25 Verdacht auf Derek

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~Taimas Sicht~

Ich öffnete langsam meine Augen und versuchte erstmal zu realisieren wo ich war. In einem Krankenzimmer, das konnte ich schon vom Geruch her klarstellen.
Gleich sprang mir der Vorfall im Klassenzimmer ins Kopf, wo ich eine Ordentliche Glasscherbe ab bekam und mein Bewusstsein verlor.
Es fühlte sich an als wäre es genau vor 5 Minuten passiert, weil ich danach nichts mehr mitbekam. Aber wie lange ich hier schon war wusste ich nicht.
Ich blickte zu meiner Hand hinunter und ein lächeln hauchte sofort über meine Lippen.
Liam hielt meine Hand fest und sein Kopf lag neben mir auf dem Bett während er friedlich schlief.
So wie es aussieht war er ziemlich müde und konnte sich kaum wach halten.
Das muss heißen dass mehrere Stunden schon vergangen sind und er die ganze Zeit hier war.
Ich nahm meine andere Hand und fuhr ihm vorsichtig durch seine weichen Haare, um ich eigentlich auf zuwecken.
Seine Haare waren einfach Federweich und hatten die perfekte Länge damit rumzuspielen.
Als ich merkte dass er nicht davon wach wurde tat ich meine Hand wieder aus seinen Haaren und ließ ihn dann doch weiter schlafen.
Ich versuchte mich vorsichtig aufzusetzten, weil die Position in der ich war ziemlich unbequem war.
Ein leicht brennender Schmerz kam zum Vorschein weshalb ich kurz aufstöhnte.
Ruckartig erhebte Liam seinen Kopf und sah mich direkt an.
Ich sah zu ihm und direkt sah ich wie zersaußt seine Haare waren.
"Guten Morgen,, sagte ich lachend zu ihm während er sich müde durch die Haare fuhr.
"Hey, wie gehts dir?,, fragte er mich und nahm wieder vorsichtig meine Hand woraufhin mein Blick dahin fiel.
"Es geht schon,, meinte ich und schenkte ihm ein lächeln, damit er sich keine Sorgen um mich machen muss.
"Wie lange bin ich schon hier?,, fragte ich ihn woraufhin er auf sein Handy schaute.
"6 Stunden,, antwortete er mir weswegen ich ihn geschockt ansah.
"So lange?,, fragte ich ihn, weil ich wirklich dachte es wäre kürzer gewesen. Aber ist ja auch logisch, weil ich davon nichts mitbekam.
"Ja, die OP hat nur eine Stunde gedauert und dann haben sie noch ein paar Untersuchungen gemacht,, erklärte er mir.
Irgendwie verwirrte es mich doch immernoch, das mit dem Untersuchungen vorallem. Aber falls etwas schlimmes wäre, würde Melissa es mir bestimmt sagen. Deshalb warte ich mal ab.

"Wo sind die anderen,, fragte ich ihn, weil es mich wunderte dass nur er anwesend ist. Hätte von Derek gedacht dass er genauso wie Liam die ganze Nacht ebenfalls hier ist.
"Scott und Stiles sind Nachhause gegangen vorhin und Derek er müsste hier irgendwo sein,, meinte er und sah sich um.
Vielleicht ist er sich etwas zu trinken holen gegangen oder sonst was. Aber er wird bestimmt gleich da sein.
"Warst du die ganze Zeit hier?,, fragte ich ihn verwirrt, doch anstatt zu antworten kratzte er sich nur am Hinterkopf.
"Ernsthaft jetzt?,, fragte ich ihn lachend das er nur erwiderte.
Das er wirklich die ganze Nacht hier verbracht hat, schockierte mich schon etwas. Hätte wirklich nicht damit gerechnet, dass er die Nacht hier durchmacht und darauf gewartet hat bis ich aufwache. Das war wirklich echt lieb von ihm und dafür bin ich ihm echt dankbar.

Die Tür öffnete sich, deshalb wechselte ich mein Blick von Liam dort hin wechselte.
"Schon wach?,, fragte mich Derek nachdem er und Melissa das Zimmer betraten.
"Wie man unschwer erkennen kann,, sagte ich lachend zu ihm und setzte mich vorsichtig weiter auf.
"Wie geht es dir? Irgendwelche schmerzen noch?,, fragte Melissa mich, doch ich schüttelte nur mein Kopf.
"Nein, ist halb so schlimm,, antwortete ihr.
Ich spürte nur die Naht an meinem Bauch und das ist ja nichts neues.
Ist zwar ein unangenehmes Gefühl aber daran habe ich mich schon längst gewöhnt.
"Ist auch nicht so schlimm. Du hattest Glück dass die Wunde direkt auf der..,, wollte sie mir erklären doch Derek unterbrach ihr Satz mit einem lauten Husten.
Derek sah sie warnend an und deutete auf Liam, der gerade nichts verstand. Umso schlimmer, den jetzt wird er erst Recht Verdacht schöpfen.
Es war klar, dass während der OP ein paar Geheimnisse aufgedeckt werden. Daran habe ich aber kaum gedacht.
Es ist schon genug belastend für mich dass, das außer Derek noch jemand darüber weiß. Und für ein Gespräch darüber bin ich gerade viel zu schwach.

"Musst du eigentlich nicht zur Schule Liam?,, fragte Derek ihn und wechselte direkt das Thema. Liam sah daraufhin zu ihm, der nur seine Arme verschränkte und ihn warnend ansah. Genau der Blick den ich nicht leiden kann.
"Ich hab noch Zeit,, antwortete er und sah ihm tief in die Augen.
Und dann dass ich ausgerechnet mitten drinnen sitze ist gerade noch unangenehmer als die Blicke die sie sich gegenseitig zuwerfen.
"Du warst die ganze Nacht hier. Geh dich Zuhause etwas ausruhen,, sagte ich mit einer sanften Stimme zu ihm und sein Blick veränderte sich wieder zum friedlichen.
"Okay, ich komme vielleicht später nochmal vorbei,, sagte er woraufhin ich ihm nickend zustimmte.
Er zog sich seine Jacken an und ging dann aus dem Zimmer, wo ich erstmal tief durch atmete.
"Was ist passiert?,, fragte Melissa mich und wirkte leicht traurig.
Ganz bestimmt werde ich hier nicht sagen was passiert ist. Es ist kein Thema das wieder aufgegriffen werden muss und mir geht es gut.
"Nein,, sagte ich ernst und schüttelte mit meinem Kopf.
"Es ist wichtig dass du darüber redest ,, meinte sie und lief ums Bett um neben mir zu stehen.

Es gibt manche Themen über die ich offen rede wie zum Beispiel meine Geschwister und meinem Zwillingsbruder, aber zu den schmerzen die ich mit mir tragen muss äußere ich mich ungern. Und dass sollte eigentlich auch jeder nachvollziehen können. Solange es niemanden schadet wird mich auch keiner dazu zwingen können.
"Ich habe jemanden mit dem ich darüber reden kann aber danke,, meinte ich und schenkte ihr ein gefälschtes grinsen.
Damit meinte ich Derek, der alle meine Wunden kennt und niemanden davon erzählt. Dafür bin ich ihm auch sehr dankbar.
"Hör mir zu Liebes,, sagte sie beruhigend und setze sich neben mich.
"Ich will nicht darüber reden,, sagte ich bevor sie auch nur anfangen konnte zu sprechen.
"Ich muss alles dokumentieren und deshalb musst du mir erzählen was passiert ist,, erklärte sie mir und verschränkte bewusst ihre Arme.
Und schon merkte ich den Druck auf mir.
"Selbstverletzung,, log ich sie an, doch anhand ihres Blickes erkannte ich dass sie mir das nicht abkaufte.
"Du hast 5 weitere Narben und zudem fehlt dir auch die Milz. Sicher das es Selbstverletzung ist?,, fragte sie mich doch ich seufzte nur auf und lehnte mich zurück. Ich weiß gerade echt nicht was ich dazu sagen soll. Mich dazu äußern werde ich ganz bestimmt nicht.
"Ich werde dazu nichts sagen. Niemals,, meinte ich nur und weigerte mich weiter.
"Es kann gegen Derek ermittelt werden,, sagte sie woraufhin ich schockiert zu ihr schaute.
"Was?!,, sagte ich laut nur und sah zu Derek der verzweifelt mit den Schultern zuckte.
Was soll das den heißen? Wird jetzt wirklich Verdacht gezeigt dass er mich Verletzt hat?
"Überleg es dir gut,, sagte sie noch bevor sie vom Stuhl aufstand und das Zimmer wieder verließ.
Ich sah verwirrt zu Derek und wartete nur auf seine Meinung.
"Ich hab alles getan um sie davon abzuhalten,, erklärte er mir nur und ich lehnte mein Kopf nur zurück und seufzte auf.
Dass es so ernst werden kann, hätte ich nicht gedacht.

"Ich werde nicht reden. Ganz bestimmt nicht,, sagte ich zu Derek und diskutierte mit ihm rum.
"Ich kann dich verstehen das es schlimme Erinnerungen sind, aber wieso fällt es dir so schwer?,, fragte er mich verwirrt woraufhin ich den Blickkonakt abbrach.
"Ich kenn dich und ich weiß das du stark genug bist um das zu verkraften. Trau dich nur,, fügte er noch hinzu, doch ich überlegte nur.
Mein größtes Problem gerade ist nicht, dass ich nicht offen darüber reden kann, sondern dass sie Derek verdächtigen. Und dass will ich auf garkeinen Fall.
"Das Thema muss schnell abgeschlossen werden und deshalb musst du etwas Mut zeigen,, erklärte er mir woraufhin ich zu ihm schaute.
Irgendwo hat er schon Recht. Ich muss wirklich irgendwie den Mut dazu haben mich dazu zu äußern. Und erst recht um jemanden den ich mag zu schützen. Aber genau dieser Mut fehlt mir eben.
Ich seufzte nur auf un vergrub mein Gesicht in meinen Händen, weil ich kein Plan habe was ich nun tun soll.
Die Polizei ist jetzt mit im Spiel und das heißt nichts gutes.
"Okay ich mache es,, sagte ich und überlegte es mir doch anders.
"Wirklich jetzt?,, fragte er mich verwirrt woraufhin ich nickte.
Gerade eben hatte ich es mir doch noch anders überlegt. Wer weiß, vielleicht tut es mir ja auch gut darüber mal zu reden. Aber vielleicht auch nicht. Den nachdem Vorfall musste ich Psychisch ordentlich leiden. Alpträume haben mich Monatelang verfolgt und ich habe Phobien entwickelt.
Was für eine Wirkung dieses Gespräch haben wird kann ich nicht einschätzen.
"Okay, ich hole dann Melissa,, sagte er und stand von seinem Stuhl auf um den Raum zu verlassen.
"Nein, nicht Melissa,, sagte ich weshalb er sich zu mir umdrehte.
"Hole mir Parrish,, meinte ich nur.
Irgendwie ist er der einzige, wo ich das Gefühl habe dass er es auch tatsächlich für sich behalten wird. Wenn ich es Melissa sage, dann besteht die Möglichkeit das Scott es erfährt. Und wenn ich mit dem Sheriff rede das es Stiles erfährt. Umso weniger davon wissen desto besser. Und ich bin mir sicher Parrish wird mich verstehen können.

A Witch in Beacon Hills  #1                            Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt