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Ein jugendlicher blonder Junge rannte durch die Korridore. Vorbei an diversen Gemälden, Statuen und anderen Schülern, sprintete er in den dritten Korridor. Hier waren alle Personen, die im Krieg gefallen waren mit einem Portrait geehrt, aber auch berühmte Menschen, die nach dem Krieg gestorben sind, findet man hier. Seine Mutter war hier auch unter den ganzen Gemälden. Er war gerade mal 11 als sie gestorben war. Es gab einen Attentat auf das Ministerium, um genauer zu sein auf die Abteilung für Magisches Recht, der angebaute Kindergarten wurde dabei getroffen. Seine kleine Schwester war zu diesem Zeitpunkt zu Hause geblieben, da es ihr nicht gut ging. Sie war gerade mal fünf. Die Kobolde hatten einen Aufstand wegen ihrer Rechte angefochten, doch sie wurden nicht erhört und dann griffen sie an und ließen die Abteilung explodieren. Es hatte die ganze Zaubergemeinde geschockt und die Kobolde wurden von jeglicher Magie verbannt und an einem extra erschaffenen Ort weggesperrt. Seine Mutter musste an diesem Tag noch nicht einmal Arbeiten, sie wollte nur ein paar Unterlagen abholen. Er fand es immer noch ungerecht, was damals passiert ist. Sein Vater hat mehr als er gelitten, dass muss man dazu sagen. Er war zwar immer stark für sie, aber am Abend ist er meist weinend in dem Schlafzimmer von ihm und seiner Frau zusammengebrochen. Scorpius hat es schon ein paar Mal mitbekommen, als er nicht schlafen konnte. Er bog um die nächste Ecke um und befand sich in dem gesuchten Gang.

"Hey Mom." begrüß er das Portrait. "Oh Scorpius, du solltest doch für deine ZAG's üben. Die sind wichtig." belehrt ihn seine Mutter. Sie legt ihr Buch auf ihren Schoß und setzt ihr Brille ab. "Ich rede, aber lieber mit dir." schmollt Scorpius. "Scorpius du solltest mich loslassen. Es ist nicht gut für dich an mir festzuhalten." meint seine Mutter. "Mom, ich möchte dich nicht loslassen. Ich kann es nicht. Dad wird dein Portrait nie sehen." Die letzten
Worte nuschelt er in sich hinein. "Und das soll er auch nicht. Scorp du wirst bald Hogwarts verlassen und dann wirst du mich noch mehr vermissen. Ich sage es dir lieber, du musst mich loslassen." Sagt Hermine streng. "Aber Mama..." quengelt er. "Nein Scorpius. Du musst ich kann es auch nicht ertragen dich zu sehen und dich nicht in den Arm nehmen zu können. Es ist kein Segen in diesem Portrait eingesperrt zu sein. Ich will zu euch zurückkommen, aber das Klappt nicht. Es gibt keine Möglichkeit mich zurück zu holen." sagt sie traurig. "Wer weiß vielleicht doch?" überlegt Scorpius laut. "Scorpius nein, egal was du findest, es ist verboten und ich verbiete dir mich zurück zu holen. Mit Menschen, die wieder vom Tod auferstanden sind, sind schreckliche Dinge passiert, also bitte unternimm nichts. Der Tod ist eine unumgängliche Sache Scorpius, wir können nicht entscheiden wann wir sterben, manchmal sterben wir früher und manchmal später, aber sterben müssen wir alle einmal." sagt Hermine. Scorpius seufzt traurig. "Ich weiß, aber warum ausgerechnet du?" seine Augen füllen sich mit Tränen. "Ich weiß es nicht Scorp." haucht sie sanft. Nun brechen seine Dämme und er sinkt schluchzend zu Boden. Seine Mutter ist Tod und er muss es akzeptieren. Sein Vater hat es auch noch nicht ganz akzeptiert und Scorpius denkt, dass sein Vater es nie wirklich akzeptieren wird. 

Dramione OneShotsWo Geschichten leben. Entdecke jetzt