Chapter 2

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POV: Ahri

Es war schon leicht am Dämmern, als ich mich von der Bibliothek auf den Weg zum Krankenhaus machte, um meine beste Freundin von der Arbeit abzuholen. Wir studierten beide, allerdings zwei verschiedene Sachen und sie war gerade in einer Praxisphase, die sie in Absprache mit der Uni und der Ärztekammer, aufgrund ihrer guten Noten, während ihren Semesterferien machen durfte. Da wir auch zusammen wohnten und das Krankenhaus auf meinem Heimweg lag, holte ich sie jeden Abend ab. Die Anderen Mitarbeiter kannten mich dort mittlerweile auch schon und ließen mich meistens einfach in Ruhe.

Als ich die Eingangshalle betrat, warf ich mich auf einen Stuhl im Wartebereich und holte das Buch, welches ich gerade las aus meiner Handtasche, die ich auf den Boden stellte. Meine Beine ließ ich über die Stuhllehne baumeln und meinen Kopf von der Sitzfläche hängen. Kopfüber laß ich dann in meinem Buch, während ich auf Natalie wartete. „Bitte warten sie hier auf ihren Freund, ich bin mir sicher, dass es nicht allzu lange dauern wird", hörte ich eine mir bekannte Stimme sagen, es war eine der Schwestern, die ich fast jeden Tag sah, „Oh Ahri, ist es schon wieder so spät?"

Kurz senkte ich mein Buch, um sie anzulächeln: „Jap, das ist es. Glaubst es wird noch lange dauern?" Kurz überlegte sie: „Eigentlich nicht, sie dürfte nur noch mit diesem einen Patienten beschäftigt sein. Dann müsste sie auch gleich eigentlich kommen." Dann drehte sie sich um und verschwand auch schon wieder, also hob ich wieder mein Buch und las weiter. Es war mal wieder ein Liebesroman, abgesehen von den Büchern, die ich für mein Literaturstudium lesen musste, las ich hauptsächlich Liebesromane was wahrscheinlich daran lag, dass ich ein unglaublich romantischer Mensch war und nie genug davon bekommen konnte. Je kitschiger der Roman war, desto besser war es.

Die sieben Jungs, die sich zu mir in den Wartebereich gesetzt hatten, hatte ich gar nicht wahrgenommen, bis sich einer von ihnen räusperte und fragte: „Was liest du da? Ich darf doch du sagen, oder?" Verwirrt senkte ich mein Buch und sah dann erst die Jungs. Verwirrt setzte ich mich richtig hin und antwortete: „Natürlich, so alt bin ich jetzt auch wieder nicht. Ähm ich lese einen Liebesroman." Irgendwie war es mir ein wenig unangenehm, dies vor ihnen zuzugeben. „Wartet ihr auf Jemanden?", fragte ich dann.

„Ja, auf einen unserer Freunde, er hat sich Training verletzt", antwortete er mir. Der Typ sah irgendwie knuffig aus, mit seiner Beanie, die nur ein bisschen seiner kurzen braunen Haare zeigte. Er trug etwas längere Ohrringe und eine große Brille mit runden Gläsern. Ich liebte diese Brillen und trug auch selber eine, wenn ich nicht meine Kontaktlinsen trug. Ich nickte nur und er fragte mich dann: „Was machst du hier?"

„Ich warte auf meine beste Freundin, sie arbeitet hier und ich hole sie jeden Abend ab, damit wir zusammen nach Hause gehen können", antwortete ich schnell. Jetzt nickte er einfach nur, bevor er fragte: „Wie heißt du eigentlich." Schnell steckte ich das Buch wieder in meine Tasche, da ich so das Gefühl hatte, nicht mehr wirklich zum Lesen zu kommen und antwortete dann: „Choi Ahri und ihr?"

Er stellte erst sich und dann den Rest vor, dabei zeigte er jeweils auf sie: „Ich bin Kim Hongjoong, das ist Park Seonghwa, dort drüben sitzt Jeong Yunho, neben ihm Kang Yeosang, neben mir sitzt Choi San, neben ihm Jung Wooyoung und hier ganz Außen Choi Jongho." Nervös lachte ich, denn ich war absolut nicht gut darin mit Namen zu merken, Gesichter konnte ich mir sofort merken, aber Namen? Nein, das war nicht meine Stärke.

„Das werde ich mir nicht alles merken könne", meinte ich dann, doch er machte nur eine abwehrende Handbewegung und sagte: „Das musst du auch nicht, ich bin auch nicht gut darin mir Namen zu merken." Das beruhigte mich ungemein. Dann fing ich eine kurze Unterhaltung mit ihnen allen an. Irgendwann sagte ich: „Ihr scheint nett zu sein. Ich treffe nicht oft so angenehme Mitmenschen hier, aber gut die meisten haben wahrscheinlich auch anderes im Kopf, als sich nett mit einer Verrückten, die jeden Abend freiwillig hier sitzt, zu unterhalten." San lachte: „Du scheinst mir jetzt nicht, wie eine Verrückte."

„Danke", kicherte ich, „Aber du kennst mich auch noch nicht lange, deine Meinung würdest du ganz schnell ändern." Sie stimmten mit in mein Lachen ein. „Was gibt es denn hier zu lachen?", hörte ich die Stimme meiner besten Freundin. Ich richtete meinen Blick in die Richtung, aus der ich sie gehört hatte und sah, wie sie mit einem jungen Mann, der auf Krücken lief, in unsere Richtung kam.

„Bitte sag mir, dass du pünktlich zum Debut wieder tanzen kannst", flehte Hongjoong den Mann an, dann war er wohl besagter Freund, der sich beim Training verletzt hatte. „Beruhige dich, ich werde wieder laufen können bis dahin", erwiderte er nur knapp und humpelte auf seine Freunde zu. Irgendwas an ihm faszinierte mich, doch ich konnte nicht genau sagen was, denn da riss Natalie mich auch schon aus meinen Gedanken: „Können wir dann jetzt auch nach Hause, ich bin fix und alle?"

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Das ist das erste Kapitel von MissPanda99

Wir hoffen es hat euch gefallen und sehen euch beim nächsten mal wieder

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Bis zum nächsten Kapitel~

Promise -Ateez-Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt