4. Adonis höchstpersönlich

325 15 34
                                        

Warme Sonnenstrahlen kitzeln meine Haut und wecken mich somit sanft auf. Verschlafen gähne ich und reibe mir über die Augen. Seufzend lasse ich meine Hände fallen.

Gestern, dieses Glücksgefühl bei meinem Onkel, der neben Simon, meine Vertrauensperson ist und mich versteht, und bei meiner kleinen Prinzessin Camilla, zu sein, ließ mich für eine kurze Zeit aufatmen. Aber das Atmen fiel mir trotzdem schwer, den ich weiß das ich nicht hätte atmen dürfen. Ich dürfte nicht hier sein und trotzdem bin ich es.

Ich dachte ein Ortswechsel wäre eine gute Idee und würde mich vielleicht, auch wenn es nur Minuten sind, ablenken. Zwar war ich kurz abgelenkt, gestern, aber im Endeffekt hat es mir nichts gebracht. Klar, so schnell werde ich nicht mit der Situation klar kommen.

Natürlich, nicht. Wie denn auch?

Wir reden hier von meinem Bruder, mein Beschützer, mein bester Freund... Er war so vieles für mich. Er war alles für mich. Und ist es immer noch.

Was wenn er und ich nicht zur Party gegangen wären? Was wenn ich nicht raus gegangen wäre? Wäre er dann noch am Leben oder ist es sein Schicksal gewesen diese gottverlassene Welt zu verlassen? Dieses Was-Wäre-Wenn-Spiel habe ich mittlerweile schon Millionen mal gespielt und kein einziges Mal hat es mir etwas gebracht.

Das einzige was es mir gebracht hatte, war mich schlechter zu fühlen, als ich es sowieso schon tat. Mit jedem Mal stieg meine Wut, mein Hass, meine Enttäuschung und meine Trauer. Auch wenn ich gestern seit langem mal wieder wirklich lächeln konnte, wusste ich das es nicht von Dauer sein wird.

Ich hätte mein Lächeln wahrscheinlich verloren. Oder, hab ich das schon längst?

Niedergeschlagen stehe ich auf und strecke mich so gut ich kann, dann sah ich aus dem Fenster. Der Garten von Onkel Zack wird mir gezeigt. Der Garten ist richtig groß und mit vielen wunderschönen, selbst angepflanzten Rosen bedeckt. Mitten im Garten ist ein ziemlich großer Pool zu sehen, bei dem ich es kaum erwarten kann es zu benutzen. Ungefähr in der Ecke standen zwei Schunkeln, die Onkel Zack für Cami aufgebaut hatte.

Ich lasse meinen Blick in meinem neuen Zimmer schweifen. Nachdem meine Eltern gestern gegangen waren, unterhielt ich mich kurz mit Onkel Zack über belangloses Zeug und verschwand dann in mein neues Zimmer, um meine Sachen auszupacken. Am gleichen Abend stand ich dann in meinem Zimmer, räumte und dekorierte meine Sachen. Ich hang Bilder von Simon und mir auf und Lichterketten. Lucy und meine Geige stellte ich in einer Ecke meines Zimmer. All meine Kleidungen sind schon im Schrank.

Mit meinem Zimmer bin ich ziemlich zu Frieden und am meisten liebe ich mein Bett. Ein großes weißes Bett, die am Rand eine LED-Lichterkette besaß. Ich konnte die Farbe des Lichtes ändern und es gefiel mir. Viele Farbtöne entspannten mich. Ein großer Schrank schmückte ebenfalls mein Zimmer und ein Schreibtisch, mit einem schwarzen Leder Rollstuhl.

Ich mag mein Zimmer wirklich. Aber nicht nur mein Bett ist das schönste von allem sondern auch die Tatsache das ich ein eigenes Bad versitze. Gleich neben meinem Schminktisch ist die Tür, die ins Bad führte. Da wir gerade von meinem Bad reden, sollte ich jetzt aufstehen und es auch benutzen.

Ich stehe auf, strecke mich erneut, wie vorher und ging dann auf das Bad zu. Im Bad dusche ich mich dann ausgiebig und ziehe mir dann einen großen, gemütlichen roten Pulli und eine zerrissene Jeans. Auf meinem Gesicht tue ich nur eine Creme und schon bin ich fertig. Ehrlich gesagt, mag ich kein Make-up. Ich finde es veruneinigt die Haut und da meine Haut rein ist, würde ich mal sagen, will ich sie nicht verpesten.

Mit einem letzten Blick in den Spiegel gehe ich es aus dem Bad, räume mein Bett auf, das ich vergessen hatte zu räumen und gehe dann nach unten in die Küche um mir etwas zu trinken zu holen.

Querida StonesWo Geschichten leben. Entdecke jetzt