~Lenes Sicht~
Ich starrte verdutzt auf mein gegenüber. Der wiederum aber lächelte mich freundlich an.
„Seiner kleinen Leni...?" Fragte ich ihm dann.
„Naja das hat er jetzt nicht unbedingt gesagt, aber hat von dir geredet und außerdem habe ich dich bei Chelsea gegen Liverpool gesehen. Was ich eigentlich fragen wollte... Könnte ich eventuell reinkommen?" Er guckte mich erwartend an.
Ich konnte ihn ja jetzt nicht weg schicken das war mir klar. Also sagte ich höflich:„Ja... komm rein..."
Ich fügte noch ein lächeln dahinter.
Darauf ging er an mir vorbei in die Küche. Ich machte die Tür zu und ging auch in die Küche, wo ich Timo und Kai reden sah.
„Also Timo das ist Lene... und Lene das ist Timo." Sagte Kai als ich in der Küche stand.
„Wir haben uns gerade an der Tür kennengelernt." Sagte Timo daraufhin. „... Ach und ich habe übrigens Brötchen mitgebracht, wir konnten doch zusammen Frühstücken?" Fragend sah Timo mich und Kai an. Wir beide nickten einfach.
Ich deckte schnell den Tisch, Kai und Timo machten währenddessen... Ach Keine Ahnung was die gemacht haben. Am Ende saßen wir aber alle am Tisch. Es war eigentlich ganz nett, Timo erzählte nämlich ziemlich komische Geschichten die ihm bei Chelsea und Leipzig schon passiert sind. Er erzählte aber auch Geschichten über Kai, was ich ziemlich listig fand. Kai wiederum fand es nicht immer so, aber nahm es mit Humor.
Auch wenn Timos Besuch mich sehr überrascht hatte, wurde es dann doch noch ein ganz schöner Morgen.
Nach einer Ewig musste Timo auch wieder nachhause, es war gar nicht so schlimm da er noch gefühlte 3 Stunden nachdem Frühstück da war.
... Der November hingegen verging einfach viel zu schnell und jetzt war es einfach der 23. Dezember...
Kai und ich schlenderten gerade über den Weihnachtsmarkt und genossen den Duft von Lebkuchen, Zimt, Punsch, Tannengrün und was es noch alles gibt. Ich liebe die Weihnachtszeit einfach und Kai auch. Wir freuten uns dass wir heute endlich wieder nachhause konnten, aber leider musste Kai zu seinen Eltern und ich feierte das letzte Weihnachten mit meinen Eltern zusammen. Nächstes Jahr wollen sie nicht zusammen feiern. Was für mich sehr schwer werden würde.
Ich guckte nach oben und merkte wie der Schnee sanft auf mein Gesicht fiel. Der Schnee war kalt und er kitzelte, aber es fühlte sich befreiend an. So wie alles was ich tat wenn ich Kais Hand hielt. Mit ihm fühlte ich mich so als würde die Last von meinem Herzen fallen. Alles was bis jetzt passiert war verschwand einfach. Levin, meine Brüder, meine Eltern. Alles verschwand...
Ich merkte wie mir eine kalte Träne über die Wange lief als ich an mein kaputtes Leben dacht, aber in dem Moment nahm Kai mich fest in den Arm. „Hey Leni... Es wird alles gut... Vielleicht verstehen sich deine Eltern ja trotzdem noch und ihr könnt dann doch nächstes Jahr zusammen feiern..." Er löste sich wieder von mir und guckte mich aufmunternd an.
„Nein das wird nichts sie haben uns klar gemacht dass sie nicht mehr zusammen feiern wollen. Dieses Jahr ist es wahrscheinlich nur aus Liebe zu uns... Sie hätten auch einfach schon dieses Jahr getrennt feiern sollen, weil sie ja nichtmal mehr mit einander reden..." Ich versuchte nicht ganz so viele Tränen zu weinen, was auch gut funktionierte. Ich musste schon oft Tränen unter drücken, deswegen war es nicht so schwer...
„Komm..." Sagte Kai und griff nach meiner Hand. Er zog mich durch das Weihnachtsgetümmel, bis wir bei der Millennium Bridge waren.
„Weißt du noch...?" Er guckte mich fragend an.
„Ja natürlich, hier hab ich dich geküsst nachdem Hannah mich angerufen hat und danach war ich bei eurem Spiel und dann hast mich gefragt ob wir wieder zusammen wollen..." Ich atmete nun schnell, da ich das alles ziemlich schnell runtergerasselt hatte, doch Kai...
|24. Dezember, nur ein Jahr später|
~Kais Sicht~
Doch ich drückte meine Lippen sanft auf ihre Lippen, bevor sie noch weiter reden konnte. Als wir uns wieder voneinander lösten strahlte sie mich an. Wir waren jetzt einfach schon fast Zwei Jahre zusammen... Sollte ich es jetzt wirklich tun? Würde sie Ja sagen? Mein Herz schlug immer schneller, aber ich konnte jetzt nicht aufgeben.
Julian hatte mir geholfen einen Ring auszusuchen und ich konnte den Ring nicht mehr umtauschen was ziemlich blöd war, aber ich war damals überzeugt dass ich „Ja" sagen würde. Außerdem hatte ich so oft die Chance gehabt, aber es war nie perfekt gewesen, aber jetzt war es perfekt. Wir standen mitten auf der Millennium Bridge. Nichts war perfekter.
Ich atmete noch einmal tief ein bis ich Lene ansprach.
„Lene?"
„Ja was ist?"
„Wir sind jetzt einfach schon fast Zwei Jahre zusammen und es war nicht wirklich einfach für uns, aber irgendwie haben wir es dann doch geschafft... Deswegen muss ich das jetzt tun..."
Ich griff in meine linke Jacken Tasche und ging auf die Knie...
„Lene Sophie Brandt... Willst du mich Heiraten...?"
Ach du...
Was haltet ihr von dem Kapitel?
PS: Es tut mir leid dass nichts kam die letzten Tage, aber Schule ist nicht besonders einfach... Sorry 💗😂
Ich wollte ich auch nochmal für eure Unterstützung danke , wir habe einfach 2 Tausend reads und 40 Kapitel... Wow...
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Talking to a Stranger
RomanceWas passiert wenn man von einem auf den anderen Tag sein Leben nicht mehr unter Kontrolle hat? Was ist wenn die Person die man eigentlich nie wieder sehen wollte plötzlich durch deine Tür spaziert? Was macht man wenn man jemanden berühren will, abe...
