74 Wunden

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"Ich danke dir wirklich,, sagte Theo das tausendstemal schon zu mir.
"Ist doch nichts. Fühle dich wie Zuhause,, sagte ich und lief vor in den Raum.

Während wir in Mexico waren hat Derek jemanden organisiert, der die Fenster und die Türe neu macht, weshalb es hier wieder sauber war.
Immerhin hat er mich von dieser Arbeit erspart.

"Die Türe ist besser als die davor,, sagte er und zeigte dabei auf die neue.
"Und auch schwieriger einzubrechen,, sagte ich lachend, der auch das selbe tat.
Dass er die Stahltüre letztens eingetreten bekommen hat, lag daran dass es schon etwas verrostet war. Ansonsten wäre es sogar für einen Wolf unmöglich gewesen.

"Komm ich zeig dir das Zimmer,, sagte ich zu ihm und deutete dass er mir folgen soll.
Ich lief die Treppen hoch und gefolgt von Theo ging ich zum Zimmer neben meins.

Ich öffnete die Tür und trat hinein.
Dieses Zimmer ist eigentlich mein altes Zimmer, dass ich von Derek bekommen habe. Weshalb es noch so aussieht als würde es mir noch gehören.
Nachdem Cora, die Schwester von Derek aber ausgezogen ist bin ich in ihr Zimmer gezogen weil es größer war.

"War das mal dein Zimmer?,, fragte Theo und sah sich im Zimmer um.
"Früher ja,, meinte ich und sah mich ebenfalls im Zimmer um.

In der mitte stand ein großes Bett, das frisch bezogen war un keine einzige Falte hatte. Daneben war ein kleines Nachttisch mit einer Lampe und ein Bilderrahmen.
Sieht eigentlich neutral aus und kaum weiblich, weshalb es kein Problem sein müsste dass er hier bleibt.

"Ist das deine Familie?,, fragte Theo weshalb ich zu ihm sah.
Er hielt den Bilderrahmen auf der Kommode in der Hand und sah es an.
"Ja,, sagte ich und lief zu ihm um mir das Bild auch anzusehen.

Es war ein Familien foto, das bei uns im Garten damals geschossen wurde. Alle Familien mitglieder sind drauf sowohl auch ich.
"Bist das du,, fragte Theo und grinste als er auf das kleine Mädchen mit dem Teddybär zeigte.
"Ja das bin ich,, sagte ich lachend.

Diesen Teddybär hat mir mein Bruder Luke geschenkt, denn ich sogar noch bei mir im Schrank habe. Irgendwie ist das so das einzige was ich aus meiner Kindheit noch übrig habe. Auch wenn ich keine so besonders schöne hatte.

"Hier fehlt doch aber jemand,, sagte er verwirrt und zeigte auf den Schnitt zwischen mir und Jo. Es war sehr deutlich zu erkennen dass da jemand fehlte.

Genau dazwischen war eigentlich Kai, aber ihn habe ich weg geschnitten und das Bild erneut zusammen geklebt. Wieso ich das gemacht habe, ist selbstverständlich.

"Mein Zwillingsbruder habe ich weg geschnitten,, sagte ich zu ihm woraufhin er zu mir sah.
"Stimmt, da war ja was,, sagte er bewusst woraufhin ich nickte.
"Da war so einiges,, meinte ich und setzte mich aufs Bett.

Theo stellte das Bild wieder auf den Nachttisch und setzte sich zu mir, so dass er mich ansehen konnte.
"Wie schlimm war er?,, fragte er mich woraufhin ich hoch zu ihm blickte.
"Unvorstellbar,, sagte ich nur und senkte erneut mein Blick.
Im Augenwinkel konnte ich erkennen dass er mich noch ansah.
"Hat er dich auch verletzt?,, fragte er vorsichtig woraufhin ich nickte.
"Er hat meine Psyche komplett zerstört, indem er mich zusehen hat lassen wie er alle ermordet hat,, erklärte ich ihm und konte sein traurigen Blick erkennen.

Zumindest damals. Heute kann ich das alles schon viel besser verarbeiten und mir selbst Hoffnungen machen. Das fiel mir damals schon um einiges schwerer.

"Und Körperlich?,, fragte er erneut vorsichtig woraufhin ich mein Kopf zu ihm drehte.
Man merkte dass es nicht nur reine Neugier bei ihm war, sondern Besorgnis. Das verrät sein Blick.

Ich legte meine Hand auf das Ende meines Oberteils und zog es etwas nach oben, so dass alle Narben zu sehen waren.
Er wechselte sein Blick auf mein Bauch und setzte ein schockierten Blick auf.

Keine Ahnung wieso ich das tat, aber ein Gefühl in mir sagte dass ich mich nicht von ihm verstecken muss.
Er ist der erste nach Derek und Melissa, der meine Narben zu sehen bekam.

"Diese Narbe kommt nicht von ihm,, sagte ich und zeigte auf die frische die vor paar Wochen passierte.
"Das war nur ein...,, fing ich an doch unterbrach mich selbst als Theo seine Hand auf mein Bauch tat.
Ich sah hinunter und sah ihm dabei zu, wie er vorsichtig mit seinen Fingerspitzen über die Narben fuhr.
Er war sehr vorsichtig dabei, weshalb es in mir kurz gribbelte.
"Tut es weh,, fragte er mich leise und sah hoch zu mir. Ich schüttelte nur mit dem Kopf und nahm seine Hand anschließend.
Er sah runter zu unseren Händen und dann wieder hoch in meine Augen.

Ich weiß nicht genau was, aber irgendwas ist so krass anders an ihm, als bei den anderen.
Personen die ich Jahre lang kenne, konnte ich mich nie öffnen zu den Themen die mich belasten, aber bei ihm tat ich das schon nach der ersten Begegnung. Er hat mir sofort das Gefühl gegeben ihm vertrauen zu können und tut es immernoch.
Wenn ich ehrlich sein muss, genau das was bei Liam gefehlt hat.
Er hat nicht einmal ein Wort raus bekommen als ich ihn über den Vorfall bei meiner Familie erzählt habe.
Genau die Reaktion vor der ich mich gefürchtet habe. Theo seine Reaktion war aber alles andere als das.
Er hat mich ermutigt, getröstet und noch mehr gut eingeredet. Das beweist einfach wirklich das er ein gutes Herz hat.

Ich hielt seine Hand immernoch fest und konnte seine leichte Nervosität spüren.
Seine blauen Augen fixierten mich wortwörtlich, beziehungsweise sein Blick war einfach so schön gerade.
So ein ziemlich unschuldiger Junge, der besorgt um ein Mädchen ist. Das beschreibt ihn ganz gut.

Unbewusst kamen wir uns langsam näher, ohne dass sich unsere Hände lösten. Mittlerweile hielt er meine Hand auch fester und zog mich näher zu sich.
Zwischen uns waren wirklich nur noch ein paar Zentimeter und sein Blick, sowohl auch meiner wechselte zwischen seinen Augen und seinen Lippen.

Er wirkte einverstanden mit der Situation und da ich es auch war, passierte es.
Er schloss die Lücke zwischen uns und zog mich zu einem sanften Kuss.
Ich erwiderte ihn und seine andere Hand legte er an meine Wange, wo er mich festhalten konnte.

Man merkte wie vorsichtig er mit mir umging und alles sehr sanft machte, aber irgendwas in mir sagte dass es nicht das ist was er will.
Ich zog meine Hand von seiner Weg und legte beide fest hinter seinen Nacken. Ich zog ihn noch näher zu mir und seine Hände glitten von meinen Wangen runter zu meiner Hüfte.
Der Kuss wurde immer intensiver und sein Griff an meiner Hüfte verstärkte sich auch deutlich, was mir ehrlich gesagt besser gefiel.
Ohne den Kuss zu unterbrechen, zog er mich auf sein Schoss, wo er meine Haare zur Seite warf, die mir kurz ins Gesicht hingen.

Ich ließ ihn einfach machen, weil es sich gerade einfach nur richtig anfühlte. Er weiß von meinen Narben Bescheid, weshalb ich meinen Körper auch nicht vor ihm verstecken muss wie ich es bei Liam zuvor getan habe.

Er schlingte seine Arme um meinem Rücken und warf mich aufs Bett, wo er sich über mich beugte und erneut seine Lippen auf meine presste.
Meine Hände tat ich in seine weichen Haare und fuhr durch sie. Ich konnte spüren dass es ihm gefiel, da er mir leicht auf die Unterlippe biss.
Er löste kurz den Kuss woraufhin ich ihm direkt dabei half, sein Shirt über sein Kopf zu ziehen.
Mein Blick fiel direkt auf seinen guten durchtrainierten Oberkörper.
Ich tat meine Hand auf seine Brust und fuhr langsam über jeden Muskel, der angespannt war. Ein grinsen tauchte über seine Lippen auf, sowohl auch über meine.
Er kam wieder runter zu mir und packte mein Oberteil, dass er in Null komma nichts über meinen Kopf zog und in die andere Ecke des Raumes schmiss.
Sein Blick fiel zwar für einen kurzen Moment auf meine ganzen Narben, aber er ignorierte sie und tat so als wäre nichts. Er legte erneut seine Lippen auf meine woraufhin ich den Kuss ohne länger zu überlegen erwiderte.

Und das ist genau die Reaktion die mir gerade wirklich bewiesen hat, dass es ihm scheiß egal ist ob ich Wunden mit mir trage oder nicht.
Nicht so wie bei manch anderen, denen es nicht egal war.

A Witch in Beacon Hills  #1                            Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt