*Nächster Tag*
Der gestrige Tag war wirklich aufregend. Vielleicht auch etwas zu viel, wenn man mich fragt. Dafür hatte ich heute genug Zeit, um mich etwas auszuruhen. Genau deswegen hatte ich Veronica zu mir geholt, die am besten weiß, wie man sich entspannt. Das sagte sie zumindest immer. Ich wollte eigentlich zuerst etwas mit Jughead unternehmen, jedoch hatte er unglücklicherweise keine Zeit. Also saßen Veronica, Ander und ich in unserem Wohnzimmer und schauten einen Film. "Worum geht es hier eigentlich? Ich versteh dieses ganze Wirrwarr überhaupt nicht", sagte Veronica verwirrt. "Ich weiß es selbst nicht. Ander hat den Film ausgesucht", antwortete ich. "Ihr habt einfach keinen Geschmack. Der Film geht über einen Mann, der ein Handy findet und dann da drauf creepy Sachen sieht, die ihn verrückt machen. Klingt doch ganz normal", lachte Ander. "Ich verstehe diesen Film nicht. Warum sind da überall Kakerlaken?", wiederholte Veronica und schüttelte sich vor Ekel. Ich nahm die Fernbedienung und schaltete den Film aus. Ander beschwerte sich: "Hey, warum hast du ihn ausgemacht? Er war doch so gut. Wir hätten wenigstens noch zu Ende gucken können" Ich sagte: "Nope. Der Film war richtig schlecht." "Absolut", stimmte Veronica mir zu und warf sich eine Traube in den Mund. "Was wollt ihr dann machen?" Ich überlegte.
Meine Gedanken wurden durch ein Klingeln unterbrochen. "Hihi, ich mach auf." Veronica sprang erfreut auf und lief zur Tür. Ich folgte ihr. Als sie die Tür öffnete, standen zwei fremde Menschen vor uns. Veronica setzte ihr Lächeln auf und sprach: "Guten Tag Gustavo. Guten Tag Kelly. Schön, dass Sie die Zeit gefunden haben, um hier her zukommen." Hatte Veronica die hier her etwa eingeladen? Ich sagte: "Hallo, ich bin Annissa. Kommen Sie doch rein." Die Frau antwortete uns gut gelaunt und schüttelte mir auch die Hand: "Dankeschön. Wirklich nett Sie kennenzulernen. " Der Typ und diese Kelly folgten mir ins Wohnzimmer, in dem Ander schon neugierig auf uns wartete. "Hallo", begrüßte er die Fremden. Kelly und Gustavo setzten sich aufs Sofa. "Wollen Sie etwas trinken?"; fragte ich. "Wasser", antwortete Gustavo unfreundlich. Das machte ja einen guten ersten Eindruck von ihm. Ich finde ihn jetzt schon sympathisch. "Ich hole Ihnen das Wasser. Sie können schon mal ohne mich beginnen", sagte Veronica und verschwand schnell in der Küche. "Ich bin Kelly Wainwright und das hier ist Gustavo Rocque, ein weltberühmter Musik-Produzent. Wir sind hier, weil wir dich gestern singen gehört haben." Ich verstand überhaupt nicht, was die gerade von mir wollten. "Hier ist Ihr Wasser", sagte Veronica, als sie zurück kam und stellte das Glas auf dem Tisch ab. "Danke", sagte Kelly. Ist Kelly Gustavos Assistentin? Sieht für mich zumindest so aus. "Und was wollen Sie von mir?" Jetzt meldete Gustavo sich zu Wort: "Ich möchte dich nach Los Angeles einladen und ein paar Demo-Tracks mit dir produzieren." "Es wird drei Monate dauern und wir übernehmen alle Kosten", sagte Kelly. "Was sagst du? Willst du nach LA gehen, alles bezahlt bekommen und dich formen lassen vom großen Gustavo Rocque?", fragte Gustavo selbst. Veronica meinte begeistert: "Natürlich will sie das. So ein Angebot kann man doch nicht abschlagen." Dabei sah sie mich ernst an. "Stopp. Ich muss das erstmal mit meiner Mutter abklären." "Wir haben schon mit ihr geredet. Sie hat nichts dagegen", erklärte Kelly. Alles klar. Gut, dass mir das jemand sagt. "Aber was ist mit der Schule?" "Du gehst während diesen drei Monaten dort in die Schule." Ander sagte auch was dazu: "Komm Anni, du kannst dir diese Chance nicht entgehen lassen." "Ich weiß nicht. Was ist mit euch?" "Wir schaffen das schon", versicherte Ander mir. Kelly sagte: "Siehst du. Es gibt nichts, worüber du dir Sorgen machen solltest." Nicht ganz. Es gab da noch Jason, dem ich eigentlich sagen wollte, dass ich bereit für eine Beziehung mit ihm war, aber das sprach ich jetzt mal lieber nicht an. Das war so eine schwere Entscheidung. Aber ich glaube... "Okay, ich bin bereit." Kelly, Veronica und Ander freuten sich richtig. "Gut, der Flug geht am Dienstag um 9 Uhr. Wir holen dich ab." "Was? Am Dienstag schon?" "Ja, wir dürfen keine Zeit verlieren." Wie soll ich denn so schnell alles packen und mich verabschieden? "Du hast einen ganzen Tag, um dich vorzubereiten", machte Kelly klar. Ich nickte, obwohl man mit meine Verzweiflung wahrscheinlich aus dem Gesicht ablesen konnte. Veronica legte ihre Hand auf meine Schulter. "Wir schaffen das schon." "Gut, wir müssen jetzt leider schon los. Wir sehen uns dann am Dienstag in LA." "Alles klar, wir sehen uns dann." Veronica begleitete die beiden noch zur Tür.
Als Gustavo und Kelly raus gegangen waren und Veronica wieder zu uns kam, sah ich sie verblüfft, aber gleichzeitig auch etwas wütend an. Wie konnte sie so eine schwere Entscheidung nur für sich behalten und mir nicht davor schon Bescheid sagen? "Bist du für das alles verantwortlich?" Sie nickte eifrig. "Ja. Als Entschuldigung für meine Verurteilung gegenüber dir." "Das wäre nicht nötig gewesen. Also wirklich nicht. Dank dir, seit ihr mich bald für drei Monate los." Veronica umarmte mich liebevoll. "Wir werden dich sehr vermissen." Ander schloss sich unserer Umarmung an. "Doch bevor ich fliege, hab ich noch viel zu tun. Ich muss noch shoppen, packen und mich von allen verabschieden, insbesondere von Jason." Zusammen mit Ander und meiner Mum würde ich Jason wahrscheinlich am meisten vermissen. "Wie gesagt, wir helfen dir dabei." "Eine andere Möglichkeit habt ihr jetzt auch nicht." Ich dachte jetzt schon darüber nach, wie ich Jason alles erklären sollte. Das würde schwer werden.
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Lost in You
RomanceEine goldene Regel, die nicht nur unter den Schülern der Riverdale High bekannt ist: Man sollte sich nicht mit den Blossoms anlegen, insbesondere sollte man um ihre Tochter Cheryl einen großen Bogen machen. Diese Familie war bekannt dafür nicht imme...
