Kapitel 32

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"Where is James?"
"Can James come back?"
"Do you know, where he is?"

Bitte rede doch mit mir.
Es ist doch sonst niemand da.
Es wird doch niemand herrausfinden.
Bitte, antworte mir.

"James?"

Mitlerweile fragte ich nicht mehr. Ich sagte einfach nur noch seinen Namen, schaute den Mannn gar nicht mehr an. Er würde eh nicht antworten. Doch ich fragte, fragte, fragte und sprach ihn aufs neue an. Manchmal sogar, wenn er nicht da war. Manchmal, wenn er gerade die Tür öffnete und manchmal, wenn er schon lange gegangen war oder die Tür gerade erst wieder geschlossen hatte. Nie bekam ich eine Antwort, nie eine Reaktion.

Und heute lag ich auf der Couch und wusste nicht ein mal ob ich in der Lage war etwas zu sagen, aufzustehen oder zu essen. Foch werde es müssen. Mein Körper drohte mich gefühlt umzubringen. Ich bereute es kein russisch zu können, sonst würde ich wissen, welche Tabletten ich nehmen sollte. Doch die Tabletten waren nicht das einzige Problem. Ich nutzte momentan zwar einen Waschlappen, doch das konnte ich auf lange Zeit doch auch nicht umbedingt benutzen. Als ich den Schlüssel hörte, richtete ich mich auf. Ich merkte, wie  mir schwindlig wurde. Ich fühlte mich mal wieder so, als würde ich mich gleich übergeben müsste. Ich fühlte mich einfach elend. Die tür wurde geöffnet und ich stand langsam auf, doch meine drohten einzuknicken. Schweiß rann über meine Stirn und ich musste mich erst einmal fangen.

"Pain. Something for that." Ich wünschte ich könnte gut englisch.

Der Mann sah mich an, stellte das Tablett weg und ging an mir vorbei ins Badezimmer. Er kam wieder zu mir und reichte mir eine Packung, welche ich entgegennahm. 

"I....got my period?" Ich wusste nicht, ob er mich verstand, doch er nickte nur und verließ die Wohnung.

Ich sah ihn verwundert hinterher. Er....er hatte reagiert. Ich spürte, wie sich Tränen in meinen Augen bildeten. Ich holte ein Glas und füllte etwas Wasser hinein. Nachdem ich eine Tablette genommen hatte, nahm ich das Tablett zu mir, heute gab es eine Suppe. Ich fing in Ruhe anzu essen, hoffte, dass er etwas bringen würde, auch wenn ich es nicht wirklich glaubte. Er hatte bestimmt noch anderes zu tun. Aber man durfte ja hoffen. Hoffen war immer gut. Aber es brachte einen auch zum verzweifeln. Ich wusste es ja mitlerweile, wie sehr Hoffnung einen dazu bringen konnte.

Ich wusch gerade den Waschlappen aus, nahm einen anderen, den ich benutzen konnte und hing den alten zum trocknen über die Heizung im Badezimmer. Nach der Schmerztablette ging es mir deutlich Wärmer. In den Moment in dem ich aus dem Bad trat, hörte ich, wie der Schlüssel sich im Schloss drehte. Ich sah dahin und erblickte den Mann, welcher einen Beutel dabei hatte. Er kam hinein und stellte ihn auf dem Couchtisch ab.

"Thank you." Wenigstens eine Sache die ich hoffentlich ohne Fehler sagen konnte.

Der Mann ging einfach wieder ohne ein Wort zu sagen.  Ich ging gleich zum Beutel und sah hinein. Ein Körnerkissen verdeckte sie sicht auf das darunter. Ich nahm es aus den beutel und konnte erleichtert ausatmen. Müllbeutel, Binden und Tampons. Alles was man halt für die Periode brauchte. Ich ging mit den Zeug sofort ins Bad und wechselte den Waschlappen durch eine Binde aus. Den Rest des Tages verbrachte ich damit der Versuchung zu wiederstehen, mich mit Tabletten vollzupumpen und das Körnerkissen in der Mikrowelle aufzuwärmen, nur damit es auf meinen Unterleib landete. Ich fühlte mich krank. Ohne schnupfen, husten und sowas. Doch ich hatte Schüttelfrost, schwitzte udn mir war übel. Mit anderen Worten, ein normaler erster Tag meiner Periode.

Ich wartete nicht vergeblich auf James. Nein, ich ging sogar recht früh ins Bett. Ich nahm das Kissen, welches James sonst als Kopfkissen benutzte und nahm es in den Arm. Ich schloss meine Augen, konnte aber nicht schlafen. Ich versank im Halbschlaf, aber nie im vollkommen schlaf. Ich hörte, wie jemand in die Wohnung kam. Doch es war zu weit es, es war zu leise. Ich konnte nichts machen, lag einfach da. mein Körper wollte mir nicht gehorchen. Doch es lag wohl daran, dass ich einfach erschöpft war. Nachdem lange nichts mehr zu hören war, glaubte ich es mir eingebildet zu haben. Wäre nicht das erste mal. Also trifftete ich weiter im Nichts. Trifftete in meinen müden Gedanken, trifftete in der Leere umher.

Das sich vorsichtig die Tür öffnete, merkte ich gar nicht. Auch die Worte waren so weit entfernt, dass ich sie gar nicht wahrnahm. So weit, schrekclich weit entfernt.

"Du schläfst ja schon. Man hatte mir ja berichtet, dass es dir nicht so gut geht." Die Stimme war so leise.

Ich merkte nicht, wie der Mann um das bett herumging. Ich merkte nicht, dass er sich vor dem Bett hinhockte um mein Gesicht zu sehen.

"Tut mir leid, dass ich nicht da bin Engel. Es gibt mehr zu tun, als ich dachte. Aber ich werde mich bald wieder um dich kümmern, versprochen." seine Stimme war nicht mehr wie ein Hauchen.

Oder vielleicht auch nicht mehr, wie eine Einbildung. Denn als ich wach wurde, war es Tag und ich war alleine. Ich hatte das gefühl nicht die ganze Zeit alleine gewesen zu sein, doch ich konnte mich an den kleinen besuch des volltattoowierten nicht mehr erinnern. Seit zwei und einer halben Woche war ich alleine und ich hatte den einzigen Moment verpasst, als er hineingekommen war. Dcoh selbst, wenn ich wüsste, was er gesagt hatte, so wäre ich froh, es nicht gewusst zu haben. Bald...wann war das? Scheinbar nicht in der nächsten Woche.

Just ask me, little one IIIGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt