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Leichte Winde schwingen über das dunkle Land und der helle Vollmond scheint durch die dichten, dunklen Bäume des Waldes. Das dichte Dickicht raschelt im Wind und in der ferne hört man einen Werwolf heulen. Irritiert öffnet die junge Hexe ihre Augen und blickt sich in dem mitternachts-schwarzen Wald um. Ein Rabe kreischt und sie zuckt zusammen. Hastig sucht sie nach ihrem Zauberstab kann ihn jedoch nirgends finden. "Verdammt." flucht sie leise. Sie erhebt sich leise von dem mit Laub und Moos bedeckten Boden. Ihre Schuluniform hat die Feuchte des Mooses angenommen und liegt nun kalt und nass an ihrer Haut. Sie dreht sich einmal im Kreis, um die Richtung zurück nach Hogwarts zu finden, doch alles sieht gleich aus. Hinter den dichten Laubbäumen kann sie nichts als schwärze erkennen und dies erschwert ihre Suche nach einem Ausweg nur noch mehr. "Ah endlich bist du aufgewacht." säuselt eine dunkle, tiefe Stimme in ihrem Kopf. Erneut blickt sie sich hastig um kann aber niemanden sehen. Eine Gänsehaut überzieht ihren Körper und ihre Zähne beginnen vor Angst zu klappern. "Habt keine Angst kleine, ich tue dir nichts." säuselt die Stimme weiter und lässt die Hexe erneut zusammenzucken. "Wer bist du und wo bin ich hier?" fragt ihre zitternde Stimme in die Dunkelheit. "Du meine schöne bist im Verbotenen Wald, aber meine Wenigkeit ist nicht von Bedeutung." beantwortet die mystische Stimme ihre Frage. "Was willst du von mir?" murmelt die Hexe. "Nur ein wenig deines Blutes." antwortet die Stimme erneut. Ängstlich blickt sich die Brünette um und rennt los. Weg von der Stimme. Weg von dem Wald. Weg von der Angst. Ohne einen Plan springt sie über Wurzeln und Äste. Immer weiter rennt sie durch den Wald, ohne eine Ahnung davon zu haben, wohin sie ihr Weg führen wird. Sie will nur weg. "Du kannst mir nicht entkommen." ruft die Stimme in ihrem Kopf. Sie versucht sie zu ignorieren und stürmt immer weiter durch den Wald. Ihr Blut rauscht wild durch ihre Ohren, wie ein reißender Fluss und ihr Atem geht hektisch, keuchend. Ihre Füße ziehen die Geschwindigkeit an und mehrere Vögel fliegen kreischend aus den Gebüschen.

Voller Panik springt sie über einen umgefallenen Baum, doch ihr Rock bleibt an einem abstehenden Ast hängen. Mit einem erschrockenen Laut fällt sie zu Boden. Schnell rappelt sie sich auf und will weiter rennen doch vor ihr steht ein großer Mann mit blutroten Augen. "Und so sieht man sich." sind seine Worte zu ihr und seine Lippen verziehen sich zu einem unheimlichen Lächeln. Dabei blitzen zwei spitze Zähne im Mondlicht auf. Er ist ein Vampir, stellt die Brünette fest und kramt nach einer Idee was sie nun tun könnte. Ihm einen Pflock ins Herz zu rammen wäre eine Möglichkeit, doch in der Umgebung befindet sich kein geeignetes Stück Holz. Voller Panik stolpert die kleinere Hexe zurück und stößt gegen einen Baum. "Du hast doch nicht geglaubt das du vor mir wegrennen kannst, oder?" lacht der Vampir vor ihr. "Du bist genau da, wo ich dich haben will." wispert er und kommt ihr gefährlich nahe. Die zierliche Hexe presst sich gegen den Baum in der Hoffnung, dass dieser sich öffnet und sie verschlingt, doch natürlich ist dies nur Wunschdenken. Der morsche Baum rührt sich kein Stück und der Vampir kommt ihr immer näher. Die wasserstoffblonden Haare blitzen im Mondlicht auf und lässt sie erfrieren. Jetzt konnte sie alle Einzelteile zusammensetzen. Die schneidende Stimme, die blonden Haare und das scharfkantige Gesicht. Draco Malfoy stand vor ihr in seiner vollen Gestalt. "Malfoy bitte nicht." wimmert sie. Wie als hätte er sich verbrannt schnellt er zurück. "Ach Granger hast mich wohl erkannt." meint er und rückt wieder näher zu ihr. "Ah dein Geruch weckt wahrlich meinen Jagdinstinkt. Deine Haut so zart wie Seide. Perfekt um meine scharfen Zähne darin zu vergraben." säuselt er gegen ihre Halsbeuge. Ein Wimmern verlässt ihre rosigen Lippen und kleine Tränen der Angst kullern ihr über die Wangen. Malfoy leckt über ihre Halsbeuge und legt seine Zähne an ihre dünne Haut. Seine Pupillen weiten sich durch die Blutgier und seine zarten blauen Adern treten schwarz unter seinen Augen hervor. Ohne Vorwarnung rammt er seine scharfen, weißen Zähne in das dünne Fleisch der Brünetten. Ein spitzer Schrei entfährt Hermine und sie fleht ihn an aufzuhören, doch der Blutsauger reagiert nicht. Verfallen in seiner Gier saugt er weiter an ihrer Hauptschlagader. Hermine verliert immer mehr an ihrer Kraft und sackt in die Arme des Blondhaarigen. Bevor er Hermine komplett aussaugt lässt er von ihr ab und lässt sie achtlos liegen. Ohne noch zurück auf das blasse Mädchen zu schauen verlässt der Blonde den Wald, während er sich mit einem Taschentuch das süße Blut von den Lippen wischt. Ein zufriedenes Grinsen ziert sein Gesicht, als er durch das dunkle Unterholz wandert. "Die Streberin ist doch eigentlich ganz süß." murmelt er in die Dunkelheit und verschwindet.

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Schauriges Halloween meine Lieben,

feiert ihr denn eigentlich Halloween oder ist es für euch ein normaler Tag? Ich hoffe euch hat das Kapitel ein wenig gegruselt und gefallen. Vielen Dank für über 20 Tausend Reads und über 992 Votes, das ist echt krass danke.

Angel😇

Dramione OneShotsWo Geschichten leben. Entdecke jetzt