Mein Herz klopfte mir bis zum Hals.
Langsam drehte ich mich in Richtung der Stimme.Doch war es nicht wie vermutet an mich gerichtet sondern, sah ich wie ein Mann nach seinem Kind schrief, das vor ihm weg lief.
Trotz der enormen Erleichterung, zitterte ich weiter am ganzen Körper.
Nach Minuten löste ich mich aus meiner Trance und lief mit schnellen Schritten auf die Drehtüre zu.
Als ich hin durch ging und mir die Sonne ins Gesicht schien, blieb ich einen kurzen Moment stehen und genoss es.
Ich hatte schon so lange nicht mehr die Sonne auf meiner Haut gespürt.Trotz der Euphorie lief ich schnell die Straße entlang und entfernte mich so schnell es ging vom Krankenhaus.
In einer Toilette im C&A versteckt, überlegte ich fieberhaft was ich als nächstes tun sollte bzw hin sollte.
Wenn ich zu meinem Elternhaus gehen würde, würde mich die Polizei im nu aufgabeln.
Die gehen mit Sicherheit davon aus das ich dort auftauchen würde.Der einzigen Person der ich in so einer Situation vertraute und die mir glauben würde, wäre Vanessa.
Ich war mir sicher das sie mir helfen würde.
Das einzige Problem, würde die Polizei dort nach mir suchen?Es war noch zu hell um jetzt los zu gehen.
So wartete ich bis 20 Uhr auf der Toilette.
Als die Durchsage vom C&A durch den Laden ging, dass sie in 10 Minuten schließen würden, war das mein Startzeichen.Es dämmerte bereits.
Von hier aus ohne Bus und Bahn wären es mit Sicherheit 30 Km bis zu Vanessa.
Also musste ich mich sputen um noch rechtzeitig vor Sonnenaufgang bei ihr zu sein.
Doch 30 Km waren ein Klacks für mich.
Die Ausdauer hatte ich Damon und dem Wald zu verdanken.So machte ich mich auf denn weg.
Das in München Nachts solch komische Gestalten herum liefen, wusste ich bis heute noch nicht.
An jeder Straßenecke ein Betrunkener, in jeder Gasse ein Junkie.
Ich war so vorsichtig wie nur möglich um nicht aufzufallen.
Jetzt würde mir nur noch fehlen, wenn mich ein Betrunkener angreifen würde.Ohne Pausen, ohne Umwege, lief ich.
Als ich an einer Kirche vorbei kam sah ich auf die Kirchenuhr es war 3 Uhr morgens.
Ich bräuchte von hier aus vielleicht noch eine halbe Stunde und dann wäre ich bei Vanessas Haus.
So lief ich weiter, voller Vorfreude aber auch ängstlich auf die Reaktion meiner besten Freundin.
Immerhin dachte sie, sie hätte mich vor 6 Monaten begraben.Als ich hinter dem Haus von Vanessa stand sah ich wie Polizeiwagen, die Straßen durch Kempten.
Sie suchen auch hier nach mir.Ich konnte jetzt schlecht an ihrer Türe klopfen und "Hallo ich bin wieder da" sagen, die Mutter von Vanessa würde sofort die Polizei anrufen.
Also musste ich irgendwie an Vanessa ran ohne das es jemand bemerkte.Vanessa hatte eine große Eiche im Garten die genau an ihr Fenster ragte.
Vani Beklagte sich immer wieso ihre Eltern diese blöde Eiche nicht weg sägten, denn Nachts würde sie immer gruselige Schatten werfen und auch gegen die Fenster Scheibe kratzen.
Doch mir kam sie ganz recht.
Ich kletterte die Eiche vorsichtig hoch.
Der Ast der an Vanis Fenster ragte war ziemlich dünn, als ich darauf zu kletterte, bog sie sich immer weiter nach unten.
Ich hatte Angst das sie gleich brechen würde.Als ich ziemlich weit vorne war, wollte ich den Ast nicht mehr bis aufs äußerste zerren. So sprang ich mit genug Schwung ans gekippte Fenster.
Der Sprung gab dem Ast das letzte und er zerbrach.
Mein Gleichgewicht konnte ich gerade noch so halten.
Sie hatte relativ viel Platz auf der Fensterbank, so das ich recht sicher darauf stehen konnte.Auch wenn ich meinem Ziel ganz nah war war das Fenster gekippt und nicht offen.
So kamm mir eine Idee.
Ich löste die Kordel von meinem Bund der Hose, denn die war lang genug für mein Vorhaben.
An ein Ende band ich eine Schlaufe und warf sie auf die Innenseite des Fensters.
Mit etwas Geduld und geschick fädelte ich die Schlaufe über den Fenstergriff.
Als ich es endlich geschafft hatte zocke ich die Schlaufe zu und schloss das Fenster.
Mit etwas Kraft konnte ich den Fenstergriff mit der Schnur umdrehen, so das das Fenster komplett aufging und ich ganz einfach herein springen konnte.Es war erschreckend wie einfach ich ein Fenster aufmachen konnte.
Das würde ich mit Sicherheit im Hinterkopf behalten und mein Fenster niemals mehr Nachts kippen.Als ich im Zimmer war überlegte ich wie ich Vanessa um 4 Uhr morgens wecken konnte und sie dabei nicht zu Tode erschrak.
Ich lief geduckt an ihr Bett, kniete mich vor sie.
Mir liefen die Tränen wie im stral übers Gesicht.
Vanessa wieder zusehen tat so unglaublich gut, ich hatte sie so unfassbar vermisst.
Nachdem ich sie mit Sicherheit 10 minuten beobachtete tippte ich ihr leicht auf die Schulter und sagte:
"Vani.
Hey Vani wach auf, ich bins Summer."Sie murrte etwas und drehte sich im Bett von mir weg.
Jetzt rüttelte ich an ihrer Schulter.
Sie wachte davon auf und sah in meine Richtung.
Als sie mein Gesicht erblickte wurden ihre Augen ganz groß.
Sie sprang auf und schrie.Auch ich erschrak durch ihre Reaktion und viel nach hinten.
Ich rappelte mich sofort wieder auf und versuchte sie zu beruhigen.
"Vanessa ich bins Summer.
Bitte hör auf zu schreien!
Es darf keiner wissen das ich hier bin.
Bitte Vani du bist meine letzte Chance."Vanessa schüttelte wie wild mit dem Kopf rieb sich immer wieder die Augen und sagte.
"Summer ist tot, du bist nicht echt.
Summer ist tot."Als ich Schritte hörte rannte ich schnell hinter Vanessas Schlafzimmertüre.
Ich legte meinen Zeigefinger auf die Lippen und gab ihr ein Zeichen nicht zu sprechen, mich nicht zu verraten.Die wiederum rieb sich immer wieder die Augen und war fassungslos.
Als die Mutter von Vanessa herein stürmte und Vanessa sah sagte sie besorgt:
"Schatz es war nur ein Alptraum.
Du bist ja kreideweiß.
Ich hole dir schnell ein Glas Wasser."Vanessa antwortete ihr ganz neben sich:
"Nein ich möchte nichts.
Ich möchte einfach nur weiter schlafen."Doch guckte sie immer wieder in meine Richtung.
Ich hatte Angst dass sie mich dadurch verraten würde.Frau Cooper bemerkte es jedoch nicht.
"Vanessa was hast du denn geträumt?"
Diese winkte ab.
"Ich weiß nicht mehr."Frau Cooper nickte und gab Vanessa noch ein Kuss auf die Stirn und verließ das Zimmer.
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Get off me!
RomanceSummer, wie der Name schon sagt, ist ein wahrer Sonnenschein. Sie ist sich ihrer Schönheit nicht bewusst, genau wie die Jungs in ihrer Schule, denn die sehen sie nur als einen Kumpel an. Genau wie Summers Schwarm, Aiden. Bis zum Tag des Abiball, an...