Kapitel 9

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"Dass ich dir meinen Körper verkaufen soll, gehört wohl auch zu den Kosten." Meinte ich, als er sich zu mir legte.

"Glaub mir, Kleines, ich könnte dich mit ein paar Handgriffen dazu bringen, dass du es mehr wollen würdest, wie ich. Aber ich tu es nicht, weil ich eben auf rape stehe und das sollte wohl kein Geheimnis für dich sein. Es ist einer der Kosten, die untereinander sind. Andererseits kannst du auch zu mir kommen, wenn du Lust verspürst. Wobei ich denke, dass das eher weniger der Fall sein wird." Er zuckte mit den Schultern und zog mich vorsichtig an sich ran.

Ich verzog mein Gesicht wegen den blauen Flecken und fing sofort an zu zittern. Tief atmete ich ein und aus, versuchte so gut es ging, mich zu beruhigen. Wollte nicht an das gestrigen Ereignis denken.

"Und die anderen Regeln sind dafür-"

"Dafür, dass du dich benimmst. Ich hab keine Lust wegen dir in Schwierigkeiten zu geraten. Das mit dem Essen sollte sich bei dir ja wohl erklären und das mit dem Anziehen und Rausgehen ist eine Erziehungsmaßnahme, die ich wohl oder übel einrichten musste. Wobei das mit dem Rausgehen von Anfang an hätte klar sein sollen, wenn du deinen Schädel auch nur etwas angestrengt hättest." Unterbrach er mich.

Ja so war es nun mal. So waren seine Ansichten und ein 29 jähriger würde sich da wohl nicht wirklich umstimmen lassen. Erstaunlicherweise war ich ziemlich ruhig. Ich dachte ich würde mehr ausrasten wenn ich mit ihm wieder in diesem Bett wieder liegen würde. Ich dachte, dass seine Nähe mir Panik machte und ich ihn am besten nie wieder sehen will. Doch so war es nicht. Ich war ruhig, das Zittern verriet meine Angst, wobei man auch vermuten konnte, dass es von der Kälte kam. Aber sonst, da war nicht viel. Ich ekelte mich leicht vor ihn, war vorsichtiger, wenn es um Berührung ging, doch sonst nichts. Ich mochte nach nach vor seine Körperwärme, seinen Geruch. Noch immer war ich nicht traumatisiert von ihn. Also nicht von ihn als ganzes, wie ich von der Dusche traumatisiert bin.

James strich mit seinen Fingerkuppen über meinen Nacken, schien komplett entspannt zu sein. Langsam wurde das Zittern weniger. Ich merkte, wie meine Musklen sich langsam enspannten, das mein Gehirn keine Gefahr registrierte. Ich merkte, wie James Bewegungen immer schwerer und langsamer wuren, bis er schließlich einschlief. Ich blieb noch etwas in dieser Postition, dann nahm ich seinen Arm, drehte mich um und hielt mir seine Hand vor der Brust, wärend ich unsere Finger miteinander verschrenkten. Das seine Arme, die meistens ja mein Kopfkissen waren, nicht einschliefen, war wohl ein Wunder. Ich schloss meine Augen, spürte James warmen Atem in meinem Nacken. Der volltattowierte zog mich näher an sich ran, sodass ich leicht das Heben und Senken seiner Brust an meinem Rücken spüren konnte. Meine Psyche war ruhig gestellt. Es war genug Aufregung, genug Adrenalin und zu viel Stress für heute. Ich schlief in den Armen meines Peinigers, meinen Entführers, meinem Projektpartners und meines Sklavenhändlers ein. Und trotz allem was ich gesehen, gehört und gespürt hatte, weigerte sich alles in mir, ihn als Monster zu bezeichnen. Langsam kam es mir so vor, als sei ich die Verrückte.

Mitten in der Nacht wurde ich wach, mein Atem ging hektisch, mein Herz raste, schien mir die Brust zerschmettern zu wollen. Ich richtete mich panisch auf, sah mich in den dunklem Zimmer um, in dem man nichts erkennen konnte. Ich spürte, wie die Tränen über meine Wangen rannte, meine Hand ging neben mich, doch da war niemand. Ich tastete das Bett ab, nur um festzustellen, dass hier niemand war. Ich schaltete panisch die Nachttischlampe ein, wobei dies erst nach mehreren versuchen klappet, da der Schalter immer wieder durch meine zitternde Hand rutschte. Als das Zimmer mit Licht durchflutet wurde, erkannte ich, dass ich hier alleine war.

Ich stand auf, fühlte mich unsicher auf meinem schmerzenden Beinen. Langsam torkelte ich zur Tür. Im Gang brannte Licht und die Tür zum Arbeitszimmer war angelehnt. Ich konnte leise James reden hören. Vorsichtig öffnete ich die Tür zum Arbeitszimmer. Der Exhäftling telefonierte in irgendeiner Sprache. Seine Augen schossen zu mir und als er mich sah, wank er mich zu sich und schob seine Stuhl etwas nach hinten. Ich zögerte nicht lange und ging zu ihn. Ich setzte mich rittlings zu ihn auf seinen Schoß und schlang meine Arme um ihn. Beruhigend strich er über meinem Rücken.

"Нет, это не проблема. Не волнуйтесь, товар не будет иметь больших повреждений, чем те, которые я перечислил ранее."

Ich vergrub mein Gesicht in seiner Halsbeuge, wo er nicht das Handy am Ohr hatte. Ich hörte nicht wirklich zu, bei dem was er sagte. Verstehen würde ich sowieso nicht. Das Telefonat ging ungefähr noch zehn Minuten, dann legte der volltattoowierte auf und lehnte sich mit einem seufzten nach hinten.

"Wie viele Sprachen sprichst du?" Wollte ich wissen.

"Fünf. Spanisch und russisch brauche ich am häufigsten im Beruf, französisch habe ich unnützerweise in der Schule gelernt und ich wurde zweisprachig, englisch-deutsch erzogen." Erklärte er.

"Viel zu anstrengend." Kommentierte ich es.

"Dafür verdiene ich gut. Hast ja selbst gemerkt, wie viel ich an einer Person verdienen kann." Noch immer strich er über meinen farbigen Rücken.

"Nein hab ich nicht." Merkte ich an.

"Hast du bei deiner eigenen Versteigerung nicht zugehört?" Wollte er wissen.

Daraufhin schüttelte ich den Kopf, was ihn einen amüsierten Ton entkommen ließ.

"Dreißigtausend. Für eine Sklavin, die man nicht für sich selbst kauft, ist das ganz schön was. Die meisten hören bei solchen Fällen bei zwanzigtausend auf." Erklärte er.

"So viel verdient meine Mutter noch nicht einmal im Jahr." Murrte ich und sah ihn an.

"Könntest du ihnen nicht was schicken?"

"Ich soll was?" Er war deutlich belustigt darüber.

"Du hast ihre Tochter entführt und hast nicht vor sie gehen zu lassen. Das wäre das mindeste. Sie es so, als hättest du mich ihnen abgekauft."

"Das ist nicht dein Ernst oder?"

"Doch ist es. Du zerrstörst höchstwahrscheinlich ihr Leben damit, ich will nicht wissen, was für Sor-" Ich unterbrach mich selbst, dachte an die Worte des Polizisten.

James strich über meine Wange, sah mich an, doch ich wagte es nicht mehr in sein Gesicht zu sehen, sah einfach auf seine Brust.

"Ja? Du hat deinen Satz nicht beendet." Kommentierte er.

"Vergiss es einfach, es war eine doofe Idee, können wir wieder ins Bett?" Versuchte ich abzulenken.

Meine Brust zog sich schmerzhaft zusammen. Ich versuchte es mir auszureden, dass sie einfach dachten, dass ich noch sicher bei Jack war. Doch das einreden änderte nicht wirklich was. Es klappte nicht, so sehr ich daran glauben wollte. Ich fühlte mich einfach einsam, ungeliebt und verraten.

"Nach dir."

Ich stand auf und ging zurück ins Schlafzimmer. Langsam drohte ich, wieder anzufangen zu weinen, doch ich konnte es unterdrücken. Als wir und ins Bett gelegt hatten, zog der volltattoowierte mich an sich ran. Diese Nähe, diese Umarmung, es sorgte dafür, dass ich zusammenbrach. Ich weinte mich in den Schlaf, wärend der volltattoowierte mir zeigte, dass er für mich da war. Ich krallte mich an ihn, wollte ihn nicht loslassen, hatte angst einzuschlafen, weil ich ihn dann nicht mehr festhalten konnte, nicht wusste, ob er bei mir blieb. Nur vertrauen, das konnte ich. Doch hatte ich meinen Eltern auch nicht vertraut?

Just ask me, little one IIIGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt