Kapitel 36

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Juni 2020
Ich machte langsam meine Augen auf und musste mich erstmal sammeln.
Wieso war ich nochmal eingeschlafen? Ich stand auf und hätte mich am liebsten wieder hingelegt. Doch ich musste mal ganz dringend auf die Toilette.
Doch auf dem Weg zum Badezimmer kam ich an meinem Zimmer vorbei. Ich warf einen Blick hinein und sag das Kleid.
„Oh Gott der Geburtstag. Verdammt Verdammt!" Fluchte ich vor mich hin als ich ins Badezimmer ging.
Ich machte mich so schnell wie ich nur konnte Fertig. Danach zog ich das Kleid und meine Sneaker an.
Dann suchte ich eine halbe Ewigkeit nach Julians Autoschlüssel, als ich ihn endlich fand. Nahm ich meine Handtasche. Ich rannte raus, schloss die Tür ab und setzte mich ins Auto.
Ich warf meine Tasche auf den Rücksitz. Doch dann sah icv ein Geschenk. An dem Geschenk war ein kleiner Zettel dran wo drauf stand:

Hier ist das Geschenk für Kai, gib es ihm einfach
Julian :)

Gut dass ich einen Bruder habe der an sowas dachte. Ich hätte nämlich kein Geschenk gehabt.
Ich gab im Navi die Adresse ein die ich von Juli bekommen hatte und fuhr los. Mittlerweile war es schon 17:30 Uhr. Ich war definitiv jetzt schon zu spät.

Als ich nach einer Weile endlich angekommen war, musste ich erstmal die Wohnung suchen. Angekommen guckte ich die Klingelschilder durch, bis ich Havertz fand.
„Ja!" sagte ich, denn es waren ziemlich viele Schilder.
Ich klingelte. Als sich keiner meldete wollte ich gerade umdrehen. Doch dann kam Kai plötzlich durch die große Eingangstür.
„Hey Lene! Wolltest du gerade gehen?" Fragte er mich.
„Ähm Nein! Es hatte niemand aufgemacht.... Als wusste ich nicht genau.." Stotterte ich.
„ Komm. Ich nehm dich mit nach oben.
Du siehst übrigens ziemlich hübsch aus." Er lächelte mich an.
Ich merkte wie ich rot wurde, denn ich konnte gar nicht mit Komplimenten umgehen. Deswegen lächelte ich zurück und sagte nichts.
Wir gingen die Treppen hoch ins
2. Stockwerk. Dort machte er mir die Tür auf.
„Das ist deine Wohnung?" Fragte ich ihn erstaunt.
„Ja... Hast was dagegen?" Er guckte mich ziemlich verwirrt an. Was mich zum lachen brachte.
„Nein Nein Nein. Auf gar keinen Fall. Diese Wohnung ist einfach nur riesig. Ich fand Juli's Wohnung schon so groß, aber das hier ist ja gar nichts gegen Julian's Wohnung." Ich lächelte ihn jetzt an.
„Danke...Für mich ist sie gar nicht so groß. Ich kann dir aber gerne die ganze Wohnung zeigen. Wenn du dann rein kommen möchtest?" Fragte er mich und diesem Moment merkte ich dass ich ja noch vor der Tür stand. Ich hätte am liebsten gesagt dass mir nicht gut geht und dass ich jetzt sofort nachhause müsste.
Doch das wäre unhöflich. Also machte ich meine kleinen tippel Schritte  in die Wohnung rein.
Er zeigte mir als erstes die Küche, dann das Wohnzimmer und danach ging es immer so weiter und ich hatte das Gefühl das meine Augen jedesmal größer wurden. Die Wohnung hatte sogar ein zweites Stockwerk.
Kai meinte da oben wäre es nicht so groß, aber das glaubte ich ihm nicht.
Er zeigte mir zum Schluss den Essbereich. Dort saßen ziemlich viele Leute. Naja was heißt viele es waren vielleicht 4-5 Personen. Doch Fremde machten mir irgendwie Angst.
Die meisten waren gar nicht Fremd fiel nach einer Weile reden nicht. Also ein kannte ich von Leverkusen und er kannte mich auch, aber die Leute waren alle so nett zu mir und das kannte ich gar nicht so richtig.
Also das Fremde Personen so nett und Freundlich sein können.

Ich saß neben Stella. Sie war die Freundin von einem Kumpel von Kai.
Sie war wirklich nett und sie war so hübsch. Sie hatte langes glattes blondes Haar. So wie ich nur noch heller und noch länger. Meine Haars gingen eher in die Richtung Braun oder Gelb, aber das ist ja nicht das Thema Lene.
Sie erzählte mir wo sie überall schon war mit Lennard. Lennard war der Kumpel von Kai.
Die beiden hatten schon wirklich erlebt.

„Ich fliege in vier Wochen nach Amerika." Sagte ich.
„Oh Cool kommt Kai mit?" Fragte sie mich.
„Nein. Wieso sollte er?" Ich guckte sie verdutzt an.
„Oh ich dachte er wäre dein Freund, weil er dich immer so anguckt.."
„Was Nein... Wir sind nicht und er guckt mich auch nicht an." Sagte ich zu ihr und sie fing an zu lachen.
„Doch achte mal drauf. Er guckt dich immer so an wie er..."
„Wie wer? Stella? Sag schon."
„Naja wie er Sophia immer angeguckt hat. Als die beiden noch zusammen waren..." Als sie das sagte breitete sich dieser Schmerz in meiner Brust aus. Wieso guckte er mich denn so an? Mochte er mich wirklich? Hatte Hannah jetzt wirklich Recht? Wird er mich heute Abend wieder versuchen zu Küssen? Ich hoffe mal nicht.

Talking to a StrangerWo Geschichten leben. Entdecke jetzt