Das Mädchen, welches Paul in seinen Träumen verfolgt, hilft ihm den Wüstenplanet und seine Bevölkerung zu retten. Doch es verbindet sie mehr als nur höhere Mächte.
„Hey, wir sollten aufstehen", damit wecke ich Liara die wie ein Stein geschlafen hat. Sie hat ihren Arm komplett über meinen Bauch geschlungen und ihr Bein über meine gelegt. Total verwirrt wacht sie auf. Ihr Gesicht ist total verschlafen und sie hat einen Schlafabdruck im Gesicht. Sie setzt sich und hält sich sofort stöhnend die Seite. „Ahh", schmerzerfüllt verzieht sie ihr Gesicht. „Auf Steinen zu Schlafen ist echt noch mal eine andere Liga von unbequem", sagt sie und setzt sich hin. Auch mich hat der harte Steinboden nicht verschont. Mein Rücken bis zum Steißbein schmerzt. Es ist noch dunkel aber man merkt, dass in paar Stunden die Sonne aufgeht. Selbst Nachts ist es hier relativ hell.
Ich drehe meinen Kopf zu Liara. Sie sieht immer noch müde aus. „Schaffst du es weiter zu laufen?", frage ich sie und sie nickt schwach. „Bleibt mir ja nichts anderes übrig, oder", ich stehe auf und reiche ihr meine Hand um sie hochzuziehen. Sie ergreift sie und schon steht sie auch. Schweigend laufen wir los. Ich möchte gar nicht an Würmer denken aber wir haben pures Glück, dass bis jetzt noch so gut davon gekommen sind. Wann finden wir bloß die Fremen?
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„Der Himmel ist wunderschön", ist das erste was Liara nach unserem Schweigen sagt. Vor uns liegen Kilometer von mehren Hügeln. Das ist das anstrengendste. Auf dem Sand zu laufen ist ja schon mühsam. Aber die Hügel ständig hoch, ist am schlimmsten. Auf einmal höre ich Liara aufschreien und ich drehe mich zu ihr um.
Hinter ihr steht ein Fremen, der ihr ein Messer an den Hals hält. Liaras Blick ist unsicher und panisch. Ich will auf den Fremen zugehen doch er schiebt ihr das Messer noch enger an die Kehle. „Wer seid ihr?", fragt uns der Fremen mit aggressiven Blick. Sein Gesicht ist mit Sand verdreckt und seine schwarzen Haare gehen ihm fast bis zu den Schultern. Er hat blaue Augen und sein Tuch hängt ihr wie ein Kittel den Oberkörper herunter. Er ist kleiner als ich.
„Bitte töte mich nicht", fleht Liara, doch er packt nur fester zu. „Ihr seid keine Fremen", stellt der Fremde fest und sieht uns noch aggressiver an. „Was macht ihr hier?". Ich schlucke und versuche ihn nicht aufzuregen. „Wir suchen die Sietches", sage ich und sehe immer wieder abwechselnd zu Liara und dann zu ihm. „Hier findet ihr aber keine Sietches", spottet er. Anhand seiner Narbe im Gesicht kann man erkennen, dass er von den Fremen verbannt wurde. Und wenn das passiert, dann muss man etwas schlimmes getan haben. Zum Beispiel vergewaltigen.
„Bitte lass uns weiter gehen", spreche ich ruhig. Ich durchbohre seine Augen. Doch dann passiert etwas, dass noch viel schlimmer ist, die der ausgestoße Fremen der uns bedroht. Von nicht mehr als 500 Metern sehe ich Sand aufwirbeln.
Ein Wurm kommt auf uns zu.
Auch der Fremde sieht ihn und guckt panisch. „Shai-Hulud", sagt er wie in Starre und diese Gelegenheit nutzt Liara, ihm mit dem Ellenbogen in den Bauch zu kicken. Er tritt einige Schritte zurück und sofort packe ich sie an der Hand und renne mit ihr fort. „Scheiße", flucht sie und wir beide rennen wortwörtlich um unser Leben. Der Wurm kommt immer näher. „Da vorne ist ein kleines Gebirge", schreie ich. Es ist noch ungefähr 200 Meter entfernt. Wir beide rennen so schnell wir können. Einen kurzer Blick nach hinten verrät mir, dass der Fremde uns nicht gefolgt hat.
Aber der Wurm ist hinter uns her.
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„Wir schaffens nicht mehr", brüllt Liara und wir beide rennen immer weiter. Wir sind nur noch 50m vom Gebirge entfernt. Ich ziehe sie am Arm wieder hinter mir her damit sie mitkommt. Ich spüre hinter meinen Fußsohlen schon den Sand wie er eingesaugt wird und das darauffolgenden Adrenalin, was dann durch meinen Körper schießt, bringt mich noch schneller zum rennen.
Und dann kommen wir beide auf den Felsen an. Aber anstatt weiter rein zu laufen, dreht sich Liara auf der Stelle um und sieht dem Wurm direkt ins Maul. „bizi rahat burax!" (Lass uns in Frieden)
Und der Wurm bleibt wie versteinert, mit offenem Maul - bereit sie zu fressen - stehen. Mein Herz pocht so laut, dass ich nur das höre. Ich stehe etwa 5 Meter hinter Liara. Sie hat ihre Hände zu Fäusten geballt und sich etwas nach vorne gelehnt. Und dann bewegt sich der Wurm wieder. Und nicht wie ich dachte, auf Liara zu um sie zu fressen. Sondern wieder zurück in den Sand und weg von uns.
Liara bleibt noch einige Sekunden so stehen. Ich laufe auf sie zu kurz kurz bevor ich bei ihr angekommen bin, dreht sie sich zu mir um. Ihr Gesicht hat einen unglaublichen Ausdruck von Macht. Ich packe sie und ziehe sie in meine Arme, presse sie an mich und lege meinen Kopf mit erleichternd, geschlossenen Augen auf ihren. Ich kann nicht glauben was gerade passiert ist. Das kann doch nicht sein, dass Liara die Stimme bei Würmern anwenden kann.
Sie erwidert meine Umarmung ich legt ihre Wange auf mein Herz. Wir beide sagen erst mal gar nichts. Wir sind zu erschöpft vom Rennen und zu geschockt von dem was grade passiert ist, dass wir nichts sagen müssen. Ich bin so froh, dass sie nicht gestorben ist. Und weil ich nicht widerstehen kann, lege ich meine Lippen auf ihren Haaransatz und gebe ihr einen sanften Kuss.