10 Date Suche

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Ich schlenderte alleine durch die Regale in der Bibliothek.
Ich tat so als würde ich nach einem Buch suchen, obwohl ich nur auf der Suche nach Liam war.
Die haben es am Ende tatsächlich geschafft mich zu überreden. Hätte ich selber nicht geglaubt.
Ich habe ein Mädchen aus seiner Klasse im Flur getroffen und sie gefragt wo ich ihn finden könnte, daraufhin schickte sie mich hier her.
Keine Ahnung was er in der Bibliothek sucht. Er sah gerade nicht so aus als würde er ein Streber sein aber gut.
Ehrlich gesagt wusste ich nicht einmal was ich sagen soll. Eventuell bekomme ich nicht mal ein Wort raus, aber ich gebe mein bestes um ihn von der Party zu überzeugen, die nicht einmal statt findet.
Die anderen saßen alle unten an einem Tisch und taten so als würden sie zusammen lernen. Richtig unauffällig.
Ich suchte mich noch etwas um, aber konnte ihn nicht auffinden, was mich schon ein wenig erleichterte. Aber ich gab nicht auf und suchte auf der anderen Seite der Regale.
Ich warf ein Blick zu Scott, der mit seinen Augen nach links von mir deutete. Ich blickte dorthin und sah ihn tatsächlich.
Er saß dort alleine an einem Tisch und war am Handy. Er wirkte ganz gechillt und normal. Das heißt, dass ich mir keine Angst um irgendwelche Gewalt machen muss.

Ich schaute kurz zu den anderen und Scott nickte mir als Bestätigung zu das ich anfangen soll.
Ich warf ihm ein genervten Blick zu, weil ich immernoch nicht zufrieden war, von dem was ich hier tat.
Aber ich tat es trotzdem.
Ich schnappte mir irgendein Buch aus dem Bücherregal damit es nicht so auffällig war und begab mich in seine Richtung.
Ich zog den Stuhl gegenüber von ihm nach hinten, legte das Buch auf den Tisch und setzte mich vor ihn hin. Er reagierte im ersten Augenblick nicht, weshalb ich die Augen verdrehte.
"Hey Liam,, begrüßte ich ihn woraufhin er sein Handy ausschaltete und zu mir blickte. Endlich.
"Was willst du?,, fragte er genervt und verschränkte seine Hände miteinander. Wenn das schon so beginnt, ob das was wird.
"Chill mal. Ich wollte nur fragen wie es dir geht?,, sagte ich friedlich und schenkte im ein grinsen.
"Danke. Mir gehts gut. Und jetzt wirklich. Was willst du?,, wiederholte er seine Frage und zuckte mit den Augenbrauen.
Ich seufzte kurz auf weil er mich gerade echt etwas nervte. Aber nur ruhig bleiben bevor es eskaliert.
"Ich wollte mich bei dir entschuldigen für das was gestern passiert ist,, erzählte ich ihm doch er sah mich mit einem dein-ernst Blick an.
"Ich schwöre es dir das es mir leid tut,, sagte ich und sah ihm dabei ernst in die Augen.
"Danke,, sagte er leise weshalb ich ihn leicht verwirrt ansah.
"Für was?,, fragte ich ihn.
"Dafür dass du mir gestern abend helfen wolltest und dich nicht den anderen zwei angeschlossen hast,, antwortete er mir und senkte leicht sein Blick.
Okay. Das ist schonmal ein gutes Zeichen. Er vertraut mir und ist nicht sauer auf mich.
"Was hätte ich den sonst tun sollen?,, fragte ich und verdrehte lachend die Augen. Er lächelte ebenfalls, was verdammt süß aussah.
"Ich danke dir auch,, sagte ich und verschränkte meine Hände auf dem Tisch.
"Wofür den,, fragte er und blickte mir verwirrt in die Augen.
"Dafür,, sagte ich und deutete auf meine Lippe.
"Oh. Das tut mir so leid. Eigentlich war die Faust für den anderen,, sagte er und sah mich leicht traurig an.
"Halb so wild,, sagte ich und schenkte ihm ein lächeln, das er aber nicht erwidern konnte.
"Hoffe deine Eltern haben sich keine Sorgen gemacht,, sagte er.
Darauf konnte ich nicht gleich antworten. Ich habe keine Eltern, die sich darüber Sorgen machen müssen oder auch sonst wer.
Was ich mir allerdings wünschte. Eltern zu haben, die dich beschützen, sich um einen kümmern oder unterstützen. Das alles fehlte mir. Ich bin froh das Derek die Vaterrolle teilweise umsetzten kann, aber natürlich konnte er kein Elternteil ersetzen. Das kann keiner.
"Nein haben sie nicht,, sagte ich und schenkte ihm ein lächeln.
Ihm zu erzählen dass ich keine Eltern habe, würde jetzt nichts bringen. Eventuell sogar für ein Gesprächsthema führen was ich nicht brauche, deshalb log ich einfach. So wie ich es immer tat, über meine Familie. Mir bleibt nun mal nichts anderes übrig.
Ich wechselte mein Blick nach unten wo die anderen saßen. Scott war der einzige der zu mir sah, weil er alles mithörte mit seinem Gehör. Er sah mein traurigen Blick, weshalb er mir ein kurzes Grinsen zuwarf. Ich würde gerne ihm zurück grinsen aber das wäre zu auffällig, weshalb ich wieder zu Liam blickte
Jetzt zum eigentlichen Grund weshalb ich hier war. Ich atmete noch mal tief durch und überlegte mir was ich jetzt sagen werde.
"Ich weiß das wir kein besonderes guten Start hatten und uns kaum kennen, aber hast du Lust heute Abend auf eine Party zu kommen? Sie findet bei Lydia Zuhause statt,, fragte ich ihn nett und sah in seine Hellblauen Augen.
"Klar. Gerne,, sagte er und schenkte mir lächeln.
Hat er gerade wirklich zugestimmt? Als ob er so schnell zusagt. Aber das freute mich gerade wirklich.
"Okay, dann gib mir deine Adresse ich hole dich dann heute Abend ab,, sagte ich zu ihm und konnte mein grinsen nicht unterdrücken.
Er holte ein Stift und ein Zettel raus und schrieb seine Adresse darauf.
"Um 7.00 Uhr hole ich dich dann ab,, sagte ich und stand auf. Es war gerade irgendwie ein erleichterndes Gefühl, zu wissen es geschafft zu haben ihn in eine Falle zu locken. Auch wenn es jetzt nicht besonders nett ist, aber er lässt uns keine andere Möglichkeit.
Ich stand vom Stuhl auf und wollte gerade gehen, bis mich Liam am Handgelenk packte. Ich drehte mich um und sah sein verwirrten Blick.
"Bist du Schwanger?,, fragte er mich plötzlich weshalb ich ihn verwirrt ansah.
"Was?,, fragte ich ihn verwirrt woraufhin er lachend auf den Tisch deutete. Ich warf ein Blick auf das Buch, das auf dem Tisch lag. Ach du heilige. Ich habe nicht wirklich ohne zu wissen ein Buch über Kaiserschnitt und natürliche Geburt mitgenommen. Das ist ziemlich unangenehm gerade.
"Ähm. Nein bin ich nicht Schwanger. Das ist für ein Referat,, log ich und schenkte ihm ein gefälschtes grinsen.
Ich muss hier raus und war sofort.
"Bis heute Abend,, sagte ich noch und bewegte mich dann Richtung Ausgang.
Ich sah zu den anderen und Scott war nur am lachen. Super. Er hat die belastende Situation gerade auch mitbekommen.
Als ich an ihnen vorbei lief schmiss ich das Buch direkt zu Scott und verdrehte die Augen.
Ich mache sowas nie wieder. Das kann jeder vergessen.

A Witch in Beacon Hills  #1                            Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt