Das Mädchen, welches Paul in seinen Träumen verfolgt, hilft ihm den Wüstenplanet und seine Bevölkerung zu retten. Doch es verbindet sie mehr als nur höhere Mächte.
Mein Bein zittert. Ich habe meine Fäuste so stark geballt, dass man meine Knöchel weiß hervorstechen sieht. Ich bin so wütend, dass ich am liebsten rein gehen würde und alles abbrechen würde. Doch ich würde ihr damit nicht helfen. Kein Stück.
Liaras schreie haben nicht aufgehört und jedes Mal, durchfährt es mich wie ein Blitzschlag. Ich kann die Zeit nicht einschätzen. Aber ich habe das Gefühl, dass es viel länger als bei mir dauert.
Und dann hört es irgendwann auf. Alles ist still. Ich weiß nicht, ob es aufgehört hat, weil sie bestanden hat, oder weil ihre Leiche auf dem Boden liegt. Mein Herz pumpt schmerzhaft gegen meine Brust. Die Angst hat sich in wenigen Schweißperlen auf meiner Stirn sichtbar gemacht. Mein Mund ist so trocken, dass selbst das Schlucken weh tut. Bitte, lass sie nicht tot sein. Bitte, lass sie bestanden haben. Ich möchte gerade aufstehen um in den Saal zu stürmen, doch dann geht die Tür auf und eine weinende Liara kommt heraus. Sie fällt mir sofort in die Arme.
„Du hast es geschafft", flüstere ich ihr zu und presse sie so fest ich kann an mich. Das hat mir so weh getan, was in den letzten Minuten passiert ist. Ihre Schreie. Die Angst, dass sie es nicht schafft. „Es war so schlimm, Paul", sagt sie leise. Ich nicke gegen ihren Kopf. Sie entfernt sich von mir und wischt sich ihre Tränen vom Gesicht weg. Sie blickt auf ihre rechte Hand, vergewissert sich immer wieder, dass sie nicht weggeätzt wurde. „Es ist wieder alles gut", sage ich und nehme ihre rechte Hand in meine. „Sieh", ich drehe sie immer wieder um ihr zu zeigen, dass ihrer Hand nichts passiert ist. Ihre Tränen haben aufgehört zu fließen und und ihre Atmung hat sich auch wieder beruhigt. Sie lässt meine Hand nicht los, sondern umschließt sie mit beiden.
Gerade, als ich etwas sagen möchte, stoßen Harah und meine Mutter zu uns und Harah schließt Liara in ihre Arme. „Du hast es geschafft". Meine Mutter ist zur Gesserit Schwester in den Saal reingegangen. Ich höre nur „Messias", und „Sie gehört zu ihm", mehr kann ich nicht wahrnehmen, weil sich dann die Türe schließt.
Liara lässt sich von ihrer Mutter umarmen, aber ihr Blick bleibt emotionslos und sie sieht nur zu mir. Sie spürt ebenfalls, dass etwas nicht stimmt. Dass unsere Mütter etwas vorhaben, was nicht zu unserem Gunsten unbedingt ist.
Wir gehen ohne meine Mutter wieder schweigend zurück.
Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.
Der Sonnenuntergang vom Ostausblick sieht tatsächlich schöner aus, wie von der Westseite, wo die Sonne tatsächlich ist. „Ich muss schnell zu deinem Vater", verabschiedet sich Harah von uns und wir stehen am Balkon und blicken auf die Wüste und die Planeten. Liara sieht verändert aus. Irgendwie reifer und irgendwie wilder. Die Prüfung hat sich in ihrem Gesicht abgezeichnet. Immer noch, streicht sie mit ihren Fingern über ihre rechte Hand. Gedankenverloren spiegeln die leitenden Farben ihre schönen Augen. Ihre locken wegen ganz sanft umher. Umspielen ihr Gesicht. Ihre Lippen sind leicht geöffnet und ihre Augenbrauen etwas nach oben gezogen. Erst jetzt fällt mir auf, dass sie ein wunderschönes Schlüsselbein hat.
Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.
„Der Krieg naht", sagt sie leise. Dann dreht sie ihren Kopf zu mir. „Mach dich bereit". „Ich spüre es auch", sage ich und gehe einen Schritt auf sie zu. Fast wie einen Magneten, kann ich mich kaum noch von ihr fern halten. „Wir sollten uns zusammen packen, was wir brauchen um draußen in der Wüste überleben zu können.", sage ich und Liara stimmt mir zu.