Kapitel 40

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Die Frauen machten sich an die Männer ran. Ihre eleganten Kleider zeigten mehr als man auf den ersten Blick sah. Sie drückten sich an den Tisch und legten ihre Brüsten dort ab oder drückten sich damit an die Männer. Die Männer waren aber nicht besser. Wenn die Partnerin neben ihnen saß, lag ihre Hand an deren Arsch, andere wiederum hatten ihre Hand zwischen ihren Beinen und man konnte bei manchen ihr gestarre auf andere fast berühren, so intensiv war es. Diese Gesellschaft wirkte so elegant, so nobel. Doch sie war nur versaut. Wärend wir auf unsere Getränke warteten erwischten James und ich jemanden, wie er das teure Armband einer Frau Stahl. Doch diese schien nichts zu merken und wir beide sagten deshalb nichts.

Tatsächlich war es eine Lachnummer. Umso länger ich hier war, desso mehr entspannte ich mich. Diese Gesellschaft war nichts besonderes. Reich, aber mehr nicht. Als wir uns entschieden essen zu bestellen, musste ich jedoch aufgeben. Ich konnte kein russisch, verstand also nicht, was auf der Karte stand. James übersetzte mir daher die Gerichte.

"Das klingt gut. Wie viel kostet es?" Wollte ich wissen.

Daraufhin Lachte er leise.

"Wenn ich dir das erzählen würde, würdest du nur Wasser trinken und dir daheim ne Tiefkühlpizza in den Ofen schieben wollen. Aber wenn es sich gut anhört nimmst du es." Behauptete er.

"Mein ganzes Leben baut sich auf deine Kosten auf, wieso sollte ich dann bescheiden sein." Neckte ich frech.

Ich meine, klar, hatte ich ein schlechtes Gewissen. Gerade. Doch sonst kümmerten mich die Kosten die er wegen mir hatte auch nicht. Nur weil wir schick essen gingen Werte sich mein innerstes.

"Oha. Wird die kleine übermütig?" Man hörte gleich das leicht überhebliche aus seiner Stimme, doch auch er konnte sein Lächeln nicht unterdrücken.

"Vielleicht. Bist halt kein guter Meister, wenn ich noch immer nicht weiß, wo mein Platz ist." Hauchte ich, jedoch so, dass er es hörte.

Er wank mich mit der Han zu sich, weshalb ich mich über den Tisch leicht lehnte. Er kam mir entgegen und strich eine gelockt Strähne hinter mein Ohr, wobei er gezielt eine Stelle an meinen Hals strich, wodurch ich sofort Gänsehaut bekam.

"Dann werde ich dir heute Nacht wohl zeigen müssen, wo dieser Platz ist, meinst du nicht?" Raute er.

Ich merkte es kaum. Ich merke nicht, wie ich meine Beine etwas zusammendrückte, ich merkte nicht, wie mein Atem kurz stehen blieb. Es war eine Drohung, eine Warnung, etwas exotisches. Alles in einen eine gefährliche Mischung. James merke sofort meine Raktion und lehnte sich zurück.

Wir beide waren nicht wirklich besser, als die Gesellschaft um uns herum. Der Unterschied war, dass wir alleine mit Worten es schafften uns anzumachen. Wir brauchen keine Hand an intimen Stellen. Wir brauchten nucht viel Haut. Alleine sein Blick den er mir zuwarf reichte alleine. Doch James war ein Könner. So schnell er dieses Feuer in mir entfachen konnte, so schnell konnte er es unterdrücken. Er wusste, wie man jemanden auf Kohlen tanzen lassen konnte, ohne zu wissen ob man sich nun verbrannte oder aufwärmte. Und dann tat er so, als wäre nichts passiert. Als wäre nie etwas gewesen. Man fühlte sich kurz dumm, etwas naiv, bis man sich selbst fing.

Als das Essen dann kam war ich nicht über die Größe überrascht. Es hieß ja immer, dass in sehr teuren Restaraunts die Mahlzeiten sehr klein waren dafür aber "schick" angerichtet. Ich fand sowas immer albern, man wollte ja satt werden. An den Portionen um uns herum wusste ich jedoch, dass die Portionen eine gute Größe hatten. Sie waren übertrieben verziert und die Teller waren recht groß, aber man sollte trotzdem satt werden.

Wärend des Essens unterhielten James und ich uns leise. Es war zwar nicht so, dass er über Geschäfte sprachen. Nein wir unterhielten uns eher von den Ereignissen von vor einigen Monaten. Wir sprechen darüber wie alles begann, tauchten uns über eindrücken und empfinden bei bestimmten Situationen aus. Um uns herum würde uns wahrscheinlich niemand verstehen. Wir waren in Russland in einen noblen russischen Restaurant, so viele die Deutsch konnten, sollte es hier nicht geben. Trotzdem wollten wir niemanden mit den Gespräch belästigen. Sowas tat man einfach nicht. 

Das Essen war lecker. Es verfloss förmlich, sobald man es in den Mund nahm. Ich kannte das Gericht nicht, hatte es zuvor noch nie gegessen. Doch tatsächlich würde ich es gerne öfters genießen können.

"Hast du eigentlich zu deinen Kameraden daraus noch Kontakt?" Wollte ich wissen.

"Nur mit wenigen. Welche, wo es sich lohnt. Ich versuche nur Kontakt mit den Leuten zu haben die ich wirklich brauche. Sonst wäre alles zu aufwendig und ich habe schon ein kompliziertes Leben, da brauch ich kein Doppelleben zu führen, wegen Leuten die nicht in meinen Geschäft sind." Erklärte James.

"Pff und trotzdem hast du mich."

"Dich integriere ich ja ein." Zwinkerte er mir zu.

Ich konnte nicht anders als meine Augen lächelnd zu verstehen. Ob ich es ihn übel nehmen konnte? Auf jeden Fall. Er hatte kein Recht dazu, mich aus meinen Leben zu holen. Er hatte kein Recht, mich einfach in diese Welt zu ziehen. Niemand hatte das. Egal bei wem. Doch es war ok. Ich habe Leute verloren, meine falsche Familie, meine falschen Freunde. James zeigte mir, wem ich was wert war. Was war so falsch bei dieser Person auch bleiben zu wollen?

Just ask me, little one IIIGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt