Der Fahrer hatte scheinbar keine Idee, sah hilflos zu James und dann zu mir und dann wieder zu James. Der volltattoowierte erklärte kurz auf russisch die Situation. Daraufhin nahm der Mann eine Plastikflache und schnitt mit einen Taschenmesser den Hals auf, sodass er größer war. Dann reichte er die Flasche nach hinten. James sah mich an.
"Wird schon schief gehen." Meinte ich schulterzuckend.
"Ihr beide geht auf die Seite, ich auf die." Ich zeigte in die jeweilige Rictung.
"Lass die Flasche dann einfach liegen. Macht eh kaum noch unterschied." James gab mir ein Päckchen Taschentücher und stieg dann zusammen mit dem Mann aus und ich zog die Socken aus
Ich war mir sicher, dass es keine weiteren gab und die anderen waren immernoch feucht. Ich krempelte die Hose hoch, bis über die Knie und öffnete dann die Tür. Sofort merkte ich, wie kalt es war und wusste, dass es wehtun würde. Ich ließ die Tür offen, um dann so schnell wie möglich wieder ins Auto zu können. Ich versuchte nicht aufzuqieksen und fluchte nur über die Kälte. Ich entfernte mich so schnell es ging vom Auto. Tatsächlich klappte es recht gut, was ich nicht gedacht hatte und es kam auch kein Schnee an meinen Hintern. Ich ließ den Müll liegen, obwohl der Allmann in mir sich etwas dagegen streubte, doch eine kaputte Flasche in die man gepisst hatte, wollte ich jetzt auch nicht ins Auto mitnehmen. Ich ging so schnell es ging ins Auto zurück und schloss die Tür.
Die beiden Männer machten sich nichts aus der Kälte und kamen langsam zurück zum Auto gelaufen, wärend ich meine Beine abtrocknete. Der Schnee hatte mir bis zur Mitte meiner Schienenbeine gereicht, welche durch die Kälte nun auch rot waren. Nachdem alles trocken war, zog ich die Socken an, welche nun wie frisch von der Heizung wirkten. Wärend ich meine Hosenbeine runterzog, stiegen die anderen beiden ins Auto. Kaum saß der Fahrer, wurde der Motor wieder gestartet und die Fahrt ging weiter. Noch gut drei Stunden. Doch diese vergingen recht schnell. James hat sich als Wärmekissen angeboten, was ich natürlich nicht abschlagen konnte. Ich lag halb auf der Rückbank, war an James gelehnt, wärend dieser in Spanien irgendjemanden anrief. Ich konnte die Stimme von Lilli erkennen, sie klang etwas anders, wenn sie spanisch sprach. Ich vertsand nicht, wieso James nicht deutsch mit ihr redete, aber vielleicht fiel Lilli spanisch auch leichter, keine Ahnung, ich wusste nicht, aus welchen Land sie kam.
Ich döste vor mich hin, horchte James ruhiger Stimme und genoss die Wärme. James hatte irgendwann seinen Mantel ausgezogen und mich damit zugedeckt. Doch richtig einschlafen tat ich nicht. Ich genoss die Nähe, welche ich ja nur von einer Person bekommen würde. Und trotzdem wollte sich ein Teil in mir dagegen streuben, es nicht so hinnehmen und James einfach wegstoßen. Doch ich konnte nicht. Ich wollte es irgendwie, wollte einer Person, die so was schreckliches tat nicht anziehend finden, wollte ihn nicht das Genugtun geben, dass ich über seine Taten hinwegsah und seine Nähe annehme. So sehr ich es wollte, so sehr konnte ich nicht. Ich konnte mich nicht widersetzen. Wollte doch nur das, was jeder Mensch irgendwie wollte. Einfach jemanden an der Seite haben. Jetzt, da ich wusste, dass all die Menschen, von denen ich dachte, dass sie an meiner Seite waren, mich fallen gelassen hatten, klammerte ich mich nur noch mehr an die Person, die mein Leben doch eigentlich ruiniert hatte.
Ich hasste mich dafür, hasste Emotionen dafür. Der Kampf, der Wiederspruch in mir, sorgte für ein schmerzhaftes ziehen in meiner Brust. Ich öffnete meine Augen, sah aus den Fenster den grauen Himmel. Manchmal würde ich einfach am liebsten losheulen, doch ich tat es nicht. James legte auf und zog mich näher an sich ran. Müde legte ich meinen Kopf in den Nacken um den volltattoowierten Exhäftling ansehen zu können. Ein leichtes Lächeln lag auf seinen Lippen und er strich mir durch die Haare.
"Keine Sorge, sobald wir da sind, werden wir uns ins Bett legen." Befürwortete er meine Müdigkeit.
Ich stimmte mit einen Murren zu, richtete mich auf, rückte an ihn ran, legte meine Beine über sein rechtes und ließ mich von ihn umarmen. Nähe, Zärtlichkeit, das Gefühl jemanden bei sich zu haben. Das alles brauchte ich mehr, wie alles andere.
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Just ask me, little one III
RandomRenn! Lauf! Schau nicht zurück! Ich musste aufpassen wo ich hintrat. Meine Füße, Beine und meine Lunge brannten. Ich umgriff die kalte Hand der Frau. Ich musste rennen, wir mussten so schnell wie möglich hier weg. Ich bildetet mir ein, dass ich mein...
