Chapter 35

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POV: Natalie

Als ich aufwachte, machte sich direkt ein mulmiges Gefühl in mir breit. Ich schüttelte diesen Gedanken jedoch wieder schnell von mir ab und zog mich um. Wahrscheinlich hatte ich einfach nur hunger, doch ich roch bereits, dass Ahri dabei war, Frühstück für uns beide zu machen.

So begab ich mich also in unsere Küche und "begrüßte" sie, in dem ich einmal brummte. Gerade als ich mich hin setzten wollte, hörte ich einen dumpfen Aufschlag und sofort drehte ich mich zu meiner besten Freundin um.

Sie lag auf dem Boden und war allem Anschein nach bewusstlos. Schnell lief ich zu ihr hin, schaltete jedoch zuerst den Herd aus, denn noch mehr Katastrophen wollte ich heute morgen nicht haben.

Zuerst tastete ich sie nach Wunden am Kopf ab, die ich jedoch nicht finden konnte. Direkt danach prüfte ich ihre Atmung und ihren Puls, welche beide im normalen Bereich waren. So rief ich schließlich den Krankenwagen an und erklärte, was vorgefallen war. Als sie aufgelegt hatten, brachte ich sie in eine angenehmere und vor allem stabile Position, da sie sehr unbequem aufgeschlagen war.

Für einen kurzen Moment dachte ich daran, den Jungs bescheid zu geben, doch sie würden viel zu viel Trubel verursachen, wenn sie hier aufschlugen und das konnten weder Ahri, noch ich gerade gebrauchen. Ich wusste, dass es ihr unangenehm wäre, wenn die Jungs wüssten, dass sie wieder einmal Probleme wegen ihrer Magersucht hatte.

Geduldig wartete ich auf den RTW, während ich zwischendurch wieder Atmung und Puls kontrollierte. Als die Sanitäter schließlich eintrafen, berichtete ich erneut von der Lage, während sie sie auf die Trage hievten. "Sie wollte Frühstück machen, ist jedoch dabei umgekippt. Atmung und Puls sind beide stabil. Ich tippe auf Überanstrengung."

Sie nickten und fuhren mit uns zusammen zum Krankenhaus, wo sie sofort untersucht wurde. Mein Kollege berichtete mir anschließend, dass ich mit meiner Vermutung richtig lag und sie sich anscheinend noch am frühen morgen überanstrengt hatte. Sofort wusste ich, was er meinte und schaute enttäuscht zu meiner besten Freundin. "Sie bekommt noch eine Infusion von uns und sollte im Laufe des Nachmittages wieder aufwachen. Du bist ja eh im Hause, also kannst du immer kurz vorbei schauen, allerdings sollte auch jemand rund um die Uhr bei ihr bleiben. Gibt es da eventuell jemanden?", fragte er mich und ich nickte seufzend.

Ich kam also doch nicht drum herun, den Jungs bescheid zu geben. Schnell überlegte ich und kam zu dem Entschluss, nur San zu kontaktieren. Er war ihr bester Freund und würde, so wie ich ihn kannte, keine riesige Aufruhr veranstalten. Ich rief ihn also an und nach kurzer Zeit, nahm er auch ab: 

"Hallo Natalie. Was verschafft mir die Ehre?" Im Hintergrund konnte ich die Stimme von Hongjoong hören, welcher mit mir sprechen wollte, doch San blockte ab. "Bin ich auf Laut?", fragte ich ihn und er bejahte. "Kann ich bitte mit dir alleine sprechen? Ist wichtig", gab ich knapp von mir. Es dauerte einen kleine Moment, ehe er wieder sprach. "So, du bist jetzt leise, also was gibts?" "Kannst du dich irgendwie raus schleichen? Ahri ist heute morgen umgekippt und braucht jemanden, der auf sie aufpasst. Ich muss arbeiten und kann es dementsprechend nicht selber tun." "Ähm ja, irgendwie sollte ich das hin kriegen. Aber wieso sollen die anderen nicht mit?" "Sie würde es nicht wollen, dass so ein großer Tumult wegen ihr entsteht. Außerdem kann ich einen überfürsorglichen Mingi hier nicht gebrauchen."

Am Ende hatten wir uns geeinigt, dass er in anderthalb Stunden da wäre und ich so lange bei ihr blieb. Schnell teilte ich einem Kollegen die Nachricht mit, damit ich keine Patienten zu der Zeit hatte.

"Wenn du aufwachst kannst du was erleben, meine Liebe", flüsterte ich, während ich ihr sachte über den Kopf strich. Ich verbrachte meine Zeit damit, auf Wattpad zu lesen, bis San kam. Ganz viele Fanfictions fand ich, die ich Ahri auf jeden Fall empfehlen würde.

Nach einiger Zeit klopfte vorsichtig jemand und trat dann ein. Es war San, doch keinesfalls so , wie wir es vereinbart hatten. Hinter ihm kamen sieben weitere Personen in das Zimmer und ich schüttelte verzweifelt den Kopf. "Tut mir leid, aber ich konnte sie nicht aufhalten", versuchte er sich zu erklären.

Währenddessen stürmte Mingi an uns vorbei und setzte sich zu Ahri ans Bett. "Wie geht es ihr?", fragte er fürsorglich und strich ihr, wie ich zuvor über den Kopf. Allerdings gab er ihr zusätzlich noch einen Kuss auf die Stirn. "Soweit ganz gut. Sie ist stabil und sollte später wieder aufwachen", erklärte ich und stand auf.

"Wenn ihr mich jetzt entschuldigt, ich muss jetzt arbeiten. Ihr findet mich in meinem Behandlungszimmer. Bis später." Ich winkte ihnen zum Abschied und machte mich auf den Weg.

In meiner Mittagspause nahm ich mir vor, wieder zu den anderen zu gehen und ihnen etwas zu essen zu bringen. Das Krankenhausessen ging hier zwar einigermaßen klar, doch ich kannte Wege, wie ich an besseres kam. Zu aller erst beschloss ich also zur Kantine zu gehen und der Dame bescheid zu geben, dass ich später einen Wagen zum transportieren brauchte.

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Da ist auch schon das nächste Kapitel

Wir hoffen es hat euch gefallen

Bis zum nächsten Mal~

Promise -Ateez-Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt