Das Twilight Drive In

331 8 0
                                        

*Freitag*

Heute war Freitag, also der Tag an dem ich mich zusammen mit Jason im Twilight Drive In treffen werde. Aber davor hatte ich noch ein Treffen mit Mr Stränge, die für mich wirklich wichtig war. Die Zeit, die wir gemeinsam hatten, half mir dabei mich zu sammeln und alle Gefühle und Emotionen, die sich anstauten, rauszulassen. Als unser Treffen sich schon fast dem Ende zu neigte, sah Mr Strange mich verwundert an und fragte: "Warum strahlst du heute denn so?" "Ich treffe mich später mit Jason Blossom." "Das ist ja erfreuend. Wie geht es mit dem Singen voran?" "Gut, ich treffe mich am Sonntag mit Archie um weiter am Text zu schreiben." "Okay. Na dann sehen wir uns nächste Woche wieder." "Alles klar. Schönes Wochenende." "Dir auch und ich wünsch dir für später auch noch viel Spaß." "Vielen Danke." Zufrieden verließ ich Mr Strange's Klassenraum und lief zu meinem nächsten Unterricht. Dabei begegnete ich Jason. Er lächelte mich an und sagte: "Bis später." Ich lächelte zurück und nickte. Vor Aufregung bekam ich kein einziges Wort aus mir raus, doch ich konnte es kaum erwarten.

Als die Schule zu Ende war, drängte ich Ander, damit er sich beeilte. Ich wollte schnellstmöglich nach Hause, um mich rechtzeitig fertig zumachen. Jason würde mich zwar erst abends abholen, aber ich wollte mir genug Zeit beim fertig machen lassen. Mum arbeitete heute nur vormittags, deswegen konnte sie uns etwas zu Essen kochen. Zusammen saßen wir am Esstisch und aßen Bratkartoffeln. "Und wie war die Schule bei euch beiden so? ", fragte Mum uns. "So wie immer, nur dass ich mich heute mit Mr Strange getroffen hab." "Und über was habt ihr diesmal so geredet?" "Naja, das Übliche. Wie gehts dir? Was machst du zur Zeit so? Wie geht die Schule voran? Ist was Besonderes passiert? Gab es wieder einen Anfall?" Obwohl jedes Treffen ähnlich aufgebaut war, wurde es echt nicht langweilig. "Wisst ihr was?", sagte Mum. Ander wurde neugierig: "Was denn?" "Unser Haus ist fertig. Wir können nächste Woche einziehen. Wir müssen nur die letzten Sachen platzieren." Das war ja mal eine Überraschung. Ander freute sich richtig: "Endlich ein richtiges Haus." Mum war auch froh. Ich war natürlich auch begeistert. Obwohl ich das Pembrooke auch mochte, war ein eigenes Haus doch besser. 

So gegen vier Uhr begann ich mich fertig zumachen. Ich zog eine Highwaist Hose und ein rosarotes Top an. Meine Haare machte ich zu einem Zopf zusammen. Dazu noch meine Sneaker. Meine Schminke bestand aus einem hellen Lidschatten, Eyeliner, Wimperntusche und einem rötlichen Lippenstift. Auch wenn es nicht viel war, hatte ich richtig lang dafür gebraucht. Endlich klingelte es an unserer Tür. Ich rannte hin und öffnete sie aufgeregt. Ein wunderschöner Junge stand vor mir. "Hi, willst du noch kurz reinkommen?", fragte ich. "Ja klar." Jason betrat unser Wohnzimmer. Ich sah wie meine Mutter neugierig um die Ecke blickte. Ich lief zu ihr. Sie flüsterte mir zu: "Der ist ja wirklich hübsch." Ich fragte verwirrt: "Was hast du denn gedacht." Ich holte schnell meine Jacke aus dem Schrank und zog mir meine Schuhe an. "Bin bereit." Jason antwortete: "Gut dann können wir ja los." "Tschüss Mum, bis später", rief ich noch, bevor ich die Tür schloss. "Alles klar. Habt einen schönen Abend." Jason rief auch noch schnell hinterher: "Danke." Wie süß von ihm. Im Auto sagte Jason dann: "Ich hab deine Mutter gar nicht gesehen." "Ja, sie ist sehr schüchtern", meinte ich lachend. Jason lachte auch. "Meine Mutter ist dann das Gegenteil von deiner. Sie ist immer direkt." Das beunruhigte mich jetzt etwas. Was war, wenn ich und Jason wirklich zusammen kommen würden, was ich natürlich hoffte? Würde mich seine Mutter überhaupt mögen? 

Jason bezahlte für uns beide due Tickets für den Film. Ich war noch nie in einem Autokino. Er parkte das Auto so, dass wir alles gut sehen konnten. Er hatte immer einen guten Platz reserviert. Was für ein Luxus. Aber jetzt fragte ich mich, wie oft er wohl schon mit anderen Mädchen hier war? Ich sollte eigentlich nicht darüber nachdenken, aber irgendwie gelitten meine Gedanken immer zu diesen Fragen. Ich sagte: "Ich war noch nie in einem Autokino." Jason wirkte überrascht: "Wirklich? Ich bin hier ganz oft mit Cheryl." Ah, da hatte ich meine Antwort. Ich fragte ihn: "Soll ich Snacks holen?" "Ich kann das auch machen." Ich streitete es ab: "Nein, du hast schon viel für mich bezahlt. Jetzt bin ich an der Reihe." Jason lächelte mich an. Ich stieg aus dem Auto und lief zum Essensstand. Da fiel mir ein, dass ich gar nicht gefragt hatte, was Jason wollte. Ich Dummkopf. "Wen sehe ich denn hier?" Ich schreckte hoch. "Juggie!", rief ich erstaunt. "Ja, der bin ich. Bist du mit Ander hier?" "Nein... mit Jason." Jughead hob eine Augenbraue. "Schau mich doch nicht gleich so an. Jason hat mich eingeladen." "Na gut, was willst du?" "Kannst du mir was empfehlen?" "Natürlich", antwortete Jug mir. Als er mir alles eingepackt hatte, bezahlte ich für die Snacks und lief zurück zu Jason. "Ich wusste nicht was du wolltest, also habe ich das geholt, was mir empfehlt wurde." "Danke. Ich mag so gut wie alles von hier." "Gut, dann konnte ich ja nicht viel falsch machen." Vergnügt reichte ich ihm die Sachen. 

Während dem Film spekulierten wir darüber, wie der Film wohl enden würde. Wir waren oft gleicher Meinung, aber Jason dachte, dass der Hauptcharakter am Ende sterben wird. Und Jason hatte recht, deswegen schuldete ich ihm jetzt eine Käsestange. Nach dem Film wurde es Zeit für mich zugehen. Also eher dafür, dass Jason mich nach Hause fuhr. Am Pembrooke, bevor ich ausstieg, redeten Jason und ich noch etwas. "Wir ziehen nächste Woche in unser neues Haus ein." Jason fragte mich: "Wo steht euer Haus?" "In der Blumestreet." "Klingt doch gut. Dann weiß ich schon ungefähr, wo ich dich das nächste Mal abholen kann." Oh wow, das war ja mal eine krasse Überleitung und noch dazu richtig süß. "Dann freue ich mich schon drauf." Ich wollte Jason nicht verlassen, aber ich musste wirklich gehen. "Schlaf gut, Anni." "Danke, du auch Jason." Wie immer schaute ich Jason noch hinter her, wie er weg fuhr. Wenn ich nochmal darüber nachdachte, sah das bestimmt merkwürdig aus, wenn Jason weg fuhr, aber ich hier noch stand und ihm zuschaute, wie er davon fuhr. Manchmal wirkte ich bestimmt äußerst merkwürdig, ohne, dass ich etwas davon merkte...

Lost in YouWo Geschichten leben. Entdecke jetzt