,, Wir gehen aus.", Sagte ich, gab ihr einen kuss auf die Wange und ging kurz in ein Zimmer um mein Handy zu holen. Als ich zurück kam stand sie immer noch wie versteinert dar und bewegte sich nicht. Auch nicht nachdem ich vor der Türstand und sie erwartungsvoll ansah.
,, Kommst du oder was?", Fragte ich lachend. Sie zuckte zusammen, nickte mir zustimmend und schloss die Tür hinter sich. Gemeinsam stiegen wir in den Aufzug und fuhren bis ins Parkhaus runter. Dort angekommen, stiegen wir in mein Auto und fuhren aus der Tiefgarage raus.
An meinem Ziel angekommen, parkte ich und wir stiegen aus. Wir gingen einen kurzen Weg entlang und dann waren wir auch schon da. Ich hatte uns an einen Strand gefahren. Als ich nach dem Krankenhaus Aufenthalt wieder zuhause war, war ich oft hier gewesen. Ich weiß nicht wieso, aber hier fühlte ich mich immer besser. Die Erinnerungslücken spielten keine Rolle und wenn ich manchmal schwimmen war, konnte ich alles loslassen. Das einzige was blieb, war das Gefühl, dass ich etwas verloren hatte, nur wusste ich nie was es war. Doch langsam hatte ich einen Verdacht, was es sein könnte und eigentlich wollte ich es wirklich wieder haben, aber ich wusste nicht in wie Fern ich es wieder bekommen würde.
Wir hatten uns in den Sand gesetzt und starrten auf das ruhige, vom Mondlicht glitzernden Wasser. Keiner sagte etwas und das einzige was ich hörte war unser Atem und das Rauschen des Ozeans.
,, Alsooo... Du und Chris?", fragte ich, aber anstatt zu antworten, sah sie mich eindringlich an, doch ich konnte ihren Blick nicht deuten. Also fragte ich nach, denn ich konnte es überhaupt nicht leiden, wenn ich nicht wusste was in jemandes Kopf vorging.
,,Ich finde es ungewöhnlich, dass du ihn Chris nennst, sonst hattest du ihn immer Trish genannt, wegen Trash, u know?", antwortete sie und lächelte leicht. Ich
,, Vielleicht war der andere Alec ja doch nicht so dumm.", sagte ich lachend. ,, Aber ernsthaft du kannst ihm nicht vertrauen, er versteckt etwas."
,, Und was ist mit dir und Samantha!?",fragte sie und sah mich fast herausfordernt an.
,, Samantha? Wieso fragst du?"
,, Ich habe euch gemeinsam im Club in New York gesehen, als wir angefangen haben zusammen zu arbeiten. Seid ihr... Naja... Zusammen?", Fragte sie, jetzt wieder etwas vorsichtiger.
,, Nein, also ich meine, als ich aufgewacht bin, hat sieir erzählt, dass sie meine Freundin sei und sie war die ganze Zeit bei mir und da ich mich an nichts erinnern konnte, war das das einzige was Sinn machte. Ich meine warum sollte sie nicht meine Freundin sein, wenn sie nicht Mal für eine Sekunde von meiner Seite weichen wollte? Aber irgendwann hat sich das nicht mehr richtig angefühlt und ich habe Schluss gemacht. Ja und jetzt sind wir nur freunde, glaub ich."
,, Diese schlange, diese Bitch, was eine...*argh*... Wie konnte sie nur, ich werde sie umbringen. Ich war deine Freundin, nicht sie und ich wäre auch bei dir gewesen, wenn mir jemand gesagt hätte was passiert war.", Ihre Augen sprühten feuer, als sie das sagte, aber kurz darauf sah ich eine leere, Dunkelheit, eine tiefe Trauer in ihren augen. Ich könnte mir nur vorstellen, was sie gerade fühlte. Schließlich war sie nicht für mich da gewesen als ich sie am meisten gebraucht hätte.
Wie ich so in meinen Gedanken versunken war, hatte ich nicht einmal mitbekommen wie Kiara aufgestanden und zum Wasser gegangen war. Dort stand sie nun, sie bewunderte das ruhige mehr und das glitzern der Spiegelung des Mondes im Wasser. Und ich? Ich bewunderte sie. Wie konnte ich sie nur vergessen?
Ich stand auf und ging zu ihr. Ich legte ihr eine hand auf den Oberarm und wollte sie damit beruhigen,ich wusste nicht, was ich sonst hätte tun können.
,, Es ist okay Kiara, denk nicht darüber nach."
,, Nein ist es nicht. Sie hat mich ersetzt.", Sie drehte sich zu mir um.
,, Schau mich an, niemand könnte dich jemals ersetzten. Ich... Ich habe mich nur einfach nicht erinnert.", Sie sah mich hoffnungsvoll an und da merkte ich erst was ich da gerade getan hatte. Ich hatte ihr Hoffnung gemacht, doch ich war ein hoffnungsloser Fall und würde sie nur wieder verletzten, weshalb ich schnell einen Meter zurück trat und das Thema wechselte.
,, Wie geht es deiner mum?"
,, Sie erholt sich, aber es ist noch ein bisschen schwer mit ihrem arm, das sieht man ihr an."
,, Das wird wieder und ich spreche aus Erfahrung. Am Anfang, also nach dem Koma, konnte ich meine gesamte rechte Seite nicht vernünftig Benutzen und konnte nicht einmal ein Glas Wasser in der Hand halten.
Es war schmerzhaft und so verdammt frustrierend. Ich war so wütend auf das Leben und alle um mich herum. Aber nach einem Jahr der Erholung, ging das wieder.", Das es noch immer leicht zitterte, wenn ich nervös war, erwähnte ich nicht, das würde die Sache nicht besser machen.
,, Alec ich will das du weißt, dass ich es am meisten bereue, dir nicht zur Seite gestanden habe. Ich war nicht für dich da, als du mich am meisten brauchtest."
,, Hör auf, selbst wenn du es gewusst hättest, hätte mein Vater dich nicht zu mir gelassen."
,, Wieso hasst er uns so? Warum hasst du uns so?", Fragte sie,das kam jetzt unerwartet.
,,Ich will nicht darüber reden .",sagte ich stur. Es ging keinen etwas an was ich fühlte, nicht sie, nicht irgendwenn, außer mirselbst, auch wenn ich das selbst manchmal nicht wusste. Ich hatte so viel verloren, und um mich vor weiterem Schmerz zu schützen.
,, Wo ist eigentlich deine Mutter?", Fragte sie so überraschend, dass ich einen Moment brauchte um mich zu fangen, wie kam sie darauf?
,, Ich meine ich kenne deinen Bruder, Schwester, vater, aber deine Mutter habe ich noch nie gesehen?"
,, Verdammt kiara... Sie ist tot. Schon eine ganze Weile..."
,, OMG! Du denkst meine Familie hat etwas damit zu tun oder!? Natürlich! Dann macht das auch alles Sinn. Aber mein Vater würde soetwas niemals tun, das musst du mir glauben und um es dir zu beweisen werde ich ihn fragen, okay?"
,, Was!? Nein! Ich meine, er würde dir vermutlich nicht mal die Wahrheit sagen, warum sollte er auch!?"
,, Das wird er und sollte er es nicht tun, werde ich es selbst herausfinden. Du verdienst Klarheit Alec, an deiner Stelle würde ich es auch wissen wollen."
,, Ich weiß nicht...", Gab ich zögernd zurück.
,, Du kannst mir vertrauen, schließlich sind wir Partner oder?"
,, Immer.", Antwortete ich und ging einen Schritt näher an sie heran. Was ich allerdings nicht hätte tun sollen, da ich jetzt im Sand lag und Kiara auf mir drauf. Sie hatte ihr Bein hinter meins gestellt gehabt und mich umgeschubst.
,, Wofür war das denn?", Fragte ich lachend.
,, Dafür das du eine Beziehung mit Samantha hattest, während du eigentlich noch mit mir zusammen warst."
,, Fies."
Allwissendes etwas
Und so, in diesem moment, mit ihrem Lächeln und ihren glitzernden augen, würde es ihm klar.
Sie sah so wunderschön aus im Mondlicht, machte seine Seele süchtig nach ihr. Aber heute Nacht war es nicht nur ihr Blick, es war ihr inneres, welches sie ihm ohne ein Wort zu sagen, Preisgab. Alles, von ihrer Intelligenz ,bis zu ihrer Tapferkeit. Wie sie lächelte und dieses Lächeln nur für ihn vorgesehen war.
Er wusste, er würde niemals, in seinem ganzen Leben, jemand anderen begehren als sie. Niemand anderes war so für ihn bestimmt, wie sie.
Und jetzt, jetzt realisierte er was er alles verloren hatte...
Verletzt und frustriert schaute er weg, während sie ihn weiterhin ansah.
Und sie sah nicht weg, sie sah nicht weg, weil sie stärker war als er es jemals sein würde.
1266 Wörter, ein langes Kapitel für meine Verhältnisse, aber ich muss ja irgendwie ausgleichen😅.
Versuche jetzt wieder öfters was zu posten, aber keine Versprechen.
Svenja ❤️
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Unforgettable
RomantikSie, ein ganz normales Mädchen am College. Sie ist nicht beliebt oder unbeliebt, nichts besonderes, dass lässt sie jeden glauben. Er, der heiße Quarterback am College. Er ist beliebt, einer den alle kennen, einer der immer gut drauf ist und nichts z...
