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Als die Sonne hinter den Bergen untergegangen war wurde es im kleinen York ruhig. Man hörte nur noch wie die Nachbarkatze eine Mülltonne umwarf. Doch in dem Wohnzimmer des kleinen Hauses am Ende der Straße, herrscht eine angenehme Ruhe und Wärme, welche von dem Kamin ausgestrahlt wird. Das einzige Geräusch, welches man in dem Haus hören konnte, war neben dem Knistern des Kamins, dass umschlagen einer Buchseite. "Hermine hast du das letzte Stück Kuchen gesehen?" kam es fragend aus der Küche. "Ähm nein, isch weiß nischt was du meinscht." Antwortet Hermine mit vollem Mund aus dem Wohnzimmer. Draco kommt ins Wohnzimmer, in welchem Hermine in ihrem Sessel sitzt und genüsslich das letzte Stück Erdbeerkuchen isst. "Minchen ich weiß zwar das unser kleines Monster zurzeit viel essen will, aber musstest du das letzte Stück meines Lieblingskuchen essen." entrüstet sich Draco. "Nen unseren Sohn nicht Monster und ja der Kuchen ist halt lecker." sie grinst frech und schiebt sich den letzten Teil des Kuchens in den Mund. Ihr Ehemann geht auf sie zu und setzt sich auf die Lehne des Sessels. "Ich würde dich ja gerne bestrafen, aber durch diesen Umstand müssen wir dies Wohl vertagen." haucht er lasziv. "Dies ist aber äußerst bedauernswert Mister Malfoy." gespielt enttäuscht zieht Hermine einen Flunsch und stellt den leeren Kuchenteller auf den Couchtisch vor ihr.

Gerade wollte sie sich erheben als Draco ihr zu vorkam. "Warte, bleib sitzen ich räume ihn dir weg." er schnappte sich denn Teller und verschwand in die Küche. Hermine seufzt, seit der Schwangerschaft hat sich ihr Ehemann in eine bemutternde Glucke verwandelt. Manchmal rührte es Hermine, dass er sich so viel um sie sorgte, doch an anderen Tagen wollte sie ihn dafür einfach nur erwürgen. Dieses Ganze bemuttern ging jetzt schon 38 Wochen und sie freute sich, wenn ihr kleiner Sohn endlich das Licht der Welt erblickt. Als sie sich wieder ihrem Buch widmen wollte kam der Malfoy wieder zurück. Eifersüchtig beäugt er das Buch in ihren Händen. "Du hast die Bücher mehr lieb als mich." schmollt er und zieht seine Unterlippe nach vorne. Hermine lächelte nur und versuchte weiter zu lesen, doch dies wurde ihr zunichte gemacht als Draco ihr das Buch aus den Händen riss. Wütend stieß Hermine die Luft aus. "Draco Lucius Malfoy gib mir sofort mein Buch zurück." schrie sie ihn an und wollte aufspringen als ein Schmerz sich durch ihren Unterleib zog. Schnaufend setzt sie sich wieder und atmet tief durch. Dracos spielerische Miene wich und machte Platz für eine besorgte. Der Sessel unter ihr wurde nass und Hermines Augen weiteten sich. "Meine Fruchtblase ist geplatzt." keucht sie nervös. "Wie? Es...Es ist zu früh." stottert Draco und kniet sich vor sie hin. "Draco hock nicht so dumm rum, sondern schnapp dir meine Tasche und hilf mir ins Mungos zu kommen." brüllt sie ihn an und krümmt sich als die nächste Wehe sie überrollte. Der Malfoy hetzte ins Schlafzimmer der beiden und kramt die schon vorbereitete Tasche aus dem Schrank. Hermine hatte sie schon im achten Monat gepackt, damit man auf alles Vorbereitet ist hatte sie gemeint. Eilig stürmt er zurück ins Wohnzimmer. "Sie kommen jetzt alle fünf Minuten" stellt sie fest. Schwer atmend stützt sie sich auf Draco ab und die beiden taumeln mit langsamen Schritten zum Kamin. Mit einem schnell und deutlichen "Sankt Mungos." waren die beiden ins Mungos gefloht.

"Meine Frau bekommt unser Kind, wir brauchen einen Heiler." schreit Draco panisch durch das magische Krankenhaus. Keine zwei Sekunden später kommt eine Schwester mit einem Rollstuhl angerannt und setzt Hermine in diesen. "Heiler McFinnley wird sofort kommen. Wir bringen sie jetzt erst einmal in ein Zimmer." erklärt die Schwester entspannt und schiebt Hermine in ein nah gelegenes Zimmer. "In welchen abständen kommen die Wehen misses Malfoy?" fragt sie die Schwester. "Jetzt ungefähr alle zwei Minuten." keucht Hermine und presst ihre Augenlieder zusammen. Draco greift nach ihrer Hand. "Drück wenn es weh tut." erklärt er und Hermine schnaubt nur abfällig. "Ach ne wirklich." Verunsichert blickt Draco auf seine Frau hinab belässt es aber dabei. Die Schwester und er versuchen Hermine so schmerzfrei wie möglich auf das Bett zu bugsieren wie es ihnen möglich war. Selbst dabei hat Draco ihre Hand nicht losgelassen. Die Tür geht auf und ein Heiler kommt hinein gestürzt mit einem Kollegen. "Guten Tag misses Malfoy wie geht es ihnen?" fragt er höflich. "Wie als würde ich eine scheiß Melone aus einem Nasenloch pressen. Also ziemlich gut, aber danke der Nachfrage." zischt sie in einem sarkastischen Ton. Heiler McFinnley nimmt dies gelassen hin und mit einem Zauber ist Hermines Hose und Unterhose verschwunden. "Der Muttermund ist schon ein wenig auf. Das ist gut." murmelt er und streift sich Handschuhe über seine großen Hände. "Nun misses Malfoy. Auf mein Kommando pressen sie. Ja?" "Ah, ja ich bin nicht Taub." stöhnt sie und beißt ihre Zähne zusammen. Draco fährt ihr vorsichtig über den Kopf und erhält dafür ein schwaches Lächeln von seiner Frau. "Gut misses Malfoy pressen sie." meldet sich der Heiler und mit einem schrecklichen Schrei presst sie. Vor Dracos innerem Auge erscheinen Bilder von ihrer Folterung in seinem alten zu Hause, aber er verdrängt diese, in die hintersten Stellen seines Bewusstseins. Ein weiterer Schrei und noch einer und nach gefüllten Tausenden weiteren ertönt ein anderer. Ein kräftiger Schrei. Hermine beginnt zu strahlen und steckt ihre Arme gierig aus. Draco geht vor zu der Hebamme und nimmt seinen Sohn entgegen. "Wir müssen ihn später noch einmal untersuchen, aber für die nächsten zehn Minuten ist es gut, wenn er bei seiner Mutter wäre." lächelt sie. Draco nickt und reicht nun seinen Sohn an dessen Mutter. "Willkommen in der Welt kleiner Scorpius." begrüßt sie ihn. Draco blickt lächelnd auf seine beiden Schätze hinunter und stellt fest das dies sein zweit bester Tag in seinem Leben war. Den Hochzeitstag mit seiner Frau könnte einfach nichts toppen. Er küsst Hermines Stirn und flüstert ihr ins Ohr "Ich liebe euch beide so sehr." "Wir lieben dich auch." sagt sie lächelnd, beugt sich hoch und küsst ihn.

"Nun misses Malfoy es tut mir leid, aber ich muss ihren Sohn jetzt leider entwenden, um ihn zu untersuchen. Er war eine Frühgeburt daher sollten wir es gründlich tun. Dies könnte jetzt eine halbe Stunde gehen. Wir bringen ihn sofort wieder zu ihnen zurück." erklärt die Schwester. "Bis später kleiner." verabschiedet sich Hermine von ihrem Sohn und haucht ihm einen Kuss auf den leicht blonden Flaum. Wiederwillig reicht sie ihn der Schwester. Diese verschwindet sofort mit ihm und Hermine und Draco bleiben allein in dem Zimmer. Hermine kuschelt sich mehr in ihre Bettwäsche und legt sich umständlich auf die Seite. "Geht es?" fragt sie Draco besorgt. "Ja, es tut nur noch ein wenig weh." gähnt sie. "Schlaf gut, Engel." flüstert Draco in ihr Ohr und haucht ihr einen Kuss auf den wilden Lockenschopf. Hermine lächelt noch schwach und schon driftet sie in das Land der Träume.

Von Gemurmel wird Hermine wieder wach. Sie hält ihre Augen geschlossen und macht die Zugehörigen des Murmelns aus. Sie hört wie Scorpius beginnt sich zu beschweren und sein Vater versucht ihn zu beruhigen. "Shh Cowboy, wir wollen doch Mama nicht wecken. Sie hat viel Kraft gebraucht, um dich auf die Welt zu bringen und nun braucht sie diesen Schlaf. Denn wenn wir zusammen nach Hause gehen, dann wirst du uns noch ganz schön auf trapp halten." Scorpius wehklagen klingt ab. Hermine öffnet ihre Augen und beobachtet die beiden. "So ist's gut." flüstert Draco und streichelt über Scorpius Schopf. "Heute ist der zweit beste Tag meines Lebens, weißt du? Auch wenn ich dich sehr liebe und mehr als acht Monate auf dich warten musste landest du auf Platz zwei, denn auf Platz eins meiner liebsten Tage wird immer der Hochzeitstag mit deiner Mama sein. Es tut mir wirklich leid Kumpel, aber der Tag war einfach zu schön, um ihn jemals zu vergessen." gibt er zu und lächelt auf seinen Sohn hinab. "Aber dennoch werde ich dich immer lieben egal wie viel misst du bauen wirst. Du erfüllst mein Leben mit noch mehr Licht. Ich werde immer an deiner Seite sein, das verspreche ich dir. Wir werden uns eventuell mal diverse Meinungsverschiedenheiten haben und ich wette mit dir das Leben wird nicht immer einfach sein. Doch ich werde dich niemals verlassen und dich immer lieben." Draco lächelt liebevoll und küsst Scorpius Schopf. "Salazar, ich werde noch weich, sag das bloß deiner Mama nicht, sie wird mich damit nur wieder aufziehen." lacht Draco. "Oh glaub mir ich habe alles gehört." Meldet sich Hermine nun lächelnd zu Wort. Geschockt wendet Draco den Blick von seinem Sohn ab und wendet sich seiner Frau zu. "Seit wann bist du denn wach?" fragt er verwundert. "Schon ein Weilchen." meint Hermine und blickt ihren Sohn sehnsuchtsvoll an. Draco folgt ihrem Blick und reicht ihr Scorpius. Dieser ist mittlerweile eingeschlafen und sabbert auf seinen Strampler. "Danke." murmelt Hermine und küsst ihren schlafenden Spatz auf die Stirn. 

Dramione OneShotsWo Geschichten leben. Entdecke jetzt