16 Babysitter Derek

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Ich schloss die Haustüre vorsichtig auf und versuchte mich leise zu verhalten. Was eigentlich nie funktionierte, aber falls Derek schläft will ich ihn nicht aufwecken.
Ich trat vorsichtig hinein und sah das alle Lichtern aus waren. Gott sei dank, er ist nicht wach wie es aussieht.
Sonst hätte er jetzt Stundenlang mit mir rum diskutiert wegen der Uhrzeit.
Ich schloss die Tür hinter mir und zog meine Jacke aus um sie aufzuhängen.
"Wir sollten absofort eine feste Uhrzeit bestimmen,, kam Derek seine Stimme aus dem Raum. Ou shit. Wäre aber auch ein wunder wenn ich es einmal geschafft hätte mich zu schleichen. Seine Wolfssinne machen es mir nicht einfach wenn ich ehrlich bin.
Ich schloss mein Augen und atmete kurz tief durch, weil ich mich gerade ziemlich erwischt fühlte und es teilweise unangenehm war.
"Ja ja,, gab ich von mir und hing meine Jacke auf während ich meine Augen verdrehte.
Ich drehte mich wieder zu ihm und sah wie er am Schreibtisch angelehnt die arme verschränkte. Genau diese Position wenn er genervt ist.
Hat er jetzt wirklich auf mich gewartet den ganzen Abend? Passt zu ihm aber.
"Bist du verletzt?,, fragte er mich und kam ein Schritt auf mich zu.
"Nein, wieso auch?,, fragte ich und blickte ihn verwirrt an.
"Ich hab mitbekommen was auf der Party passiert ist,, sagte er weshalb ich kurz auf seufzte.
Bestimmt hat Scott ihm bescheid gegeben. Wäre aber nichts neues. Das tut er immer, beziehungsweise zwingt Derek ihn manchmal dazu.
Was an sich ja nicht schlimm ist, aber es gibt dadurch keine Privatsphäre für mich. Und er muss von jedem Schritt bescheid wissen den ich trete.
"Scott?,, fragte ich ihn doch er antwortete nicht, was als Ja eigentlich ausreichte.
"Es hätte schlimm enden können für dich,, sagte er besorgt.
"Ist es aber nicht,, meinte ich und lief vor zum Sofa und ließ mich drauf fallen. Falls die Diskussion jetzt länger dauert, will ich nicht dabei stehen. Ist Anstrengend.
"Du bist gerade so davon gekommen. Das heißt du du hast nicht Rechtzeitig gehandelt,, meinte er und stellte sich vor mich hin.
Ja, er hat schon Recht. Es war knapp und hätte schlimm enden können. Aber wieso motzt er mich an, für etwas das nicht einmal passiert ist?
"Ist mir bewusst. Das nächste mal werde ich schneller handeln,, sagte ich und senkte mein Blick.
"Es wird kein nächstes mal geben,, sagte er weshalb ich mein Blick nach oben wendete und ihn verwirrt ansah.
Was meint er mit es wird kein nächstes mal geben?
"Du bist die teuerste auf der Liste. Das bedeutet das du ab heute nur noch in Gefahr schwebst.
Du bist ab sofort unter meiner Aufsicht. Egal wohin du gehst,, sagte er und noch im selben Augenblick erhebte ich mich ruckartig vom Sofa. Von der Liste wusste er also auch bescheid. Super.
"Nein, ganz bestimmt nicht. Ich brauche keinen Babysitter,, sagte ich etwas lauter und setzte ein genervten Blick auf.
War jetzt nicht sein ernst oder? Das letzte was ich jetzt brauche ist jemand der mir hinterher rennt.
"Ich bin nicht dein Babysitter. Will es auch garnicht sein. Das einzige was ich will ist nur für deine Sicherheit sorgen,, erklärte er mir doch ich schüttelte den Kopf.
Ich kann zu sowas nicht zustimmen. Niemals. Sowohl auch er als auch ich haben etwas besseres zutun. Ich bin dazu in der Lage mich selbst zu verteidigen. Auch wenn ich in Gefahr bin. Zu Not setze ich meine Kräfte ein, aber irgendwie werde ich davon kommen.
"Ich kann mich selbst schützen,, sagte ich und bewegte mich mit diesem Satz Richtung Treppe. Bevor es hier gleich eskaliert. Er sagte nichts mehr dazu, aber auch wenn, hätte ich nicht darauf reagiert.
Wieso verdammt nochmal will jeder um meine Sicherheit sorgen? Es ist ja nicht so als ob eine Herde an Serienkillern mir hinterher rennt.
Also vermute ich mal.
Aber darüber will ich jetzt nicht denken, denn ich will nur eins. Uns war schlafen. Schon wieder ein stressiger Tag der alles andere als Normal war.

~Nächster Tag~

Ausreichend Schlaf hatte ich natürlich nicht. Nachteil wenn man erst um Mitternacht Zuhause ankommt und dafür noch eine Diskussion hatte.

Ich war schon bereit für die Schule. Stiles kann mich heute nicht abholen, da er und Scott statt zur Schule zugehen, sich über das Problem mit der Liste kümmern wollten. Sie sagten dass sie mit Stiles Vater darüber reden werden und hoffen er könnte uns weiterhelfen.
Ich schnappte meine Tasche und lief die Treppen hinunter um meine Schuhe und meine Jacke anzuziehen.
"Morgen,, sagte ich zu Derek der am Fenster stand und nach draußen blickte.
"Morgen,, kam zwar zurück aber nicht so wie üblich. Normalerweise sagt er immer Hey, Guten Morgen, Hast du gut geschlafen oder was auch immer. Aber dieses ,,Morgen" war nur genervt und angepisst.
Ich habe gestern bevor ich eingeschlafen bin, tatsächlich nochmal über seine Ansage Gedanken gemacht, bin aber nicht zu einer Meinung gekommen, die zu ihm passen würde.
Ich weiß er tut alles für mich und meine Sicherheit, aber was wenn ihm ebenfalls etwas passiert, wenn er mich in Schutz nimmt? Dass könnte ich mir nie verzeihen und erst recht nicht verkraften.

Er stand immernoch da und hat mich noch nicht einmal angesehen, was mich wirklich beunruhigte.
Eigentlich wollte ich gerade los aber ich weiß das ich ein schlechtes Gewissen haben werde, wenn ich das Haus verlasse mit dem wissen, das er sauer auf mich ist.
Deshalb ließ ich meine Tasche auf den Boden fallen und trat ihm etwas näher. Er hat seine Arme verschränkt und blinzelte nicht einmal.
So genervt ist er.
Ohne zu zögern umklammerte ich ihn von der Seite und schenkte ihm eine Umarmung. Vielleicht macht ihn das etwas glücklicher.
Er löste seine verschränkten Arme und legte sein Arm um mich, weshalb ich lächeln musste. Ist schonmal ein Anzeichen dafür, dass er langsam nicht mehr so wütend ist.
"Heute Abend findet ein Lacrosse Spiel statt. Ich erwarte dich,, sagte ich und blickte zu ihm hoch. Er nickte lächelnd und stimmte zu.
Das er beim Spiel anwesend ist, habe ich nichts dagegen. Im Gegenteil, es sind alle Eltern da und er sollte auch nicht fehlen. Und wenn er schon um meine Sicherheit sorgen will, dann lass ich es heute Abend wenigstens zu.

Ich löste die Umarmung und verabschiedete mich von ihm, da ich los musste.
Ich verließ das Haus mit einem guten Gefühl zu wissen, das er nicht sauer ist.

A Witch in Beacon Hills  #1                            Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt