Das Mädchen, welches Paul in seinen Träumen verfolgt, hilft ihm den Wüstenplanet und seine Bevölkerung zu retten. Doch es verbindet sie mehr als nur höhere Mächte.
„Wir müssen unbedingt unsere Destillanzüge anziehen", sagt Liara als wir über den ersten Hügel laufen. Wegen der unerträglichen Hitze kann ich jetzt schon nicht mehr. „Ja du hast recht", erwidere ich und wir beide bleiben stehen, ziehen unsere Anzüge heraus. Liara dreht sich mit dem Rücken zu mir und zieht dann ihre Hose aus. Ihr langes Oberteil bedeckt sie bis zur Mitte des Oberschenkels. Aus Respekt, sollte ich mich eigentlich umdrehen. Aber ich kann einfach nicht. Sie schlüpft mit ihren Füßen schon mal in den Anzug und zieht ihn dann bis zur Hüfte hoch. Dann greift sie nach dem Saum ihres Oberteils und zieht es sich aus. Man kann nur ihren schwarzen Bh sehen. Ihr Rücken ist absolut rein und am liebsten würde ich darüber streicheln.
Aber jetzt drehe auch ich mich um und ziehe mich aus um in den Anzug zu schlüpfen. „Kannst du mir helfen?", fordert mich Liara auf und geht auf mich zu. Ich drehe mich wieder zu ihr um. Dann fange ich wie beim letzten Mal an, ihre Gurte zu binden. „Passt dir der Anzug gut oder ist er dir zu groß?", frage ich sie und sie lacht ein wenig. „Er passt gut." Ich nicke und bin dann auch fertig. „Danke", sagt sie und ich lächle sie nur zurück an.
Dann binde ich noch meine Gurte und schon gehen wir weiter. „Vergiss nicht, durch deinen Schlauch kannst du trinken", erinnere ich sie. „Ich bin zwar kein halber Fremen so wie du, Paul. Aber blöd bin ich jetzt auch nicht", ihre Lippen umspielt ein spielerisches Lächeln. „Na das werden wir ja noch sehen", Scherze ich und sie schupst mich daraufhin leicht auf die Seite. „Merk dir, laufe immer so in ungleichmäßigen Bewegungen, damit wir ja keinen Wurm anlocken", erinnere ich sie.
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Sie lacht rau auf. „Der würde uns ja grade noch fehlen." Ich sehe zu ihr und ich bin echt erstaunt, wie sehr sie anfängt immer mehr so auszusehen wie in meinen Träumen. Es haben sich schon Sommersprossen um ihre Nase herum gebildet und ihre Haut ist schon brauner geworden. Sie sieht schon richtig aus wie eine Fremen.
„Nə düşünürsən", fragt sie und sieht mich schmunzelnd an. (Woran denkst du) Ich nehme grinsend meinen Blick von ihr und achte wieder auf meine Füße. „Nur daran, dass du immer mehr so aussiehst wie in meinen Träumen", gebe ich ehrlich zu und es fühlt sich gut an, offen darüber zu reden. Wir sind bereits seit 24 Stunden miteinander unterwegs. Wir müssen endlich mal darüber sprechen. „Echt?", sagt sie erstaunt. „Du siehst schon von Anfang an aus wie mein Traum", erwidert sie.
„Tatsächlich?", ich sehe sie wieder an. Sie nickt. „Ja. Ich hätte dich von 1000 Metern erkannt. Du hast es ja erst gecheckt, nachdem ich keine Bedeckung mehr anhatte", zieht sie mich auf. Ich sehe sie empört an. „Dein komplettes Gesicht war eingehüllt, wie hätte ich dich denn erkennen sollen?"
Sie schnalzt mit der Zunge. „Du hättest es spüren sollen", wirft sie mir vor und lacht. Ich verdrehe die Augen. „Ich kann das noch nicht so gut wie du", beschwere ich mich und laufe dichter an ihr. Liara klopft mir darauf väterlich auf die Schulter. „Dann musst du mir wohl besser zusehen und lernen", und auf diesen Konter, packe ich sie, hebe sie hoch und werfe sie über meine Schulter, laufe gleichzeitig weiter.
Sie kreischt auf und lacht und versucht sich zu wehren, doch ich habe sie fest im Griff. Sie ist ein Federgewicht. „Zappeln nicht so rum, sonst frisst dich noch ein Wurm", ärgere ich sie und sie fängt an zu schmollen.
Mal ein etwas kurzes aber dafür sorgenfreieres Kapitel:) Gute Nacht ! ❤️