"Maaann, jetzt sagt mir doch bitte wo es hingeht!", quengelte ich nun schon zum fünften Mal, doch die Jungs verdrehten nur genervt die Augen.
"Lass dich doch einfach überraschen, Schatzi", meinte Zayn fröhlich, der am Steuer saß und uns über den viel befahrenen Highway lenkte.
Nate saß hinten mit mir auf dem Rücksitz, weil er mich nicht die ganze Fahrt alleine hier sitzen lassen wollte. Das freute mich, und nicht nur weil ich jetzt ein ultrabequemes Kissen hatte.
"Ich mag keine Überraschungen", grummelte ich und versteckte mein Gesicht an seiner Schulter.
"Du lügst", grinste Nate an meinem Ohr, "Du liebst Überraschungen."
Ich musste schmunzeln, denn er hatte Recht. "Nur die Guten", korrigierte ich ihn dennoch und schloss müde meine Augen.
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Wir fuhren und fuhren und fuhren. Einmal machten wir eine Pause, als Nate und Zayn Plätze tauschten. Das störte mich aber nicht wirklich, dann schlief ich eben an Zayn gelehnt weiter.
Dann wurde ich erst wieder durch eine Stimme wach.
"Mann ey, Roxy klammert sich an mich wie ein Faultier", beschwerte sich Zayn flüsternd.
"Sei froh, dass dich wenigstens irgendwann mal eine Frau an dich klammert und lass mich pennen", grummelte ich in seine Halsgrube und kuschelte mich dichter an ihn. Ich war hundemüde.
In unserer Nähe hörte ich Nates leises Lachen. "Aber diese Frau musst nicht du sein, Rox, also komm. Wir sind da."
"Näh", machte ich und klammerte mich noch stärker an den lachenden Zayn.
Nate seufzte ungeduldig. "Ich bin gerade fünf Stunden gefahren und jetzt echt nicht in der Stimmung um mit dir zu diskutieren. Also bitte schwing deinen hübschen Arsch aus dem Auto damit ich endlich schlafen kann."
Ich gab nach, aber nur weil ich hörte wie erschöpft er war. Leise brummend ließ ich Zayn los, der im Gegensatz zu seinem Bruder ziemlich ausgeruht wirkte, und stieg aus dem Wagen.
Sofort ergriff Nate meine Hand um seine Finger mit meinen zu verflechten, doch ich blieb wie angewurzelt stehen und ich glaube, meine Kinnlade war nur wenige Zentimeter davon entfernt am Boden aufzuschlagen.
Wir waren am Meer.
Und oh Gott, ich liebe das Meer.
Vor uns erstreckte sich der helle, fast weiße Sand geschmeidig und mündete in den blauen Ozean, dessen Wellen erbarmungslos gegen die Felsen darin schlugen.
Die salzige Luft fegte mir über mein Gesicht und ich sog sie tief durch meine Nase.
"Du warst noch nie am Meer?" Nates Stimme war so weich wie der Sand unter meinen Füßen. Ich schüttelte den Kopf, was ihn leise lachen ließ.
Ich drehte meinen Kopf und erst jetzt bemerkte ich das kleine Haus, das auf Stelzen im Sand stand und dessen Wände fast komplett aus Glas waren.
"Das war unser altes Ferienhaus. Der Strand ist sozusagen... unser Vorgarten", grinste Zayn als er neben mich kam und meine beeindruckte Miene sah.
"Und der Hinterhof", fügte Nate hinzu und schmunzelte.
Ungläubig schüttelte ich den Kopf wieder und schloss langsam meinen Mund. Sagen konnte ich aber noch immer nichts, weshalb die Jungs nur lachten.
Mit unserem Gepäck in den Händen liefen wir hinüber zu dem Strandhaus.
"Willkommen im Paradis", bemerkte Zayn einladend, nachdem die Tür aufgeschlossen wurde. Es war kein großes Haus, aber wunderschön. Links nach dem Eingang fand man direkt eine rießige Wohnküche mit einem wahnsinnigen, offenen Kamin. Rechts im Flur waren zwei Türen, vermutlich die Schlafzimmer. Da es keine andere Tür für ein Badezimmer gab, schätzte ich mal das je eins an die Schlafzimmer angrenzte.
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Your World in Flames
Teen FictionBeendet ✔️ Roxanas Leben ist ziemlich gewöhnlich. Ihre Eltern arbeiten viel und zusammen mit ihren Freundinnen Pam und Mo will sie eigentlich nur die Highschool überleben. Irgendwie. Allerdings wird ihre gewohnte Welt auf den Kopf gestellt, als sie...
