Schweigend gingen wir nebeneinander her. Wir genossen den Morgen zusammen und den Weg, zur Schule. Man hör kleine Vögel zwitschern, kleine Kinder, die zur Schule gehen, Hunde, die bellen und jeden, der an ihnen vorbei geht, anknurrt. Heute Morgen ist es etwas wärmer, als die letzten Tage zuvor, aber dennoch sehr angenehm.
Mein Skateboard hielt ich fest in der Hand, da ich nicht fahren wollte, während Josie neben mir hergeht. Ich finde es einfach nicht richtig und etwas gehen, anstatt immer mit dem Skateboard zu fahren, ist ein wenig besser. Ich genieße es, wie jeden Morgen, wie jede Nacht, an denen ich spazieren gehe und den Himmel, so gut es geht, genieße.
Ungewollt schweifen meine Gedanken zu Lion, oder besser gesagt, an die Nacht, im Park, als wir zusammen da saßen und in den Himmel sahen. Ich hab ihn gefragt, ob die Menschen, die wir verloren haben, uns sehen können und er hat ja gesagt. Es war ein Ja das echt klang aber auch hoffnungsvoll, als würde er sich das auch fragen aber auch gleichzeitig sicher sein.
Was wenn er von dem Mädchen reden, das er verletzt haben sollte? Ist es das Mädchen, von dem Nana Faye gesprochen hat?
»Josie, kann ich dich etwas fragen?«,unterbreche ich, die angenehme Stille.
»Klar, frag ruhig.«,sagt sie und zuckt mit den Schultern.
»Es geht um Lion.«,gebe ich zu und halte meinen Blick nach vorne gerichtet, als sie mich ansieht.
Ihr Blick brennt sich in meiner Haut. Es ist, als ob ich ihr geschocktes und fragendes Gesicht sehen kann, ohne hinzusehen. Nach einer Zeit, in dem sie nichts sagt und mich einfach nur von der Seite ansieht, richte sie ihren Blick nach vorne.
»Schiss los.«,sagt sie monoton.
Ich atme tief durch, denn ich hab Angst vor der Antwort. Und ich weiß, das sie ein wenig Angst vor ihm hat. Es sieht so aus, als weiß sie nicht, ob sie das glauben soll, was über Lion gesagt wird, oder nicht. Ich kann sie vollkommen verstehen, denn so fühle ich mich auch gerade, ohne von dem Gerücht so richtig zu wissen.
»Warum haben alle Angst vor ihm?«,frage ich sie ruhig.
Erneut sagt sie nichts und haltet ihren Blick nach vorne gerichtet. Ihr Griff, um ihre Tasche wurde fester, bis sie tief durch atmet und dann laut seufzt.
»Vor zwei Jahre hat das alles angefangen. Lion war lustig, laut, tollpatschig, hilfsbereit aber er konnte auch ernst sein, wenn er wollte. Man konnte mit ihm Spaß haben und jeder Verstand sich mit ihm, sogar ich. Am meisten verstand er sich mit Mason und Mary. Mit Jacob hing er auch oft ab.«,fangt sie an zu erzählen.
»Mary war seine beste Freundin. Man sah sie nie getrennt und zwischen Jacob und Lion weiß man nicht so genau ob sie Freunde waren, aber sie unternahmen recht viel Zeit zusammen. Jedenfalls, vor zwei Jahren hat sich alles geändert. Lion hat eine 180 Grad Drehung gemacht. Er wurde aggressiv, stritt sich immer wieder mit Mary und zettelte viele Schlägereien an. Unter anderem auch Schlägereien mit Jacob, weswegen Mary und Lion sich sogar noch öfter stritten.«,erzählt sie weiter.
Sie holt kurz tief Luft und setzt dann fort.
»Er hat auch mehr mit Mädchen zutun gehabt. Man kann nicht übersehen, das er attraktiv ist und das war er vor Jahren auch schon, was natürlich dazu führte, das er oft mit Mädchen schlief. Besonders vor zwei Jahren, da hat er sich wahrscheinlich durch die ganze Schule gevögelt.«,sagt sie.
»Hattest du auch Sex mit ihm?«,frage ich sie interessiert.
Erst antwortet sie nicht und scheint zu überlegen, was sie drauf sagen sollte. Dann nicke sie. Ich riss meine Augen auf und sah sie von der Seite an, doch sie sah weiterhin nach vorne.
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Querida Stones
Fantasy»Er hat niemals mich verloren. Ich habe ihn verloren.« Der Tod ihres Bruders sitzt so tief das Serina von ihren Eltern in eine andere Stadt verfrachtet wird. Nach North Carolina, zu ihren Onkel und ihrer kleinen Cousine, wo sie haufenweise Geheimnis...
