,, Küss mich."
,, Was?"
,, Küss mich noch ein letztes mal. Du musst nicht, wenn du nicht willst, aber ich brauche dich jetzt."
Und dann küsste sie mich.
Lesenacht 1/3
Kiaras P.O.V
,, Ich bin froh, dass du es endlich begriffen hast."
,, Ja ich auch.", und damit ging ich auf den Gang hinaus, blieb jedoch neben der Tür stehen.
Ich stand noch immer an der Tür und war kurz davor zu gehen, als ich von innen einen Schrei hörte. Ich öffnete die Tür und stürzte in den Raum. Ich sah wie Alec schreiend an die Wand gelehnt auf dem Boden saß.
Ich schüttelt ihn an seiner Schulter, doch er reagierte nicht. Was war nur mit ihm los?
,, Alec!", rief ich, doch er starrte nochimmer schreiend ins Leere.
,, Alec, was ist los mit dir?!", schrie ich noch lauter und kniete mich neben ihn. Wieso reagierte er nicht? Was passierte hier grade?
,, Alec?", fragte ich noch eimal vorsichtig. Diesmal reagierte er doch und sah mich an.
,, Argh. Verdammt steh auf.", sagte er und sah mich wieder gefasst an. Seine Mauern, die vorhin für einen Moment zusammen gefallen waren, hatte er nun wieder aufgebaut. Seine Augen eiskalt. Sein Gesicht ausdruckslos. Er hatte gelernt keine Gefühle oder Emotionen zu zeigen.
Arschloch. Ich wollte ihm helfen und er meinte das ich verschwinden sollte.
,, Mit Vergnügen, Stronzo. Ich hoffe wirklich, dass es weh tut.", damit drehte ich mich um und ging wieder raus in den Club. Die warme, stickig Luft roch nach Alkohol und Gras, nicht die beste Mischung.
Mia hatte uns bereits ein Taxi gerufen, mit dem uns der Fahrer zu meinem Apartment brachte. Mia blieb die Nacht bei mir und ich erzählte ihr alles.
Am nächsten Morgen wachte ich auf und hatte den Kater meines Lebens. Nachdem ich,gestern, aus dem Bad gekommen war, war meine Trunkenheit wieder da gewesen. Es war als hätte Alec mich für einige Momente nüchtern gemacht. Und doch fühlte ich mich gestern high. Lag es an seiner Abwesenheit? War er noch immer meine Droge?
Ich hatte mir einige Aspirin verabreicht und trank ein großes Glas Wasser, als mein Handy klingelte.
Ich lief in mein Schlafzimmer und nahm mein Handy vom Kabel. Ich sah auf meinen Display, sah das Bild meines Vaters und hob ab.
,, Morgen, Dad", sagte ich noch ziemlich verschlafen und sah wie Mia sich auf meinem Bett von mir wegdrehte. Sie hatte einen tiefen Schlaf, sehr tiefen. Es könnte eine Bombe neben ihr explodieren und sie würde es nicht merken.
,, Guten Morgen, Boo. Warst du gestern noch lange wach oder warum hörst du dich so verschlafen an? Hab ich dich etwa geweckt?", fragte mein viel zu besorgter Vater.
,, Ja und nein. Mia und ich waren gestern noch feiern, bis halb sechs oder so. Wie spät ist es eigentlich?", fragte ich ihn verwundert.
,, 4:26 Uhr pm."
,, Ach du Scheiße, so lange habe ich noch nie geschlafen. Aber jetzt noch mal zurück zu dir wieso hast du mich angerufen?"
,, Achso ja. Ich habe angerufen, da wir in zwei Tagen die "Einweihungsfeier" fürs neue Lagerhaus machen. Da wir ja jetzt mit zwei Gangs sind und somit auch doppelt so viele Leute unterbringen müssen, haben wir ein neues gesucht, in das wir alle rein passen. Ich schicke dir die Adresse und ich möchte, dass du pünktlich um 18:00 da bist, verstanden?"
,, Ja, verstanden. Sonst noch was, Dad?"
,, Nein, wir sehen uns dann."
,, Ja, wir sehen uns. Tsch--", ich wurde von dem piepen der Leitung unterbrochen, da er anscheinend schon aufgelegt hatte.
Ich hörte hinter mir ein rumpelt und sah eine völlig übermüdete Mia aus meinem Zimmer torkeln. Ich hielt ihr ein Glas und Aspirin entgegen, welches sie dankend an nahm.
Da wir nicht mehr viel vom Tag hatten, bestellten wir uns Pizza, holten was von der Ben und Jerry's Eiscreme aus der Kühltruhe und zogen uns die neue Staffel von Pretty little liars an.
Heute war der Tag der Einweihung und ich hatte mich schon fertig gemacht. Sport BH, Leggings, Turnschuhe und eine dünne Jacke wären angebracht, da das keine klassische Einweihungsfeier war, bei der es Sekt und Champagner ausgeschenkt wurde. Es wurde gekämpft, zum üben einer gegen einen.
Ich hatte mir meine Haare gemacht und den Helm aufgesetzt. Ich stieg auf meine Heißgeliebte Maschine und fuhr zu der Adresse, die mir mein Vater geschickt hatte.
Von draußen hörte man schon die Rufe der Menge. Die Lagerhalle war bestimmt dreimal so groß wie unsere andere. Von außen sah sie mehr nach einer alten Scheune oder Fabrik aus, da die Wände mit grünem Efeu bewachsen waren. Doch von innen, war alles hoch modern.
Mehrere Räume nur mit Computern gefüllt, zwei riesige Räume nur mit Waffen, drei Fitnessräume und ein Raum mit einer großen Bar.
Die Rufe und das Jubeln kam aus einem anderen Raum. In der Mitte hatte sich ein Kreis um den Ring gebildet, in denen vermutlich Grade zwei gegeneinander kämpften. Etwas abseits von der Menge, sah ich meinen Vater und Jonathan stehen, wie sie sich unterhielten.
In der Menge sah ich Zach stehen. Er hatte genau wie ich Sportsachen an. Neben ihm stand Dylan, ebenfalls Jogginghose und Turnschuhe.
Anscheinend hatte einer der beiden Kämpfer gewonnen, denn die Leute fingen an zu jubeln. Daraufhin sah ich, wie sich Dylan das T-shirt auszog und in den Ring kletterte. Ich quetschte mich zwischen den Menschen hindurch und stellte mich zu Zach, um eine bessere Sicht auf seinen Gegner zu bekommen.
Als ich endlich was sehen konnte, sah ich einen von Schweiß und Kratzern überzogenen nackten Oberkörper, den ich überall wieder erkennen könnte. Alec würde Dylan, erneut, zusammenschlagen.
Alec und Dylan liefen sich gegenüber im Kreis hin und her. Sie sprachen miteinander, doch ich konnte nicht verstehen, was gesagt wurde. Auf einmal griff Dylan an und wollte Alec den ersten Schlag verpassen, welcher allerdings im leeren landete, da er sich weg geduckt hatte.
Ich beobachtete jede einzelne seiner Bewegungen, so wie es mir mein Vater gezeigt hatte. Denn um anzugreifen musst du erst du Schwächen deiner Gegner kennen. Bei ihm war diese sein rechtes Bein. Seine Reflexe waren zwar verdammt gut, doch er stand nicht sicher auf beiden Beinen.
Dylan wollte erneut angreifen, doch Alec war schneller und griff nach seinem Arm. Er packte ihn so, dass er ihn über seine Schulter auf den Boden werfen konnte.
Er lag nun auf dem Rücken vor ihm und Alec nutzte dies, um sich auf ihn zu setzten, einen gezielten Kinnhaken zu verpassen und ihn KO zu schlagen.
Er stieg von ihm runter, stand auf und rief in der Menge:,, Sonst noch wer, der einen auf den Deckel bekommen will, oder traut ihr euch nicht?"
Das ließ weder ich noch Zach auf sich setzten. Er wollte sich sein T-shirt über den Kopf ziehen, doch ich hielt ihn davon ab. Das jetzt war mein Kampf und von keinem anderen.
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Unforgettable
Roman d'amourSie, ein ganz normales Mädchen am College. Sie ist nicht beliebt oder unbeliebt, nichts besonderes, dass lässt sie jeden glauben. Er, der heiße Quarterback am College. Er ist beliebt, einer den alle kennen, einer der immer gut drauf ist und nichts z...
