Chapter 1

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POV: Natalie

„Nur noch eine halbe Stunde", dachte ich mir und dann würde ich endlich nach Hause können. Ich freute mich schon auf mein flauschiges Bett, in welches ich mich gleich legen könnte. Der heutige Tag war wirklich sehr anstrengend, denn so eine hohe Deppenrate hatte man hier selten.

Es waren normalerweise immer kleine Kinder, die sich das Knie aufgeschürft hatten und die Mütter überfürsorglich waren, da „das Kind ja eine Gehirnerschütterung haben könnte", oder alte Omis, die einen Kreislaufzusammenbruch hatten, weil sie zu lange nichts getrunken hatten.

Doch heute ging alles schief. Es fing schon mit dem ersten Patienten an: Ein älterer Mann, etwa Mitte 50 wurde aufgrund einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus geliefert, er hatte mir erstmal eine halbe Stunde erzählt, wie scheiße doch sein Leben war, dass seine Frau ihn aufgrund des häufigen Konsums verlassen hatte, und er nur deswegen erneut die Bar aufgesucht hatte.

Erst als er der Meinung war, fertig erzählt zu haben, ließ er sich von mir behandeln. Und so ging es dann den Tag auch weiter...

Eine Oma, die nichts Besseres zu tun hatte, als ihren armen Enkel in das Krankenhaus zu schleifen, weil dieser sich am Herd verbrannt hatte, als sie kurz auf Toilette war. Der Kleine tat mir echt leid, denn so, wie sie ihn zurecht gewiesen hatte, hätte ich wirklich gerne eingegriffen, doch ich durfte es nun einmal nicht, da sonst meine Stelle als Assistenzärztin gefährdet wäre und diese brauchte ich wirklich dringend.

Obwohl ich noch am Studieren war, durfte ich bereits meine Assistenzarztzeit anfangen, da ich die erforderlichen Noten dafür hatte. Jedoch durfte ich diese nur in meinen Semesterferien machen. So hatte ich es mit der Ärztekammer und meiner Uni vereinbart und solange ich nicht abrutschte, durfte ich das so handhaben.

Nach der Oma folgte dann auch noch ein dementer 80 jähriger, der bei Rot über die Ampel gefahren war und somit einen Unfall verursacht hatte. Er selbst hatte jedoch nur Schürfwunden und eine leichte Prellung am rechten Unterarm.

Naja, wie dem auch sei, so verlief mein Tag bis jetzt und ich war gerade dabei, mein Zimmer zu desinfizieren, als ich von einer Schwester gerufen wurde.

Als ich bei ihr ankam, sah ich sieben Jungs, die einen achten an den Schultern stützten, damit er laufen konnte, einer von ihnen, redete gerade mit der vorhin genannten Schwester, welche auf seine Erklärungen hin nur nickte.

Als sie mich bemerkten, drehten sie sich alle zu mir. Nancy trat zu mir hervor und erklärte mir kurz, dass es ein sich um einen Notfall handelte und er schnellstmöglich behandelt werden sollte. Da es augenscheinlich keine schwerwiegenden Verletzungen gab, wurde er zu mir geschickt, da ich die einzige freie Assistenzärztin war.

Die Jungs halfen mir, ihn in meinem Zimmer auf die Liege zu legen und wurden danach von Nancy in den Wartebereich geführt.

Als die Tür geschlossen war, wandte ich mich zu dem jungen Mann und fing an, ihm die gewöhnlichen Fragen zu stellen, die ich bereits einstudiert hatte: „Hallo erstmal, mein Name ist Korn Natalie, wie kann ich dir weiterhelfen? Scheint ja ziemlich erst zu sein, wenn du mir als Notfall rein geschoben wirst."

„Ähm, ja... Song Mingi mein Name. Die Jungs und ich sind Trainees, die bald debütieren und ich bin beim Dance Practise umgeknickt. Unser Leader macht mich einen Kopf kürzer, wenn ich beim Debüt nicht auftreten kann."

Ich fing an zu lächeln. „Na dann lass mich mal sehen, ich möchte ja nicht, das meine eventuelle neue Lieblingsband wegen einem Mord noch einen schlechten Ruf kriegt."

Er fing an zu lachen und legte sich passend auf die Liege. „Ist dein Fuß denn nach außen oder nach innen weg genickt?", fragte ich ihn und nahm vorsichtig sein linkes Bein hoch. „Nach innen", erklärte er mir. Ich sah es mir genauer an und machte ein paar Standarttests mit ihm. Danach sagte ich einer Schwester Bescheid, die ihn zum Röntgen begleitete und mir danach wieder brachte.

Ich sah mir die Aufnahme an und konnte zum Glück keinen Bruch oder eine Stauchung erkennen. „Du scheinst Glück gehabt zu haben", fing ich an , „Das Sprunggelenk ist gezerrt. Das heißt du solltest deinen Fuß erstmal schonen. Ich lasse dir Krücken mitgeben und du hast erst einmal Trainierverbot. Am besten wäre es, wenn du in einer Woche noch einmal vorbeikommst, damit ich mir das anschauen kann", erklärte ich ihm und er nickte verstehend.

„Ich komme noch eben mit zur Anmeldung, damit wir dir einen Termin geben können", sagte ich und trat hervor, um eine Schwester nach den Krücken zu bitten. Schnell verband ich ihm noch seinen Fuß, damit der etwas Stabilität hatte.

Nachdem wir die Krücken dann auch erhalten hatten, ging ich mit ihm in Richtung des Wartebereichs, um ihn zu den Anderen zu bringen. Dort sah ich auch schon meine beste Freundin Ahri, die sich mit besagten Jungs anscheinend prächtig amüsierte.

„Was gibt's denn hier zu lachen?", fragte ich nun, um auf uns aufmerksam zu machen, was anscheinend sehr gut funktionierte, denn der junge Mann, der eben mit Nancy gesprochen hatte, kam einen Schritt auf uns zu.

„Bitte sag mir, dass du pünktlich zum Debut wieder tanzen kannst", flehte er schon beinahe. Das war also besagter Leader, der ihn um einen Kopf kürzen wollte, doch Mingi setzte sofort zu einer Antwort an: „Beruhige dich, ich werde wieder laufen können, bis dahin." Während er also zu seinen Freunden trat, steuerte ich auf Ahri zu. „Können wir dann jetzt nach Hause? Ich bin fix und alle!", quängelte ich herum, während alle anfingen zu lachen.

Ich ging noch kurz mit den Jungs nach Vorne und bat um besagten Termin, bevor ich mich von allen verabschiedete und mich umzog, damit wir gehen konnten.

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Sooo, das hier ist das erste Kapitel unserer neuen Fanfiction. Wie bereits erwähnt ist das hier eine Partner Fanfiction mit der lieben MissPanda99, schaut gerne mal bei ihr vorbei~

Im Gegensatz zu mir hat sie nämlich auch weitere K-Pop Fanfictions ^°^

Wir wünschen uns, dass es euch gefallen hat

Uploaden werden wir wahrscheinlich einmal pro Woche, in abwechselnder Sicht

Bis zum nächten Mal~

Promise -Ateez-Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt