Kindsköpfe!

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Ich wachte auf und sah Damon am Rand der Badewanne sitzen, er streichelte mir zärtlich durch die Haare.

Mir war eiskalt gewesen, mein Kiefer begann wieder zu klappern.

Als Damon bemerkt hatte, dass ich wach war, sagte er:
"Hey, na wie geht's dir?"

Ich antwortete ihm:
"Mmm-mir ist kalt."
Als ich zuende gesprochen hatte, versuchte ich auch schon aufzustehen, doch ließ es Damon nicht zu.
Schnell sprach er:
"Nein, du darfst noch nicht aufstehen.
Erst misst Ethan dein Fieber.
Warte, ich hole ihn, rühr dich nicht!"

Als er raus war, stand ich auf, ich hielt die Kälte nicht mehr länger aus.
Meine Beine waren ganz zittrig, ich stieg aus der Wanne und musste mich an der Wand festhalten.
Mir war ganz schwindelig.
Kurz hielt ich inne und lief dann weiter.

Ich sah mich um und entdeckte ein großes Handtuch, ich wickelte mich darin und setzte mich dann auf den geschlossenen Toilettendeckel.
Ich zog meine Knie an meinen Körper und umschlang sie mit den Armen, mir war so verdammt kalt gewesen.

Als Damon rein kam, dicht gefolgt von Ethan, sahen sie mich irritiert an.
Damon lief auf mich zu und war sichtlich genervt.
Als er die Hand hob, zuckte ich zusammen und hob meine Hand, schützend vor mein Gesicht.

Damon sagte geschockt:
"Summer, ich werde dich doch nicht schlagen!
Ich werde dich niemals schlagen, hörst du?"

Er kniete sich zu mir und legte seine Hände, auf meine Schultern.
Ich nahm meine Hand langsam wieder runter und es war mir peinlich gewesen, doch sah es so aus, als wollte er mir ins Gesicht schlagen.
Ich sah zu ihm und er machte ein trauriges Gesicht.

Ethan kam zu mir und kniete sich auf den Boden.
Er streckte mir wieder das Fieberthermometer hin und ich nahm ihn in den Mund.
Als es piepste, nahm ich es raus und wollte schauen was drauf stand, doch griff Ethan schon daran und sagte:
"39,4°.
Es ist im Rahmen.
Mit den Medikamenten müssten wir das in den Griff bekommen."

Ich nickte und sagte:
"Darf ich mir jetzt was richtiges anziehen?"
Das Handtuch wärmte nicht besonders und meine Klamotten waren ganz nass.

Ethan antwortete:
"Ja, aber nicht zu warm."

Ich stand auf und lief aus dem Bad.
Ich wartete nicht auf die anderen beiden, ich wollte so schnell wie möglich etwas zum anziehen.
Im Flur blieb ich stehen, da ich nicht wusste wo hin ich gehen sollte.
Damon griff mir an die Taille, ich zuckte zusammen und ließ es zu.
Er führte mich ins Wohnzimmer und sagte:
"Setzt dich, ich hol dir was zum anziehen."

Ich nickte und ging zum Sofa.
Mir ging es etwas besser, die Schmerzen waren so gut wie weg.
Das waren wahrscheinlich die Schmerztabletten.
Doch grummelte mir der Bauch, ich hatte einen Mordshunger.
Ich fragte mich ständig, wie es wohl Hope ging.

Damon kam schon wieder zurück und streckte mir eine Jogginghose, Boxershort und einen dünnen Pullover hin.

Ich nahm es ihm ab und fragte während dessen:
"Was ist mit Hope?"

Er setzte sich neben mich und antwortete:
"Ihr geht's gut, der Tierarzt war optimistisch."

Ich war etwas erleichtert, als mein Magen diesmal noch lauter grummelte, hörte es auch Damon und fragte:
"Hast du Hunger?"
Ich nickte und sah ihn dabei nicht an.
Darauf hin sprach er weiter:
"Ich glaube wir alle sind sehr hungrig, was soll ich uns machen?"

Ich zuckte mit den Schultern, in diesem Moment würde ich alles essen können.
Ethan antwortete Damon:
"Wie wäre es mit Pizza?"

Mir schoss ein "Oh ja gerne" raus.
Das war mir peinlich gewesen, ich hatte meine Emotionen nicht beherrschen können.
Als ich rot wurde lachte Ethan auf und Damon grinste.

Get off me!Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt