenhaus. Dort stürmten auch direkt die richtigen Ärzte auf uns zu und fingen an ihren Herzschlag und Puls  und so ein Zeug zu messen. Als sie wieder in ihrem Zimmer lag und stabiel war, kamen Zane und Kiara zu uns. Ihre Augen waren rot und angeschwollen vom ganzen weinen. Ich wollte sie grade so gerne umarmen, doch das ging grade nicht, schließlich stand ihr Vater hier und er hatte sich klar ausgedrückt, als er mir verständlich gemacht hat, dass ich die Finger von ihr lassen soll.

Zane bedankte sich bei Ivan, doch der sagte ihm, dass das alles mein Verdienst war, da es ja mir und nicht ihm aufgefallen war. Daraufhin bedankte er sich, immer noch sichtlich geflasht davon, dass ich derjenige war, der seine Frau gerettet hatte und nicht Ivan. Er meinte, dass er nun tief in meiner Schuld stand und bot mir an noch etwas zu bleiben, denn ich musste noch etwas erledigen. Schließlich ging der Angriff auf die Kappe meines Vaters. 

Zane und Ivan waren schon wieder gegangen doch Kiara stand noch immer dort. Dann kam sie auf mich zu und umarmte mich. Erst versteifte ich mich, doch nach einigen Sekunden gab ich dem Drang nach, auch meine Arme um ihren zierlichen Körper zu legen. 

,, Wofür ist das denn?", fragte ich und grinste, während ich meinen Kopf in ihre Halsbeuge legte.

,, Danke Alec. Du hast sie gerettet.", hörte ich sie zwischen einigen Schluchzern sagen.

,, Alles gut Kiara. Jeder in meiner Position hätte das getan."

,, Aber nur dir ist es aufgefallen und dank dir ist nichts schlimmes passiert. Nicht auszudenken, was sie alles mit ihr gemacht hätten, sobald sie wach wäre."

,, Geh zu deiner Familie, sie brauchen dich jetzt, ich muss jetzt nach Hause.", sagte ich und fing an mich von ihr zu lösen, auch wenn ich sie nicht loslassen wollte.

,, Kommst du denn wieder?"

,, Ich weiß nicht... Vielleicht... Aber ruf mich an falls du irgendwas brauchst, okay?", ich ließ sie los, gab ihr einen Kuss auf ihre Stirn, drehte mich um und ging.

Ich musste jetzt gehen, auch wenn ich sie nicht alleine lassen wollte, denn ich wusste genau, wer hinter diesem Angriff steckte und ich würde ihn direkt zur rede stellen. Also stieg ich in mein Auto und fuhr los. Als ich am Haus an kam, machte ich eine Vollbremsung, riss die Tür auf und stürmte Richtung Haus. Einer der Butler hielt mir die Eingangstür auf, doch ich beachtete ihn nicht. Mit schnellen Schritten, stürmte ich zum Arbeitszimmer meines Vaters. Ohne anzuklopfen stürmte ich in den Raum und sah meinen Erzeuger bequem hinter seinem Schreibtisch sitzen.

,, Du warst es! Wie kannst du nur so etwas tun! Und wage es nicht zu leugnen, ich habe die Masken gesehen, unsere Masken! Du warst der, der Männer geschickt hat, um Zanes Frau zu entführen.", schrie ich ihn an.

,, Und lass mich raten, du warst der, der sie aufgehalten hat."

,, Du Bastard!"

,, Sohn, ich glaube du solltest dich mal beruhigen und den Kopf frei bekommen. Sie täuschen dich! Du weißt besser als jeder andere warum wir diese Fake Alliance eingegangen sind!"

,, Jetzt hörst du mir mal zu, wenn du irgendwas versuchst, vor allem jetzt, werde ich Zane Santini von deinen verdammten Plänen erzählen. Verstanden!?", jetzt war mir entgültig der Kragen geplatzt.

,, Hintergehst du jetzt etwa deine eigene Familie!? Okay, mach weiter so, Alec. Geh und erzähl Zane meine Pläne, sie haben bereits deine Mutter getötet, aber dich scheint das ja nicht zu interessieren. Sie werden einfach hier her kommen, mich, deinen Bruder, deine Freunde töten, sie werden alle töten. Deine Schwester, arme, kleine Sky, noch so jung... Ihr Blut wird an deinen Händen kleben!"

,, Ich werde einen Weg finden, Zane alleine zu bekommen. Dafür müssen wir nicht seine Frau oder irgendwen benutzen. Lass... Lass sie einfach jetzt in Ruhe. Das wäre unter unserer Würde, aus so einer Situation Vorteile zu ziehen, ich bin kein Feigling.", gab ich bissig zurück, woraufhin er nur dreckig grinste.

,, Meinetwegen, aber wenn du wieder versagen solltest... Bevor ich ihn umbringe, werde ich ihm alles nehmen, seine Frau, seine Tochter, seine Söhne, ausnahmslos alles, damit er all den Schmerz fühlt und mich anflehen wird ihn zu töten. Wirst du jetzt wieder zu ihnen gehen?"

,, Ja, schließlich muss Zane mir ja vertrauen, oder nicht?", fragte ich sarkastisch und ging wieder. Es war einfach falsch, er hatte mir zwar meine Mutter genommen, doch das hatte kein Mensch verdient.

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