Kapitel 7

4.4K 112 7
                                        

James öffnete die Tür zu seinen Arbeitszimmer und ließ mich zu erst das Zimmer betreten. Der ältere schloss die Tür hinter sich ab und legte den Schlüssel auf den Schreibtisch. Diese Ruhe, machte mir Angst, machte mich nervös, es sorgte dafür, dass ich mich immer mehr in die Enge getrieben fühlte. Wenn es ging, so konnte man fast wahnsinnig davon werden. Meine Handflächen schwitzten stark und ich wischte sie an den Klamotten ab.

"Zieh dich aus." Forderte James und lehnte sich an seinen Schreibtisch, wobei er seine Arme verschrenkte.

Seine Augen waren kalt, undurchdringlich. Ich zögerte nicht lange und befreite mich so langsam von den ganzen Klamotten, die ich trug. Ein Hoddie, ein etwas dickerer Pollover, ein dünner Pollover, ein T-Shirt und ein Unterhemd. Untenrum war es nicht so viel. Die Jeans, eine Leggins, eine Termoleggins, Kniestrümpfe und natürlich meine Unterhose. geduldig wartete der volltättoowierte, bis ich endlich fertig war. Er schien nicht wirklich überrascht von der Menge die ich trug.

"Hinknien." War seine nächste Forderung, welcher ich nach kam.

Ich kniete mich so hin, wie er es mir ein mal gezeigt hatte, wobei meine fettigen Haare mir ins Gesicht hingen. James wartete, seine Blicke brannten auf mir, doch auch wenn ich es ja gewohnt sein sollte, so war es nicht so wie sonst. Ich fand es ekelig und vorrallem nach gestern, war es mir noch unangenehmer als ohnehin schon.

"Scheinbar wird das hier nichts ohne Regeln. Schade, ich dachte, du wärst vernünftig genug, dass wir ohne auskommen. Deshalb wirst du jetzt feste Regeln bekommen. Hälst du dich nicht daran, so wirst du bestraft. Erstens, du wirst das Essen, was du von mir bekommst, zu trinken kannst du dir immer nehmen, ausgenommen alkoholisches. Zweitens, du trägst nur noch das, was ich dir bereitlege. Drittens, du wirst mit den Sklaven kein Wort wechseln, jegliche Kommunikation ist beiden Seiten untersagt, wenn du also was wissen willst, wirst du zu mir kommen oder warten, bis ich wieder da bin. Viertens, du wirst das Haus nicht ohne mich verlassen, vom Grundstück ganz zu schweigen. Fünftens, dein Körper steht mir jederzeit zur Verfügung. Dabei ist es komplett egal wo wir uns befinden und wie spät es ist. Hast du verstanden?" Seine Stimme war eindringlich, als wollte er mich dazu zwingen, dass ich mir die Regeln sofort merken würde.

Ich nickte, wagte es nicht meinem Mund zu öffnen, doch genau das war schlussenldich das Problem. Das dritte mal an diesen Tag flog mein Kopf zur Seite, wobei ich nicht mal gemerkt hatte, dass James auf mich zugekommen war.

"Ja ich habe verstanden." Prappelte ich sofort, bevor er was sagen konnte.

Ein Seufzen war zu hören und der Exhäftling zwang mich, ihn anzusehen.

"Ich bin enttäuscht von dir. Nicht überrascht, aber enttäuscht."

"War es nicht klar, dass ich es früher oder später mal versuchen werde?"

"Leider ja. Doch du hast es zu einen ungünstigen Zeitpunkt getan." Behauptete er.

Verwirrt sah ich ihn an, seine Miene hatte sich die ganze Zeit über nicht verändert. James ließ mein Kinn los und griff nach seiner Gürtelschnalle. Sofort sah ich weg. Eine schlimme Vermutung machte sich in mir breit. Mein Hals schnürrte sich zu. Aber das was James vor hatte, entsprach nicht meinen Gedanken. Ob das gut oder schlecht war wusste ich nicht.

"Als ihr euren Fluchtversuch durchgeführt habt, wurde bei mir ein Arlam ausgelöst, das Meeting wurde unterbrochen und auf morgen verschoben. An sich ist es den Leuten egal, was bei jemand anderen los ist. Sollte eine Zusammensetztung trotzdem unterbrochen werden und das nur wegen einer einzelnen Person, so wird des auf den übernächsten Tag gelegt. Diese Zeit ist dafür da, damit man eine weitere Unterbrechung verhindert. Sollte das Problem durch einen Sklaven, einen Angestellten oder durch Tiere entstanden sein, so ist es Pflicht, diesen bei dem Meeting mitzunehmen. Aber ungestrafte werden ungern gesehen." Er machte seine Pause, faltete den Gürtel.

"Du willst uns alle also mitnehmen?" Hinterfragte ich zögerlich.

"Nein. Es reicht wenn ich dich mitnehme." Erklärte er.

"Ungestrafte werden ungern gesehen." Wiederholte ich seine Worte.

Dazu sagte er nichts. Er wusste, dass ich es verstand. Ich lag mit meiner Vermutung haushoch danneben. Ich schluckte, kniff meine Augen zusammen und hoffte einfach, dass es nicht zu sehr wehtat.

"Du es so oder so verdient."

Man hörten den Gürtel durch die Luft sausen. Bevor der Schmerz realisiert wurde, hörte man es auf meiner Haut aufkommen. Ich schrie auf. Es tat mehr weh als gedacht. Aber wie sollte man sich auch solche Sachen vorstellen können? Oft habe ich über eine solche Art der Bestrafung geschrieben und mir nie wirklich gedanken gemacht, wie es sich anfühlen würde. Ich hatte Vergleiche genommen, wie, dass es ähnlich war als würde man Brennessel auf den Rücken schlagen. Doch ich glaubte nun, dass das viel angenehmer war, als der tatsächliche Schmerz. Ich hielt mich nicht lange in dieser Haltung. Ich schlug meine Arme über den Kopf und beugte mich nach vorne, versuchte reflexartig meinen Kopf zu schützen. Das James Rücksicht zeigte, war nicht zu erwarten. Irgendwann war mein Rücken taub vor Schmerz. James schien genau zu Wissen, wann es soweit war. Plötzlich wurde ich gepackt und nach hinten gedrück, ehe ich mich versah, landete der Gürtel in meiner Bauchgegend. Ich schrie auf, es war die Hölle, doch ich konnte meinen Bauch nicht verdecken, James nahm meine Handgelenke und hielt sie davon weg, dass ich meine Beine an meinem Körper ranzog, machte es nicht wirklich besser. Plötzlich traf das Leder meine Brust. Ich konnte noch nicht einmal richtig atmen. Schlussendlich hörte er nach einer guten halben Stunde endlich auf, mit den Gürtel auf mich einzudreschen.

Ich lag zusammengekrümmt auf dem Boden und wimmerte vor mich hin. Entpannt, als wäre nichts passiert, zog James seinen Gürtel wieder richtig an. Er hockte sich zu mir runter und strich mir mein Haar aus dem Gesicht. Ich zuckte bei seiner Berührung zusammen, hatte Angst vor mehr Schlägen. Doch stattdessen fing er an meinem Kopf zu kraulen.

"Ich hätt wahrscheinlich bei dir sein sollen. Dann wärst du auch nicht auf solche dummen Ideen gekommen. Wir werden nach dem Abendbrot nochmal reden. Geh duschen und komm dann runter." Nun war seine Stimme ruhig.

Nicht dieses gefährliche ruhige, sondern dieses beruhigende. Ich nickte, mein Hals war vom schreien kratzig geworden. Der volltattoowierte verließ den Raum. Ich blieb noch etwas liegen, alles tat weh, ich wollte mich am liebsten gar nicht mehr bewegen. Doch ich stand nach wenigen Minuten auf, wollte nicht mehr Ärger als ohnehin bekommen.

Just ask me, little one IIIGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt